SURAT THANI, THAILAND – Die thailändische Sonderermittlungsbehörde DSI weitet ihre Untersuchungen zu mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei Treibstoffbeständen und Öltransporten aus. Im Fokus stehen ein Öldepot in Surat Thani sowie auffällige Abweichungen bei Seetransporten von Raffinerien im Osten des Landes.
DSI kündigt Inspektion und Vorladungen an
Das Department of Special Investigation (DSI) will am Montag ein Öldepot in Surat Thani inspizieren und Führungskräfte mehrerer Öltransport-Unternehmen vorladen.
Die Maßnahmen sind Teil einer ausgeweiteten Untersuchung zu mutmaßlicher Treibstoff-Hortung sowie Unregelmäßigkeiten bei Öllieferungen.
Drei Fälle auf dem Tisch – einer bereits als „Special Case“ registriert
Pol Maj Woranan Srilam, Direktor der Abteilung für Verbraucherschutzfälle und DSI-Sprecher, erklärte, das Special Case Committee habe drei ölbezogene Fälle zur Prüfung angenommen.
Einer dieser Fälle wurde bereits formell als Sonderfall registriert, während die weiteren Vorgänge noch in der Ermittlungsphase sind.
Öldepot Surat Thani: Auffällige Verkaufszahlen trotz landesweiter Knappheit
Der erste Fall ist als Special Case Nr. 59/2026 registriert und betrifft ein Öldepot in Surat Thani, bei dem Behörden Unregelmäßigkeiten in der Treibstoffverteilung festgestellt haben.
Demnach habe das Depot im Februar 2,1 Millionen Liter Öl verkauft, im März jedoch nur 400.000 Liter – obwohl es in diesem Zeitraum landesweit zu Treibstoffknappheit gekommen sei.
Abgleich der Bestände mit dem Energieministerium
Am Freitag trafen DSI-Ermittler das Department of Energy Business, um sämtliche Bestandszahlen zu verifizieren.
Damit sollen die gemeldeten Lager- und Abgabemengen überprüft und mögliche Abweichungen nachvollziehbar dokumentiert werden.
Vor-Ort-Termin am Montag: Zeugenbefragungen und Aktenübernahme
Für Montag ist der Besuch der Ermittler im Depot angesetzt, bei dem Zeugen befragt werden sollen.
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Zudem will die DSI die Ermittlungsakte offiziell von der örtlichen Polizei übernehmen und das Verfahren zentral weiterführen.
Zweiter Komplex: Verdacht auf Unregelmäßigkeiten beim Öltransport
Der zweite Fall ist weiterhin in Untersuchung und dreht sich um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten beim Transport von Öl.
Behörden stießen dabei auf Abweichungen in insgesamt 20 Öllieferungen, die per Schiff von Raffinerien in Ostthailand nach Surat Thani transportiert wurden.
Millionen Liter „verschwunden“ – und am Ziel plötzlich mehr als am Start
Nach ersten Schätzungen sollen während des Transports 57 bis 60 Millionen Liter Öl als fehlend gemeldet worden sein.
Gleichzeitig wirkte die am Zielort erfasste Menge höher als die am Ausgangspunkt registrierte – ein Widerspruch, der nun aufgeklärt werden soll.



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