BANGKOK, THAILAND – Die thailändische Grenzpolizei hat am Flughafen Suvarnabhumi einen kanadischen Staatsbürger gefasst. Der Mann soll ein führender Kopf eines internationalen Drogenrings sein. Die Ermittler stoppten ihn in letzter Sekunde, als er aus dem Land fliehen wollte.
Großeinsatz am Flughafen
Beamte der Einwanderungsbehörde kesselten den 37-jährigen En Gie Wesli Wai Tschun in der Abflughalle ein. Der Kanadier stand gerade in der Schlange am Check-In-Schalter für einen Flug nach Malaysia. Viele Reisende beobachteten den dramatischen Einsatz der Fahnder.
Die Polizei durchsuchte den Verdächtigen und sein gesamtes Gepäck gründlich nach verbotenen Substanzen. Bei dieser Kontrolle fanden die Beamten zwar keine aktuellen Drogen. Dennoch klickten die Handschellen sofort, da gegen den Mann ein internationaler Haftbefehl vorlag.
Flucht aus dem Ferienparadies
Zuvor hatte sich der mutmaßliche Drogenschmuggler in einem Mietshaus im Urlaubsort Pattaya versteckt. Er war erst wenige Tage zuvor mit einem Touristenvisum nach Thailand eingereist. Die Polizei war ihm jedoch bereits dicht auf den Fersen und überwachte seine Schritte.
Als der Verdächtige ein Taxi rief und über die Autobahn Richtung Bangkok raste, nahmen die Ermittler die Verfolgung auf. Die Beamten wussten, dass er versuchen würde, sich ins Ausland abzusetzen. Am Flughafen schnappte die Falle schließlich zu.
Drogen für Südkorea
Der Mann wird von den Behörden in Südkorea seit Jahren händringend gesucht. Er gilt als wichtiger Drahtzieher in einem Netzwerk, das chemische Drogen weltweit verschickt. Besonders eine Tat im Jahr 2017 brachte die Ermittler auf seine Spur.
Damals soll er ein Paket mit 20.000 Ecstasy-Tabletten per Kurierdienst nach Busan geschickt haben. Die südkoreanische Polizei schaltete daraufhin Interpol ein. Seitdem stand der Kanadier auf der Liste der meistgesuchten Verbrecher mit einem sogenannten Roten Hinweis.
Abschiebung in Handschellen
Der Festgenommene wird nun in Thailands Hauptstadt festgehalten und auf seine Ausreise vorbereitet. Die thailändischen Behörden arbeiten eng mit den südkoreanischen Kollegen zusammen. Er soll so schnell wie möglich an die Justiz in Südkorea übergeben werden.
Ihm droht dort ein harter Prozess wegen des gewerbsmäßigen Schmuggels von Betäubungsmitteln. Die Ermittler prüfen zudem, ob er während seines Aufenthalts in Thailand weitere Kontakte zu lokalen Drogenbanden geknüpft hat. Das Mietshaus in Pattaya wird derzeit noch untersucht.



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