Der Vater von Tunchanok Donhomla hat ein Entschädigungsangebot des australischen Mordverdächtigen Simon Carman abgelehnt. Thongchai Donhomla erklärte gegenüber dem australischen Sender ABC, er werde die Würde seiner Tochter nicht gegen Geld tauschen — auch wenn er arm sei. Ein Satz. Mehr braucht es nicht.
Im Pattaya-Mordfall Tunchanok war zuletzt diskutiert worden, ob eine Entschädigungszahlung Carmans Strafe unter Thai-Recht erheblich drücken könnte. Jetzt hat die Familie die Antwort gegeben.
Kein Geld der Welt
Thongchai Donhomla ist kein reicher Mann. Er kommt aus der Provinz Kalasin, Tunchanok war seine einzige Tochter — und die einzige, die die Familie finanziell unterstützte. Dass er trotzdem Nein sagt, ist keine Geste eines gut abgesicherten Vaters. Es ist eine Aussage über das, was er für verkäuflich hält. Und was nicht.
„Ich liebe meine Tochter sehr“, zitiert der Sender ABC den Vater. Eine Entschädigung komme nicht in Frage. Die Stiefmutter Oradee Bussarakum hatte bereits unmittelbar nach der Tat erklärt, sie wolle Carman hingerichtet sehen. Die Familie spricht mit einer Stimme.
Carman sitzt still — und schweigt
Simon Carman sitzt im Krankenflügel des Pattaya Remand Prison, getrennt von den übrigen Häftlingen — aus Sicherheitsgründen, wie das Gefängnispersonal gegenüber der Daily Mail bestätigte. Er sei kein kranker Mann, heißt es. Er sei ein schwieriger Häftling. Seit seiner Festnahme hat er weder Familienbesuch noch Freunde empfangen. Für die kommenden Tage sind keine Besuche gestattet.
Emotionen zeigt der 45-Jährige keine — weder für sich selbst noch für Tunchanok, so das Personal laut Daily Mail. Derselbe Mann, der in einem Polizeivideo seiner Verhaftung erklärte, es tue ihm leid und die Familie solle wissen, dass er sich schlecht fühle. Das Video wirkte damals schon kalt. Die Beobachtungen aus dem Gefängnis passen dazu.
Was das Nein des Vaters rechtlich bedeutet
Nach Thai-Recht kann eine von der Opferfamilie akzeptierte Entschädigungszahlung bei der Strafzumessung mildernd wirken — vor Gericht, nicht automatisch. Sie verhindert eine Strafverfolgung nicht. Aber sie fehlt jetzt als Option. Carman hat gegenüber der Polizei selbst erklärt, er habe kaum Geld. Ob er überhaupt in der Lage wäre, eine nennenswerte Summe aufzubringen, ist unklar. Relevant ist das jetzt ohnehin nicht mehr.
Die Ablehnung durch den Vater signalisiert dem Gericht: Die Familie will keine finanzielle Einigung. Sie will ein Verfahren. Das ist ihr gutes Recht — und im Thai-Rechtssystem ein klares Signal an den Richter, dass von Seiten der Hinterbliebenen kein Entgegenkommen zu erwarten ist.
Ein Geständnis wäre der einzige Ausweg
Was Carman noch bleibt: ein vollständiges Geständnis. Nach Thai-Recht kann ein glaubwürdiges Schuldbekenntnis das Strafmaß um die Hälfte reduzieren — unabhängig davon, ob die Familie einer Entschädigung zustimmt. Bisher weist Carman alle Vorwürfe zurück und beruft sich auf Notwehr. Er behauptet, Tunchanok habe ein Messer gezogen. Die Polizei glaubt ihm nicht. Die Obduktion stützt seine Version nicht.
Carman hat bis zu 84 Tage Untersuchungshaft, in denen die Ermittlungen abgeschlossen werden. Danach läuft das formale Verfahren an. Ein Geständnis wäre sein letztes Druckmittel gegenüber dem Gericht — wenn er es einsetzt. Bislang spricht wenig dafür.
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Pattaya und der Fall, der nicht loslässt
Tunchanok Donhomla, 17, aus Kalasin — von Freunden „Cake“ genannt — wurde in der Nacht vom 25. Juni 2026 in Carmans Wohnkomplex in Jomtien getötet. Ihre Leiche fand die Polizei in einem Koffer neben Bahngleisen. Carman wurde am Flughafen Suvarnabhumi festgenommen, als er nach Perth fliehen wollte. Wochenblitz hat den Fall von Beginn an dokumentiert und das Profil des Tatverdächtigen beleuchtet. Die neue Wendung um die Freundin, die Carmans Zimmer betrat ohne zu wissen, was im Badezimmer lag, haben wir ebenfalls berichtet. Der Vater hat jetzt gesprochen. Die Justiz hat das Wort.



Seine Tochter nicht käuflich. ok die einstellung ist gut. Nur was machte Sie in Pattaya. Sicher werde ich Ihr nichts unterstellen. aber komisch ist die aussage des °Vaters schon wo doch im Artikel steht das sie die Famile unterstüzt hat- 17 Jahre Pattaya hmmm. Das gute daran istv das der Mörder wohl jetzt die volle SAtrafe absitzen muss.