PATTAYA – Wer als Erwachsener oder Senior in Thailand lebt, sollte seinen Impfschutz dringend überprüfen lassen. Das tropische Klima mit Hitze und Regen schafft ideale Bedingungen für Mücken und Infektionserreger. Dr. Thitima (Pakky) Kurupong warnte am 17. Juni vor dem Pattaya City Expats Club eindringlich vor acht Krankheiten, die hier besonders gefährlich werden können.
Klima als ständiger Risikofaktor
Thailands ganzjährige Wärme und die saisonalen Niederschläge begünstigen die Ausbreitung von Krankheitsüberträgern massiv. Mücken finden perfekte Brutbedingungen, und auch über Lebensmittel oder Wasser übertragene Erreger haben leichtes Spiel.
Dr. Pakky, Gründerin der DD Kids Clinic, betonte, dass Vorbeugung besser ist als Behandlung. Krankenhausaufenthalte, Behinderungen oder lange Erholungsphasen lassen sich durch rechtzeitige Impfungen oft vermeiden.
Acht Impfstoffe im Fokus
Die Ärztin stellte eine Liste von acht Impfungen vor, die für Expats und Senioren in Thailand besondere Aufmerksamkeit verdienen. Dazu gehören Schutzimpfungen gegen Influenza, Dengue, Japanische Enzephalitis, Pneumokokken, HPV, Tollwut, Hepatitis A und Gürtelrose.
Die Auswahl deckt Atemwegsinfektionen, durch Mücken übertragene Krankheiten sowie durch Nahrung und Wasser verbreitete Erreger ab. Einige davon werden mit zunehmendem Alter deutlich gefährlicher.
Influenza ist keine harmlose Erkältung
Die Grippe tritt in Thailand besonders während der Regenzeit und in den kühleren Monaten auf. Viele unterschätzen sie, doch sie kann zu Lungenentzündung führen oder chronische Leiden massiv verschlimmern.
Für Menschen über 65 Jahre stehen höher dosierte Impfstoffe zur Verfügung. Sie bieten einen stärkeren Schutz und sind laut Dr. Pakky gerade für ältere Erwachsene jährlich empfehlenswert.
Dengue bleibt die große Sorge
Bei diesem Thema wurde das Publikum besonders unruhig. Dengue ist in Thailand weit verbreitet, und eine Infektion mit einem der vier Stämme schützt nicht vor den anderen. Folgeinfektionen können sogar schwerer verlaufen.
Dr. Pakky beruhigte mit Blick auf den neueren Impfstoff Qdenga. Er gilt als sicherer, wirkt gegen alle vier Dengue-Stämme und unterliegt nicht mehr der früheren Altersgrenze von 60 Jahren.
Japanische Enzephalitis nicht unterschätzen
Diese ebenfalls von Mücken übertragene Krankheit ist seltener, aber potenziell verheerend. Sie wird häufiger mit ländlichen Gebieten in Verbindung gebracht, kommt aber auch anderswo vor.
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Schwere Fälle können zu Gehirninfektionen und dauerhaften neurologischen Schäden führen. Wer viel Zeit im Freien verbringt oder in landwirtschaftlichen Regionen lebt, sollte den Schutz ernst nehmen.
Pneumokokken treffen oft nach Viruserkrankungen zu
Die Pneumokokken-Impfung zielt auf Bakterien ab, die Lungenentzündung, Hirnhautentzündung und weitere schwere Infektionen auslösen können. Besonders tückisch ist der Erreger nach überstandenen Viruserkrankungen wie der Grippe.
Dr. Pakky empfahl die Impfung ausdrücklich für alle Erwachsenen über 50. Sie schützt nicht nur die Lunge, sondern beugt auch Nebenhöhlen- und Ohrenentzündungen vor.
HPV betrifft Männer und Frauen
Die HPV-Impfung wird oft nur mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht. Doch das Virus kann auch Rachen- und Analkrebs verursachen und betrifft beide Geschlechter.
Dr. Pakky drängte Erwachsene dazu, diese Impfung nicht zu übersehen. Sie biete eine zusätzliche Schutzschicht, während Vorsorgeuntersuchungen wie Pap-Abstriche weiterhin wichtig bleiben.
Tollwut durch streunende Tiere
In Thailand gibt es viele streunende Hunde und Katzen. Das Risiko einer Tollwutinfektion ist real, warnte die Ärztin.
Sie empfahl eine vorbeugende Impfung für alle, die mit Tieren arbeiten, eng mit ihnen leben oder viel Zeit draußen verbringen. Ein Biss kann fatale Folgen haben.
Hepatitis A trifft Erwachsene härter
Das Virus verbreitet sich über verunreinigte Lebensmittel, Wasser und direkten Kontakt mit Infizierten. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit oft deutlich schwerer als bei Kindern.
Für Ausländer und Langzeitbewohner Thailands gehört die Hepatitis-A-Impfung zur praktischen Grundausstattung. Die Übertragungswege sind im Alltag kaum zu kontrollieren.
Gürtelrose mit quälenden Schmerzen
Die Gürtelrose-Impfung empfahl Dr. Pakky eindringlich für alle über 50. Die Erkrankung verursacht einen blasenbildenden Ausschlag mit intensiven, stechenden oder brennenden Schmerzen.
Ein Club-Mitglied berichtete von eigenen Erfahrungen. Obwohl der Ausschlag meist in zwei bis vier Wochen abheilt, können langfristige Komplikationen wie anhaltende Juckreiz-Attacken zurückbleiben.
Impflücken jetzt schließen lassen
Neben Impfungen gehören regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, Hygiene und Bewegung zum gesunden Altern in Thailand. Dr. Pakkys zentrale Botschaft aber war eindeutig.
Erwachsene sollten ihren Impfstatus mit medizinischem Fachpersonal durchgehen und den Schutz an die Krankheiten anpassen, denen sie in Thailand tatsächlich begegnen. Ein Video des Vortrags wird auf dem YouTube-Kanal des Pattaya City Expats Club bereitgestellt.



Ich kann die aufkommende Schnappatmung der Impfgegner fast schon spüren… 😂