MAE HONG SON, THAILAND – Nach einem Luftangriff der myanmarischen Luftwaffe nahe der Grenze schlug eine Bombe auf thailändischem Gebiet am Salween ein. Bewohner im Bezirk Sob Moei flohen aus Angst vor weiteren Angriffen, Verletzte wurden bislang nicht gemeldet.
Bombe landet in Thailand: Vorfall am Salween
Am Montag flohen Dorfbewohner entlang des Salween-Flusses im Bezirk Sob Moei, nachdem eine von Myanmar abgeworfene Bombe auf thailändischem Territorium einschlug.
Der Vorfall ereignete sich gegen 10.45 Uhr, als die myanmarische Luftwaffe Stellungen ethnischer Karen-Kräfte nahe der Grenze angriff.
Ziel der Angriffe: KNU-Positionen in Kayin State
Nach Angaben von Sicherheitsbehörden richteten sich die Luftschläge gegen Positionen der Karen National Union (KNU) im Kayin State, rund 500 Meter von der Grenze entfernt.
Die Angriffe fanden gegenüber von Ban Mae Sarm Lab im Bezirk Sob Moei statt, was die unmittelbare Nähe zur thailändischen Seite unterstreicht.
Eingesetzte Kampfjets und getroffene Orte
Myanmar soll laut Behörden Yak‑130- und MiG‑29-Kampfjets eingesetzt haben, um Ziele in Bu Tho Township im Distrikt Hpapun (Kayin State) zu bombardieren.
Genannt werden ein KNU-Krankenhaus sowie zwei nahegelegene Wohngebiete als Ziele der Bombardierung.
Neun Explosionen und ein Krater am Flussufer
Der Bezirkschef von Sob Moei, Khamphan Mokthaisong, berichtete, Dorfbewohner hätten bis zu neun Explosionen gezählt.
Eine Bombe habe das Ziel überflogen und sei auf der thailändischen Seite am Ufer des Salween nahe Ban Mae Waen eingeschlagen, wo ein großer Krater entstand.
Keine bestätigten Opfer – aber große Angst
Auf thailändischer Seite wurden laut Bezirkschef weder Verletzte noch Sachschäden gemeldet.
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
Auch von der Karen-Seite gab es zunächst keine bestätigten Berichte über Opfer oder Schäden, dennoch löste die Explosion Panik aus.
Evakuierung nach Huai Kong Kad
Soldaten des 36. Ranger-Regiments und Vertreter der Tambon-Verwaltung Mae Sarm Lab evakuierten Dutzende Bewohner aus Ban Mae Sarm Lab.
Die Menschen wurden in eine Unterkunft in Huai Kong Kad gebracht, etwa sieben Kilometer von der Grenze entfernt.
Behörden beobachten Lage und bereiten weitere Hilfe vor
Pongpipat Meebenjamas, Leiter der Tambon Administrative Organisation (TAO) Mae Sarm Lab, erklärte, Ranger, Polizei und lokale Behörden würden die Situation eng überwachen.
Man bereite sich darauf vor, bei Bedarf weitere Evakuierungen zu unterstützen, falls es zu erneuten Angriffen in Grenznähe kommt.
Deine Meinung
Wie sollte Thailand deiner Ansicht nach reagieren, wenn Kampfhandlungen aus Myanmar auf thailändisches Gebiet übergreifen?
Schreib uns in die Kommentare, ob du stärkere Schutzmaßnahmen an der Grenze erwartest oder ob humanitäre Hilfe und Evakuierungspläne jetzt Priorität haben sollten.



Wichtiger Hinweis für unsere Leser
Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln: