Eklat in Chiang Mai: Tourist zertrampelt Burger aus Wut

Weil er sich beim Anstehen übergangen fühlte, lässt ein Gast seinem Zorn vor den Augen der Mitarbeiter freien Lauf. Die Polizei ermittelt, doch wie geht die Story aus?

Eklat in Chiang Mai: Tourist zertrampelt Burger aus Wut
Chiang Mai News

CHIANG MAI – In einem Burgerladen am Night Bazaar ist ein Streit um die Warteschlange völlig aus dem Ruder gelaufen. Ein chinesischer Tourist warf seine fertige Bestellung auf den Boden und trat mit den Füßen darauf, weil er sich von einem Grab-Fahrer vorgedrängelt fühlte. Die allein arbeitende Mitarbeiterin stand unter Schock, der Ladenbesitzer schaltete die Touristenpolizei ein.

Wutausbruch vor laufender Kamera

Der Vorfall ereignete sich am Abend des 12. Juli gegen 21:47 Uhr in der Filiale am Anusarn-Markt. Ein Überwachungsvideo zeigt, wie der Tourist die Tüte mit dem Essen auf den Boden wirft und dann gezielt darauf tritt. Anschließend tritt er mehrfach darauf herum, während die Mitarbeiterin und ein Grab-Fahrer fassungslos zusehen.

Auslöser war eine Bestellung des Lieferdienstes, die wenige Augenblicke vor ihm eingegangen war. Die Angestellte hatte dem Mann auf Englisch erklärt, dass sie die Aufträge strikt nach Eingang abarbeite. Trotzdem fühlte er sich übergangen und ließ seinen Frust an der Ware aus.

Allein im Laden – Mitarbeiterin unter Schock

Normalerweise arbeiten in der Filiale zwei Personen, an jenem Tag stand die Frau jedoch allein hinter der Theke. Der Ladenbesitzer zeigte sich tief getroffen: „Heute ist ein Tag, der mich als Besitzer sehr traurig macht – ich schreibe diesen Beitrag, um andere Gastronomen zu warnen und über den Vorfall zu berichten, der meiner Mitarbeiterin widerfahren ist.“

Die Frau sei schockiert gewesen und habe sich durch den Ausraster verletzt gefühlt. Der Chef betonte, es gehe ihm nicht um den Wert des zertretenen Essens, sondern um die Demütigung seiner Angestellten. Sie habe korrekt nach Warteschlange gearbeitet und sei dennoch zur Zielscheibe geworden.

Touristenpolizei schaltet sich ein

Der Besitzer konsultierte nach dem Vorfall die Touristenpolizei. Die Beamten gaben ihm Tipps, wie sich ähnliche Eskalationen künftig verhindern lassen. Die Ratschläge hat er bereits an sein Team weitergegeben.

Sollte es noch einmal zu einem solchen Zwischenfall kommen, kann der Laden künftig direkt die Hotline der Touristenpolizei rufen. Der Besitzer zeigte sich dankbar für die schnelle und praktische Hilfe der Beamten.

Ladenbesitzer verteidigt sein Team

In dem Facebook-Post machte der Chef deutlich, dass er hinter seiner Mitarbeiterin steht. Der Laden behalte sich ausdrücklich das Recht vor, Kunden, die Gewalt anwenden oder das Personal bedrohen, den Service zu verweigern. „Wir Unternehmer und Restaurantmitarbeiter sind auch nur Menschen mit Gefühlen und kein Sandsack für irgendjemanden“, hieß es.

Zugleich bedankte er sich bei den Umstehenden, dem Grab-Fahrer und einem Mitarbeiter des benachbarten Roti-Ladens, die der Frau nach dem Vorfall Mut zugesprochen und beim Aufräumen geholfen hatten.

Soziale Medien verurteilen den Ausraster

Nachdem der Clip online ging, verbreitete er sich rasch. Zahlreiche Nachrichtenseiten griffen die Überwachungsaufnahmen auf. In den Kommentaren hagelte es Kritik – das Verhalten des Touristen sei respektlos und in einem fremden Land völlig inakzeptabel.

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Viele Nutzer forderten, die zuständigen Behörden müssten die Person ausfindig machen und für den Vorfall zur Verantwortung ziehen. Der Besitzer selbst hatte bereits unmittelbar nach der Tat Bilder der zerstörten Ware erhalten und den Fall öffentlich gemacht, um andere Wirte zu sensibilisieren.

Dank an Helfer und klare Ansage für die Zukunft

Der Ladeninhaber betonte, dass die allermeisten Kunden freundlich seien – auch wenn es immer wieder kleine Unstimmigkeiten beim Verständnis der Warteschlangen-Logik gebe. Grab-Bestellungen haben separate Nummern, was bei Laufkundschaft leicht zu Missverständnissen führe.

Für den unwahrscheinlichen Wiederholungsfall gilt jetzt eine Null-Toleranz-Linie: Wer randalieren, Personal bedrohen oder Eigentum zerstören, fliegt raus. Die Mitarbeiterin wird nicht allein gelassen – und der Laden will solche Szenen nie wieder erleben.

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Quelle: Chiang Mai News

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