BANGKOK, THAILAND – Die Polizei verschärft zum Songkran-Fest die Regeln in der Hauptstadt: Keine unautorisierten Straßensperren und Wasserspiele nur in offiziell ausgewiesenen Zonen. Parallel dazu setzt Bangkok auf Kontrollen, Überwachung und feste Rettungsrouten – während Pattaya weiterhin auf großflächige Straßenfeiern baut.
Bangkok ordnet strikte Durchsetzung an
Polizeigeneral Siam Boonsom, Chef des Metropolitan Police Bureau, hat für Songkran in Bangkok eine konsequente Durchsetzung der Vorschriften angeordnet. Dazu gehören ein Verbot nicht genehmigter Straßensperren und die Begrenzung von Wasserspielen auf offiziell festgelegte Bereiche.
Die Behörden wollen dafür eng mit Stadtverwaltung und Veranstaltern zusammenarbeiten, um die Sicherheit in den Feierbereichen zu erhöhen. Ziel ist es, das Fest kontrollierter zu gestalten und Störungen im öffentlichen Raum zu vermeiden.
Kontrollpunkte, Waffen-Checks und Rettungswege
An großen Feier-Hotspots sollen Kontroll- und Screeningpunkte eingerichtet werden, um Waffen, illegale Gegenstände und kriminelle Aktivitäten zu verhindern. Die Polizei kündigte zudem klare Verkehrsregelungen sowie ausgewiesene „No-Play“-Zonen an.
Zusätzlich werden Notfall- und Rettungsrouten an 17 wichtigen Punkten eingerichtet, darunter Khao San Road, Silom Road, große Einkaufszentren, der Benjakitti Park und Tempel in der gesamten Hauptstadt. Damit sollen medizinische Einsätze auch bei hohem Besucherandrang möglich bleiben.
Keine Straßensperren ohne Genehmigung
Die Polizei betont, dass Anwohner Straßen nicht eigenmächtig für Wasserfeiern blockieren dürfen. Hintergrund sind Beschwerden aus dem Vorjahr, als es in einigen Gebieten zu unautorisierten Sperrungen und Behinderungen kam.
Genannt wurden unter anderem Thawee Watthana, Don Mueang und Chokchai 4, wo zudem Händlerflächen in den Verkehrsraum hineinragten und so Verkehr sowie Zugang für die Öffentlichkeit beeinträchtigten. Genau solche Situationen sollen dieses Jahr verhindert werden.
Tradition ja – „Straßenübernahmen“ nein
Kleines Wasserspritzen vor dem eigenen Haus bleibt laut Behörden im Rahmen der Tradition akzeptabel. Großflächige „Straßenübernahmen“ mit massiver Ausdehnung der Wasserspielbereiche werden dagegen strikt untersagt.
Auch Einschränkungen für große Fahrzeuge in innerstädtischen Bereichen sind vorgesehen, um Risiken zu reduzieren und den Verkehrsfluss zu sichern. Die Maßnahmen sollen verhindern, dass sich spontane Feierzonen unkontrolliert ausbreiten.
Einwanderungspolizei setzt auf CCTV und Gesichtserkennung
Parallel kündigte die Einwanderungspolizei Einsätze an allen großen Veranstaltungsorten an. Dabei sollen CCTV und Systeme zur Gesichtserkennung genutzt werden, um potenzielle Straftäter zu identifizieren.
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Im Fokus stehen auch ausländische Verdächtige, die versuchen könnten, in Menschenmengen unterzutauchen. Die Kontrollen sollen dazu beitragen, kriminelle Elemente frühzeitig aus den Feierbereichen herauszuhalten.
Mehr Andrang erwartet – ohne konkrete Bedrohungslage
Offizielle rechnen in Bangkok in diesem Jahr mit einer überdurchschnittlich hohen Beteiligung. Als Grund wird genannt, dass steigende Treibstoffpreise Reisen in andere Landesteile unattraktiver machen könnten und mehr Menschen in der Hauptstadt bleiben.
Deshalb werden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, auch wenn bislang keine konkreten Bedrohungen bekannt sind. Die Strategie setzt auf Prävention durch Präsenz, Kontrolle und klare Regeln.
Pattaya bleibt beim offenen Straßenfestival
Im Gegensatz zu Bangkok dürfte Pattaya den strikten Kurs nicht übernehmen. Die Songkran-Feiern dort sind traditionell auf großflächige, offene Straßenbeteiligung ausgelegt – besonders entlang der Beach Road und in zentralen Ausgehzonen.
Straßensperrungen, Wassertrucks und erweiterte Spielbereiche sind in Pattaya nicht die Ausnahme, sondern Kern des Erlebnisses. Ein Bangkok-ähnliches Regelwerk würde dem tourismusgetriebenen Modell der Stadt widersprechen, in dem Songkran ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.
Mehr Kontrolle in Pattaya – aber ohne Kurswechsel
Dennoch haben die Behörden in Pattaya die Kontrollen in den vergangenen Jahren schrittweise verschärft. Im Mittelpunkt standen dabei Sicherheitsaspekte wie der Umgang mit Hochdruck-Wasserpistolen, alkoholbedingte Vorfälle und Verkehrsrisiken.
Der grundlegende Unterschied bleibt jedoch bestehen: Bangkok setzt auf klar abgegrenzte, kontrollierte Feierbereiche, während Pattaya weiterhin eine breitere, stadtweite Festivalatmosphäre zulässt. Damit zeigen sich zwei sehr unterschiedliche Ansätze im Umgang mit einem der bekanntesten Feste Thailands.
Deine Meinung
Sollte Bangkok mit strikten Zonen und Kontrollen ein Vorbild für andere Städte sein – oder geht dabei zu viel vom ursprünglichen Songkran-Gefühl verloren? Schreib uns in die Kommentare, wie du die Maßnahmen einschätzt.
Und wie siehst du den Gegensatz zu Pattaya: Braucht es dort mehr Regeln für Sicherheit und Verkehr, oder ist gerade die offene Straßenparty das, was Songkran ausmacht? Diskutiere mit der Wochenblitz-Community unten im Kommentarbereich.



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