Grippewelle in Thailand: 170.000 Infizierte und 16 Tote

Mit dem Beginn der Regenzeit droht eine verheerende Ausbreitung. Besonders Kinder stehen im Fokus der Behörden, während das Gesundheitsministerium verzweifelt vor den massiven Risiken warnt. Wie lässt sich der Ansturm stoppen?

Grippewelle in Thailand: 170.000 Infizierte und 16 Tote
ThaiRath

Thailand – Zwischen 1. Januar und 28. Mai wurden 171.731 Grippefälle registriert, 16 Menschen starben. Die Behörde für Krankheitskontrolle warnt vor einer weiteren Ausbreitung zu Beginn der Regenzeit und fordert Hygienemaßnahmen sowie jährliche Impfungen für Risikogruppen.

Zahlen, Meldung und Datengrundlage

Am 30. Mai 2026 übermittelte Nop. Montien Kanasawat, Generaldirektor der Behörde für Krankheitskontrolle, die aktuellen Daten aus dem digitalen Krankheitsüberwachungssystem (DDS) der Abteilung für Epidemiologie.

Im Erfassungszeitraum 1. Januar bis 28. Mai wurden kumuliert 171.731 Fälle und 16 Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl liegt unter dem Vorjahreswert, bleibt aber über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Wer trifft es am stärksten?

Die höchsten Erkrankungsraten finden sich bei Kindern: am stärksten betroffen sind die 5–9‑Jährigen, gefolgt von 0–4‑ und 10–14‑Jährigen.

Schulen und andere Orte mit Menschenansammlungen sind deshalb besonders betroffen, weil dort Übertragungen leichter stattfinden.

Dominanter Virusstamm

Als am häufigsten nachgewiesener Erreger wurde der sogenannte Stamm B identifiziert.

Die Behörde nennt die Kenntnis der vorherrschenden Variante als wichtigen Faktor für Tests, Überwachung und Impfempfehlungen.

Wie sich das Virus verbreitet und welche Symptome auftreten

Das Influenzavirus steckt andere über Husten, Niesen oder Kontakt mit Sekreten wie Nasen‑ und Speichelflüssigkeiten an.

Typische Symptome sind plötzliches hohes Fieber, Husten, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und starke Erschöpfung.

Risiken, Komplikationen und betroffene Gruppen

Bei Kleinkindern, älteren Menschen, Schwangeren und Patienten mit chronischen Krankheiten können schwere Komplikationen wie Lungenentzündung auftreten, die bis zum Tod führen können.

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Bisher wurden 16 Todesfälle gemeldet; die Behörde warnt daher vor erhöhtem Risiko für diese Gruppen und rät zur besonderen Vorsicht.

Konkrete Schutzmaßnahmen und Impfempfehlung

Nop. Direk Khampaen, stellvertretender Generaldirektor, fordert die Bevölkerung auf, fünf Hygieneregeln zu befolgen: Maske an überfüllten Orten oder bei ersten Symptomen, häufiges Händewaschen mit Seife oder Alkoholgel, Abstand halten und Kontakt mit Kranken vermeiden, bei Fieber, Husten oder Halsschmerzen Arbeit oder Schule sofort unterbrechen und isolieren sowie Impfung.

Die Behörde empfiehlt besonders den sieben Haupt-Risikogruppen eine jährliche Grippeimpfung, um schwere Verläufe zu verhindern.

Warnung vor der Regenzeit

Die Behörde für Krankheitskontrolle warnt, dass die Zahl der Patienten mit Beginn der Regenzeit voraussichtlich weiter stark ansteigen wird.

Der aktuelle Stand: 171.731 Fälle, 16 Todesfälle und klare Empfehlung zu Hygiene, Isolation bei Symptomen und jährlicher Impfung für Risikogruppen.

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Quelle: Thairath

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