Visa-Schock: USA verlangen offene Social-Media-Profile

Wer ein US-Visum will, muss jetzt alle Social-Media-Profile auf „öffentlich“ stellen – sonst droht Verzögerung. Was passiert ohne Accounts?

Visa-Schock: USA verlangen offene Social-Media-Profile
U.S. Embassy Bangkok

BANGKOK, THAILAND – Die US-Botschaft in Bangkok verlangt ab sofort von vielen US-Visumantragstellern, ihre Social-Media-Konten für die Überprüfung auf „öffentlich“ zu stellen. Wer nicht mitmacht, muss laut Botschaft mit Verzögerungen bei der Bearbeitung rechnen.

Neue Vorgabe der US-Botschaft in Bangkok

Die US-Botschaft in Bangkok teilte am Montag mit, dass alle US-Visumantragsteller ihre Social-Media-Accounts für das Screening auf „public“ (öffentlich) setzen müssen.

Die Regel gilt mit sofortiger Wirkung und wurde von der Botschaft über ihren Facebook-Auftritt bekanntgegeben.

Ziel: Identität und Zulässigkeit prüfen

Nach Angaben der Botschaft soll die öffentliche Sichtbarkeit der Konten die Überprüfung ermöglichen, um die Identität der Antragsteller zu bestätigen.

Außerdem diene das Screening dazu, die „rechtliche Zulässigkeit“ für eine Einreise in die USA nach US-Recht zu beurteilen.

Welche Visa-Kategorien betroffen sind

Betroffen sind laut Botschaft unter anderem Antragsteller für A-3, C-3 (wenn als Hausangestellte), G-5 sowie H1-B, H-3 und die abhängigen H-4-Visa von H-1B und H-3.

Ebenso genannt werden F, M, J, K-1, K-2, K-3, Q, R-1, R-2, S, T und U als Non-Immigrant-Visa, für die die Social-Media-Privatsphäre angepasst werden muss.

Konsequenzen bei Nichtbefolgung

Die Botschaft erklärte, dass Antragsteller die Privatsphäre-Einstellungen auf allen Social-Media-Konten auf „öffentlich“ stellen müssen, um die notwendige Überprüfung zu erleichtern.

Wer die Vorgabe nicht erfüllt, muss laut Mitteilung damit rechnen, dass sich die Bearbeitung des Visumantrags verzögert.

Gemischte Reaktionen in den Kommentaren

Unter dem Facebook-Post der Botschaft fielen die Reaktionen gemischt aus: Viele Nutzer kritisierten die Maßnahme als Eingriff in die Privatsphäre und als Gefahr für Bürgerrechte.

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Andere stellten Fragen zur Transparenz der Regel und dazu, was mit Antragstellern passiert, die gar keine Social-Media-Konten nutzen.

Auch Zustimmung für strengere Kontrollen

Ein kleinerer Teil der Kommentierenden sprach sich hingegen für strengere Überprüfungen im Visaprozess aus.

Die Botschaft selbst verwies in der Mitteilung vor allem auf den Zweck der Überprüfung im Rahmen der US-Gesetze.

Deine Meinung

Wie bewertest du die neue Vorgabe der US-Botschaft: notwendige Sicherheitsmaßnahme oder unverhältnismäßiger Eingriff in die Privatsphäre?

Schreib uns in die Kommentare, ob du glaubst, dass solche Social-Media-Screenings fair und transparent umgesetzt werden können – und wie mit Menschen ohne Social-Media-Profile umgegangen werden sollte.

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Quelle: Bangkok Post Thailand

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