Bangkok Frau wirft Chinesen 4 Stunden Misshandlung vor

Eine 31-jährige Frau hat in Bangkok Anzeige gegen einen ausländischen Mann erstattet, dem sie Freiheitsberaubung und schwere Körperverletzung vorwirft. Die Polizei ermittelt und hat die Einwanderungsbehörde eingeschaltet.

Bangkok Frau wirft Chinesen 4 Stunden Misshandlung vor
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Bangkok, Thailand – Eine 31-jährige Frau hat bei der Polizei Anzeige gegen einen chinesischen Staatsbürger erstattet, dem sie vorwirft, sie in einem Condominium in Bangkok festgehalten und misshandelt zu haben. Die Behörden ermitteln, werten CCTV-Aufnahmen aus und haben die Einwanderungsbehörde eingeschaltet, um den Verdächtigen zu überwachen.

Anzeige und Hintergrund der Bekanntschaft

Die Betroffene, als Pimphilai identifiziert, gab am 18. April bei der Hua-Mak-Polizeistation eine ergänzende Aussage zu Protokoll. Der Fall wurde zuvor über eine thailändische Social-Media-Seite öffentlich bekannt und bezieht sich auf einen Vorfall in einem Condominium in Ramkhamhaeng 24.

Nach ihrer Darstellung kannte sie den Verdächtigen seit vier bis fünf Monaten. Er hatte sie mehrfach für Entertainment-Arbeit engagiert, ohne dass es in dieser Zeit zu Konflikten gekommen sei.

Ablauf: Einladung und Streit in Pattaya

Laut ihrer Schilderung bat der Mann sie am 6. April, im Condominium zu bleiben, und lud sie später nach Pattaya ein. Am Abend des 9. April seien beide zusammen ausgegangen und spät in der Nacht zurückgekehrt.

Als sie nach Hause fahren wollte, rief sie eine Freundin an. Der Verdächtige habe das Gespräch aufgezeichnet und übersetzt und sei daraufhin in Streit mit ihr geraten, weil er glaubte, sie wolle frühzeitig abreisen.

Vorwürfe: Körperverletzung über mehrere Stunden

Die mutmaßliche Attacke habe laut Anzeige gegen 5.30 Uhr begonnen und bis etwa 9.00 Uhr angedauert. Die Frau schilderte schwere Körperverletzungen sowie Freiheitsberaubung, die ihr ein Verlassen des Zimmers unmöglich gemacht hätten.

Außerdem habe der Mann während des Vorfalls so gewirkt, als stehe er unter dem Einfluss von Betriebsmitteln. Eine weitere Person soll im Zimmer anwesend gewesen, aber nicht eingeschritten sein.

Krankenhaus und erste Reaktion der Behörden

Nach dem Vorfall wurde sie vom Verdächtigen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie behandelt wurde. Anschließend erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Pimphilai äußerte Bedenken zur Bearbeitung des Falls und berichtete, dass eine Mediation vorgeschlagen worden sei. Das Entschädigungsangebot des Verdächtigen habe die angefallenen Behandlungskosten bei Weitem nicht abgedeckt.

Schutzbedürfnis und Forderung nach Strafverfolgung

Die Frau erklärte, sich weiterhin nicht sicher zu fühlen. Sie forderte die Polizei auf, den Fall konsequent zu verfolgen, und beantragte Schutzmaßnahmen für ihre Person.

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Sie betonte, sie wolle ähnliche Vorfälle gegen andere Frauen verhindern und erwarte eine lückenlose Aufklärung durch die Behörden.

Ermittlungsstand: Vorladung, CCTV und Immigration

Die Hua-Mak-Polizei hat die Einwanderungsbehörde eingeschaltet, um den Verdächtigen zu überwachen. Laut Polizei befinde er sich weiterhin in Thailand und zeige keine Anzeichen, das Land verlassen zu wollen.

Beamte sichern CCTV-Aufnahmen und befragen Zeugen. Eine Vorladung des Verdächtigen ist in Vorbereitung; bei Nachweis von Drogenkonsum würden weitere Straftatbestände geprüft. Am Flughafen Suvarnabhumi wurde unterdessen ein anderer Verdächtiger in einem separaten Fall festgenommen, dem ein Übergriff auf eine Frau in Phuket sowie Diebstahl vorgeworfen wird.

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Quelle: Thaiger

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