Thailand: Aktivist Sondhi zu Haft ohne Bewährung verurteilt

Knallhartes Urteil: Aktivist Sondhi muss ins Gefängnis – ohne Bewährung. Doch kommt er gegen Kaution frei? Entscheidung steht aus.

Thailand: Aktivist Sondhi zu Haft ohne Bewährung verurteilt
Thairath

BANGKOK, THAILAND – Das Strafgericht hat den politischen Aktivisten Sondhi Limthongkul wegen Verleumdung durch Veröffentlichung zu vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Zudem wurden eine öffentliche Urteilsveröffentlichung in sieben Zeitungen sowie Schadensersatz in Millionenhöhe angeordnet; ein Antrag auf vorläufige Freilassung gegen Kaution läuft.

Urteil am Strafgericht in Bangkok

Am 7. April 2026 um 09.00 Uhr erschien Sondhi Limthongkul mit seinem Anwalt am Strafgericht an der Ratchadaphisek Road, um das Urteil zu hören.

Verhandelt wurde der Fall im Sitzungssaal 714, Kläger ist Thanakorn Nantee.

Worum es in der Verleumdungsklage geht

Auslöser waren öffentliche Äußerungen bzw. Veröffentlichungen Sondhis, die Thanakorn als rufschädigend und ehrenrührig wertete.

Thanakorn machte geltend, die Aussagen hätten seinem Ansehen, seiner Ehre und seiner Glaubwürdigkeit geschadet, und reichte deshalb Klage beim Strafgericht ein.

Position der Verteidigung

Sondhi bestritt die Vorwürfe und erklärte, seine Äußerungen seien in gutem Glauben erfolgt.

Zudem berief er sich darauf, dass seine Aussagen vom Recht auf Meinungsäußerung im Rahmen der Gesetze gedeckt seien.

Schuldspruch nach Paragraf 328

Das Gericht sah den Tatbestand nach dem thailändischen Strafgesetzbuch, Paragraf 328, als erfüllt an: Verleumdung durch Veröffentlichung.

Ausgangspunkt der Strafe waren sechs Monate Haft; wegen für das Verfahren hilfreicher Angaben wurde die Strafe um ein Drittel reduziert.

Haft ohne Bewährung und weitere Auflagen

Am Ende verhängte das Gericht vier Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung.

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Zusätzlich ordnete das Gericht an, dass das Urteil in sieben Zeitungen veröffentlicht wird, wobei Sondhi die Kosten tragen muss.

Schadensersatz und Anwaltskosten

Das Gericht verpflichtete den Verurteilten außerdem zur Zahlung von 2 Millionen Baht Schadensersatz an den Kläger.

Hinzu kommen 20.000 Baht für die Anwaltskosten des Klägers; weitere Anträge wurden abgewiesen.

Kautionsantrag läuft

Nach dem Urteil bereiten Anwalt und Angehörige einen Antrag auf vorläufige Freilassung gegen Kaution vor bzw. reichen ihn ein.

Weitere Entwicklungen sollen nach Angaben aus dem Umfeld des Falls später bekanntgegeben werden.

Deine Meinung

Wie bewertest du das Urteil in diesem Verleumdungsfall – ist die Haft ohne Bewährung aus deiner Sicht angemessen oder zu hart?

Sollten öffentliche Äußerungen stärker strafrechtlich sanktioniert werden, oder braucht es mehr Schutz für Meinungsfreiheit? Diskutiere in den Kommentaren.

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Quelle: Thairath

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