KHON KAEN, THAILAND – Ein 54-jähriger Polizeiunterleutnant hat in einem Restaurant im Bezirk Phra Yuen seine geschiedene Ehefrau erschossen. Nach der Tat rief er selbst die Polizei und wartete auf seine Festnahme. Er befindet sich in Untersuchungshaft.
Schuss in einem Restaurant in Phra Yuen
Der Vorfall ereignete sich am Abend in einem Grillrestaurant im Bezirk Phra Yuen, Provinz Khon Kaen. Der Beamte, in Berichten als Tschutschat bezeichnet, suchte dort seine frühere Ehefrau Pattaja auf. Die 50-Jährige war als Dorfvorsteherin in der Region bekannt.
Pattaja erlag ihren Verletzungen noch am Tatort. Rettungskräfte, die kurz nach der Tat eintrafen, konnten ihr nicht mehr helfen. Die Polizei sicherte den Tatort und leitete sofort eine Untersuchung ein.
Täter stellte sich selbst
Tschutschat verließ den Tatort nach der Tat nicht, sondern alarmierte selbst seine Kollegen. Er wartete auf die eintreffenden Beamten und leistete keinen Widerstand bei seiner Festnahme. Das zuständige Revier übernahm die Ermittlungen.
Am folgenden Montag wurde der Beschuldigte dem Gericht in Khon Kaen vorgeführt. Er machte bei der Einlieferung keine öffentlichen Aussagen. Seine Verwandten waren kurz vor dem Gerichtstermin bei ihm.
Geständnis und Motiv
Bei der ersten Vernehmung legte Tschutschat ein umfassendes Geständnis ab. Als Hintergrund nannte er einen seit der Scheidung vor einem Jahr anhaltenden Streit über gemeinsame Schulden sowie Eifersucht wegen der neuen Beziehung seiner Ex-Frau.
Laut Ermittlungsleiter war der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt nicht alkoholisiert. Die Staatsanwaltschaft prüft die Anklagevorwürfe, darunter vorsätzliche Tötung. Eine Verurteilung kann in Thailand mit der Höchststrafe geahndet werden.
Reaktion der Familie
Angehörige des Beschuldigten besuchten ihn vor dem Gerichtstermin. Sein Onkel erklärte gegenüber Medien, man werde den rechtlichen Prozess abwarten. Über die Familie der Getöteten lagen zunächst keine öffentlichen Stellungnahmen vor.
Die Pattaya Mail und thailändische Medien berichteten, dass Tschutschat bei seiner Überführung angab, sich an Teile des Vorfalls nicht erinnern zu können. Die Aussage wird im Rahmen der Ermittlungen bewertet.
Häusliche Gewalt durch Bedienstete des Staates
Der Fall wirft erneut Fragen nach dem Umgang thailändischer Behörden mit Gewaltdelikten auf, die von Polizeibeamten begangen werden. Menschenrechtsorganisationen und Frauenschutzverbände fordern seit Jahren eine konsequentere interne Kontrolle und unabhängige Untersuchungen in solchen Fällen.
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Thailändische Strafverfolgungsbehörden haben in jüngerer Zeit Reformen angekündigt, um Beamte bei schweren Straftaten schneller aus dem Dienst zu entfernen. Ob und wie diese im vorliegenden Fall greifen, ist noch offen.



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