Nakhon Ratchasima, Thailand – Eine 28-jährige Thailänderin und ein befreundeter Mann sollen den Tod des Ex-Freundes auf der Autobahn M6 gemeinschaftlich geplant und ausgeführt haben. Der Schütze wurde festgenommen und legte ein Geständnis ab. Die mutmaßliche Anstifterin kam auf der Flucht ums Leben.
Opfer auf der Autobahn M6 getötet
Am 28. März 2026 wurde der 30-jährige Suppakorn „Golf“ Traiphopklang auf der Autobahn M6 in der Provinz Nakhon Ratchasima tot aufgefunden. Er wies mehrere Schussverletzungen auf.
Die Polizei sicherte Videoaufnahmen vom Tatort und konnte anhand der Auswertung ein Fahrzeug identifizieren, das von zwei Personen benutzt worden war. Das Fahrzeug bildete den Ausgangspunkt der weiteren Ermittlungen.
Verdächtige identifiziert und festgenommen
Die Polizei identifizierte die Verdächtigen als Kueakool Sombat (28) und Chomphunuch Huajaiphet (28). Kueakool wurde am 1. April an seinem Wohnort in der Provinz Lop Buri festgenommen.
Nach Polizeiangaben beschrieb Kueakool Chomphunuch als enge Freundin. Sie soll zugleich die ehemalige Lebensgefährtin des Opfers gewesen sein. Ihre Beziehung zum Opfer bildete das zentrale Ermittlungselement.
Geständnis und Tatmotiv
Kueakool räumte gegenüber der Polizei ein, auf Golf geschossen zu haben, und erklärte, Chomphunuch habe die Tat geplant. Laut seiner Aussage habe sie das Ende der Beziehung nicht akzeptiert und habe Golf nach Beginn einer neuen Partnerschaft töten wollen.
Anfangs soll sie Kueakool gebeten haben, für 35.000 Baht einen Auftragsmörder zu organisieren. Später habe er sich bereit erklärt, selbst zu handeln. Die lokale Nachrichtenagentur Khaw Khorach berichtete zusätzlich, Kueakool habe romantische Gefühle für Chomphunuch gehegt, was seine Bereitschaft beeinflusst habe.
Tatwaffe und Fahrzeug aus dem Umfeld des Täters
Die Polizei stellte fest, dass das bei der Tat genutzte Fahrzeug sowie die verwendete Waffe dem Vater von Kueakool gehören sollen. Diese Umstände werden im Rahmen der laufenden Ermittlungen zur Tatplanung weiter untersucht.
Die Auswertung von Videoaufnahmen belegte zudem, dass das Fahrzeug nach der Tat von der Tatortregion in Richtung Lop Buri weiterfuhr. Beamte konnten so den Aufenthaltsort von Kueakool eingrenzen.
Rekonstruierter Tatablauf
Laut Polizeiangaben sollen die beiden Verdächtigen das Fahrzeug des Opfers auf der Autobahn verfolgt haben. Chomphunuch soll das Fahrzeug von Golf gerammt haben, um es zum Stopp zu zwingen. Als das Opfer ausstieg, gab Kueakool mehrere Schüsse ab. Beide flüchteten anschließend mit dem SUV.
Diese Darstellung stützt sich auf die Aussagen des Festgenommenen sowie auf die ausgewerteten Videoaufnahmen. Die Polizei prüft weitere Beweise, um den genauen Ablauf abschließend zu rekonstruieren.
Verdächtige stirbt auf der Flucht
Kueakool sagte aus, Chomphunuch habe während der Flucht angekündigt, sich das Leben zu nehmen. Sie soll das Fahrzeug angehalten und die Autobahn verlassen haben. Kueakool fuhr danach allein weiter nach Lop Buri.
Am 2. April fand die Polizei die Leiche von Chomphunuch an dem Ort, den Kueakool beschrieben hatte. Die Behörden gehen von einem Suizid während der Flucht aus. Eine abschließende Klärung steht noch aus.
Ermittlungsstand: Täter in Untersuchungshaft
Die Polizei erklärte, Kueakool befinde sich in einem psychisch fragilen Zustand und werde in der Haft engmaschig überwacht. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft angeordnet.
Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf die genauen Umstände der Tatplanung, die Beschaffung des Fahrzeugs sowie die Rolle beider Verdächtiger. Offizielle Angaben stützen sich bislang auf Videoauswertung, Spurenlage und die Aussagen des Festgenommenen.



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