Pattaya, Thailand – In Pattaya hat die Banglamung-Polizei vier Verdächtige nur Stunden nach einem tödlichen Schuss in einer Gasse festgenommen. Das Opfer, ein bekannter Restaurantbesitzer, wurde aus nächster Nähe erschossen, die Tat von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Die Ermittler gehen nicht von einem Unfall aus und wollen wegen gemeinschaftlichen Mordes und Verstößen gegen das Waffengesetz vorgehen.
Tödlicher Schuss in Soi Sukhumvit Pattaya 15/12
Der Angriff ereignete sich am 10. Mai 2026 gegen 03:30 Uhr in der Soi Sukhumvit Pattaya 15/12. Apichai Manmuang, auch Nui genannt, 34 Jahre alt und Besitzer eines Restaurants im Issan-Stil, erlitt bei dem Vorfall lebensgefährliche Schussverletzungen und verstarb kurz darauf.
Das Opfer war mit seinem Neffen auf einem Motorrad unterwegs. Die Polizei sagt, die Tat sei klar von einer Überwachungskamera erfasst worden. Der Neffe des Opfers teilte der Polizei mit, dass sein Onkel kurz vor der Tötung eine Chat-Nachricht von einer Frau erhalten hatte, die das Treffen arrangierte.
Weiße Honda City und schnelle Festnahme
Auf den Aufnahmen war zu sehen, wie eine weiße Honda City mit Bangkok-Kennzeichen heranfuhr und wartete. Als Apichai ankam, stürmte ein Angreifer vor, griff ihn an und feuerte den tödlichen Schuss ab.
Bis 13:00 Uhr desselben Tages stellte sich die vierköpfige Gruppe der Polizei. Pol. Col. Sarawut Nuchnarart, Chef der Banglamung Polizeistation, und Pol. Lt. Col. Yongyut Wan Nuea, stellvertretender Leiter der Ermittlungen, leiteten das Team, das die Festnahmen vornahm.
Die vier Verdächtigen im Auto
Als mutmaßlicher Schütze wurde Kitti Jaisue, 32, auch Peem genannt, genannt. Ebenfalls festgenommen wurden Siriwimon Singprakhon, 24, Panphatsak Chertchu, 34, alias Nik, und Phongthorn Chonbut, 33, alias New.
Laut Polizei saß Siriwimon vorne auf dem Beifahrersitz, Panphatsak hinten hinter dem Fahrer und Phongthorn hinten rechts. Kitti soll am Steuer gesessen haben. Die Ermittler stellten fest, dass vier Personen im Auto waren, wobei Kitti Jaisue fuhr, Siriwimon Singprakhon vorne saß und die anderen beiden hinten, und Beweise stark darauf hindeuten, dass alle über den Plan Bescheid wussten und nicht nur mitfuhren, wie einige Verdächtige behaupteten.
Waffe und Fluchtwagen sichergestellt
Die Beamten stellten die Tatwaffe sicher: eine halbautomatische Colt-.380-Pistole mit drei Patronen im Magazin. Auch die weiße Honda City mit dem Kennzeichen Bangkok 2กณ 2889 wurde beschlagnahmt.
Die Pistole wurde in einem Wohnhaus in der Soi Nong Yai 8 gefunden. Damit hat die Polizei nun die beiden wichtigsten Beweisstücke in den Händen.
Streit um den Ablauf der Tat
Siriwimon sagte aus, sie habe den Kontakt zum Opfer auf Druck ihres Freundes Kitti hergestellt. Sie erklärte, sie kenne Apichai seit etwa vier Jahren als engen Bekannten und sei seit drei Monaten mit Kitti zusammen. Siriwimon Singprakhon gab an, dass Kitti Jaisue sie beim Schlafen sah, wie das Opfer sie anrief, eifersüchtig wurde und sie zwang, dem Opfer eine Nachricht zu schicken, um das Treffen zu arrangieren. Sie behauptete, sie habe ursprünglich geglaubt, es gehe nur darum, Missverständnisse auszuräumen, und wusste nicht, dass ihr Freund bewaffnet war.
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Kitti wiederum behauptete, er habe aus Eifersucht gehandelt. Nach seiner Darstellung habe sich der Schuss bei einem Handgemenge versehentlich gelöst; die Polizei zweifelt das an. Kitti Jaisue bestand darauf, dass seine Freundin und die beiden anderen Männer nicht wussten, dass er eine Schusswaffe bei sich hatte. Nach der Schießerei sagte er, er sei schockiert gewesen, habe gebetet, dass das Opfer überleben würde, während er floh, und habe sich später aus Reue ergeben.
Ermittlungsergebnisse und nächste Schritte
Panphatsak und Phongthorn gaben an, nichts von den Absichten des Schützen gewusst zu haben. Die Ermittler gehen dennoch davon aus, dass die vier nicht zufällig zusammen im Wagen saßen. Die anderen beiden Männer, Panphatsak Chertchu und Phongthorn Chonbut, sagten der Polizei, sie seien Freunde und Nachbarn des Schützen und seien nur mitgefahren, ohne zu wissen, was passieren würde. Sie behaupteten, sie hätten nicht erwartet, dass die Situation zu einem Mord eskalieren würde.
Die Banglamung-Polizei bereitet Anklagen wegen gemeinschaftlichen Mordes und Verstößen gegen das Waffengesetz vor. Was denkst du darüber? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare.



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