Zika-Alarm nach Thailand-Reisen: Behörden warnen vor Infektionen

Zwei Urlauber infizierten sich bei ihrem Aufenthalt mit dem gefährlichen Virus. Die rasant steigenden Fallzahlen alarmieren nun Experten. Droht Schwangeren und Reisenden in Südostasien jetzt eine völlig neue Gefahr?

Zika-Alarm nach Thailand-Reisen: Behörden warnen vor Infektionen
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BANGKOK/LONDON – Mehrere Zika-Infektionen bei Rückkehrern aus Thailand alarmieren britische Gesundheitsbehörden. In der ersten Jahreshälfte 2026 zählte die UK Health Security Agency bereits neun importierte Fälle im Vereinigten Königreich – mehr als im gesamten Vorjahr. Thailand steht dabei mit zwei bestätigten Reise-Assoziationen auf Platz zwei der Expositionsorte.

Neun Zika-Fälle in nur sechs Monaten

Die UK Health Security Agency (UKHSA) registrierte zwischen Januar und Juni 2026 insgesamt neun Zika-Virus-Infektionen bei Reisenden. Im gesamten Jahr 2025 waren es nur sieben Fälle gewesen.

Sämtliche Infektionen wurden im Ausland erworben. Indonesien führt die Liste mit vier Fällen an, Thailand folgt mit zwei Erkrankungen auf Rang zwei. Einzelfälle verzeichnen Malaysia, die Malediven und Singapur.

Kein lokaler Ausbruch in Thailand

Die UKHSA betont, dass die zwei mit Thailand assoziierten Fälle nicht auf eine lokale Ausbreitung des Virus im Land hindeuten. Die Zahlen spiegeln vielmehr Reisebewegungen wider.

Für Touristen, Expats und Langzeitbewohner bleibt die Meldung dennoch eine deutliche Erinnerung: Durch Mücken übertragene Krankheiten sind in tropischen Gebieten ein handfestes Gesundheitsrisiko.

Gefahr für Ungeborene

Zika wird primär durch den Stich infizierter Mücken übertragen, seltener auf sexuellem Weg. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht. Viele Infizierte zeigen milde oder gar keine Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, gereizte Augen, Gelenkschwellungen und Hautausschlag.

Die grösste Sorge gilt Schwangeren. Eine Infektion kann schwere Hirnschäden beim ungeborenen Kind verursachen. Die UKHSA rät Frauen mit Kinderwunsch oder bestehender Schwangerschaft, vor Reiseplänen ärztlichen Rat einzuholen.

Chikungunya und Dengue auf dem Vormarsch

Das aktuelle Reise-Gesundheits-Update der Behörde verzeichnet auch bei anderen Mückenkrankheiten einen Anstieg. Zwischen Januar und Juni 2026 wurden 59 Chikungunya-Fälle gemeldet – doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum 2024. Die meisten Infektionen gehen auf Sri Lanka zurück.

Bei Dengue meldete die UKHSA allein im Juni 34 Fälle, in den ersten sechs Monaten des Jahres summierten sich die Erkrankungen auf 137. Schwere Verläufe können Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, Atemnot und Blut in Erbrochenem oder Stuhl verursachen.

Schutzmassnahmen für Tropenreisende

Dr. Hilary Kirkbride, beratende Epidemiologin und Leiterin für Reisegesundheit bei der UKHSA, warnt: Auch wer ein Land schon mehrfach besucht hat, besitzt keinen natürlichen Schutz wie dauerhafte Bewohner. Vorsichtsmassnahmen sind bei jeder Reise nötig.

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Die Behörde empfiehlt Insektenschutzmittel, hautbedeckende Kleidung und behandelte Moskitonetze. Besondere Wachsamkeit gilt in der Nähe von stehendem Wasser sowie in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden, wenn Mücken besonders aktiv sind.

Reise-Check vor dem Abflug

Die UKHSA verweist Reisende auf das Portal TravelHealthPro für länderspezifische Impf- und Medikamentenempfehlungen. Dort finden sich auch Hinweise zu Malariatabletten, wo diese sinnvoll sind.

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Quelle: AseanNow

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