PATTAYA – Nach Gerüchten in sozialen Medien, dass die Grenzübergänge nach Kambodscha bald wieder öffnen, hat die Königlich Thailändische Marine das klar dementiert. Für Expats und Touristen bedeutet das: Visa-Runs nach Kambodscha sind weiterhin nicht möglich. Stattdessen bleiben lange und teure Ausweichrouten – Flüge nach Malaysia oder Busfahrten nach Laos.
Das Traum-Szenario platzt: Kein schneller Weg mehr über die Grenze
Für viele der hier lebenden Deutschen, Österreicher und Schweizer war es lange Zeit eine Routine: Vom Strand in Pattaya für einen Tagesausflug nach Kambodscha fahren, dort die Aufenthaltserlaubnis für Thailand erneuern, und zwei Tage später zu Hause sein. Gerade noch ein paar hundert Baht für Benzin und Maut ausgeben.
Doch seit die Grenzen geschlossen sind, endet dieses Modell. Und die Hoffnung, dass sich das bald ändert, wurde Mittwoch von der thailändischen Marine zu Grabe getragen.
Marine: Nein, es wird sich nichts ändern
Ein Sprecher der Royal Thai Navy erklärte deutlich: Es gebe keine geplante Wiederöffnung, keine entsprechende Politik und keinen „akuten Handlungsdruck“, die Kontrollen zu lockern.
Konteradmiral Parach Rattanachaiyaphan bezeichnete Gerüchte in sozialen Medien als „völlig falsch“. Berichte, wonach Thailand „humanitäre Lieferkanäle“ nach Kambodscha öffnen werde, seien Desinformation.
Das bedeutet für dich konkret
Kein Weg über Chanthaburi oder Trat: Die Landgrenzen in den Provinzen Chanthaburi und Trat bleiben zu. Die Kontrollen werden weiterhin streng durchgesetzt und stützen sich auf nationale Sicherheitsgesetze.
Das zwingt dich in Ausweichrouten: Wer seinen Aufenthalt verlängern muss, kann nicht mehr die 2-3 Stunden-Variante nach Kambodscha nehmen. Flug nach Kuala Lumpur oder Busfahrt nach Laos (Ubon Ratchathani) sind die Alternativen – kostspielig, anstrengend, zeitaufwendig.
Längere Abwesenheit, höhere Kosten: Was vorher ein schneller Tagesausflug war, wird zur aufwendigen Reise mit Flug, Hotel und zwei Übernachtungen oder mehr. Das kann leicht 10.000–20.000 Baht kosten, statt der früheren 500–1.000 Baht.
Warum die Marine so hart bleibt
Der Sprecher warnte auch, dass die Verbreitung solcher Gerüchte die Öffentlichkeit verwirren könne und möglicherweise „Stimmungen von jenseits der Grenze“ anheizen soll. Die Behörden würden der Sache nachgehen und rechtliche Schritte einleiten.
Eine Marine-Quelle betonte: Jede Entscheidung über eine Grenzöffnung müsse „aus allen Dimensionen“ sorgfältig geprüft werden, wobei Sicherheit Priorität hat. Bisher hat Kambodscha auch kein offizielles Ersuchen gestellt.
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Das Doppelspiel aus Phnom Penh
Frühere Berichte deuteten an, dass Kambodschas Senatspräsident Hun Sen ein Öffnungssignal geben könnte. Das Gerücht, dass Thailand bald nachzieht, entstand wahrscheinlich aus diesen Meldungen.
Doch während Kambodscha vielleicht flexibler wird, bleibt Thailand hartnäckig. Für deine Visum-Planung heißt das: Rechne mit den teuren Varianten. Die schnelle Grenzalternative ist passé.
Kein offizielles Ersuchen, keine Zeitlinie
Laut Marine-Angaben hätte Kambodscha überhaupt erst ein Ersuchen über offizielle Kanäle (Grenzverteidigungskommando, dann Marine, Verteidigungsminister und Regierung) einreichen müssen. Das ist bislang nicht geschehen.
Das bedeutet: Es gibt nicht einmal einen informellen Prozess, der in Gang wäre. Die Grenze bleibt geschlossen, und es gibt für dich keine Perspektive auf Änderung in absehbarer Zeit.
Was du jetzt tun kannst
Für dein Visums-Management brauchst du einen Plan B: Malaysia-Run per Flug (etwas günstiger), Laos-Run per Bus (länger, aber billiger), oder schon jetzt an ein längerfristiges Visa denken – Non-OA Retirement, Marriage Visa, Elite Membership.
Die Tage des schnellen Kambodscha-Tagesausflugs sind vorbei.
Deine Erfahrung
Wie verwaltest du dein Visum, seit die Kambodscha-Route wegfiel? Malaysia, Laos, oder hast du auf ein längerfristiges Visa umgestellt? Schreib uns deine Erfahrung.



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