Todesangst bei Bolt-Fahrt: Schülerin springt von fahrendem Motorrad 

Eine Schülerin in Bangkok sprang während einer Bolt-Fahrt von einem fahrenden Motorrad, nachdem der Fahrer ihr Ziel ignoriert hatte. Der Verdächtige wurde später festgenommen und positiv auf Drogen getestet.

Todesangst bei Bolt-Fahrt: Schülerin springt von fahrendem Motorrad
Photo via Facebook/ เบื่อเมีย Daily and ข่าวทั่วไทย บนพื้นฐานความจริง

BANGKOK, THAILAND – Eine Schülerin ist in Bangkok während einer gebuchten Motorradfahrt über die App Bolt von dem fahrenden Fahrzeug abgesprungen, nachdem der Fahrer ihr Fahrziel übergangen hatte. Die Polizei nahm den Verdächtigen noch am selben Tag fest.

Fahrt führt nicht zum Ziel

Die Schülerin buchte die Fahrt über die App Bolt im Bereich Rama 2 in Bangkok. Das eingetroffene Fahrzeug entsprach nicht der Beschreibung in der Buchung, sie stieg dennoch ein.

Unterwegs hielt der Fahrer an einer Zwischenstation an, um ein Kratom-Getränk zu kaufen. Die Jugendliche begann daraufhin, den Fahrer heimlich mit ihrem Mobiltelefon zu filmen.

Schülerin verlässt das Fahrzeug am Zielort

Als das Motorrad das Wohngebiet im Bezirk Bang Bon erreichte, verlangsamte der Fahrer nicht, sondern beschleunigte. Die Schülerin versuchte mit ihrem Mobiltelefon um Hilfe zu rufen; der Fahrer versuchte, ihr das Gerät wegzunehmen.

Die Schülerin sprang daraufhin vom Motorrad ab. Umstehende Verkehrsteilnehmer leisteten sofort erste Hilfe. Der Fahrer entfernte sich vom Ort des Vorfalls, ohne anzuhalten.

Verdächtiger innerhalb von Stunden identifiziert

Die Polizei identifizierte den Verdächtigen als den 22-jährigen Tin Chaoklong. Ermittlungen ergaben, dass er das Bolt-Konto seines Vaters ohne dessen Wissen für Fahrten genutzt hatte.

Bei seiner Vernehmung gab Tin Chaoklong an, regelmäßig Cannabis und Kratom zu konsumieren. Als Grund für das Nicht-Anhalten nannte er die Verkehrssituation hinter ihm. Die Polizei leitete ein Drogenscreening ein.

Mehrere Anklagepunkte gegen den Fahrer

Die Polizei beschlagnahmte das Motorrad des Verdächtigen als Beweismittel. Ihm werden unter anderem Freiheitsberaubung vorgeworfen, worauf nach thailändischem Recht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren steht.

Zusätzliche Anklagepunkte betreffen das illegale Betreiben eines Fahrdienstes unter fremdem Konto sowie Gefährdung im Straßenverkehr. Ein Bußgeld und der Entzug der Fahrerlaubnis werden ebenfalls geprüft.

Sicherheitshinweise bei Fahrdienst-Apps

Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Fahrerverifizierung bei Fahrdienst-Apps auf. Bolt und vergleichbare Anbieter verlangen eigentlich eine Übereinstimmung zwischen registriertem Fahrer und tatsächlichem Fahrer – eine Kontrolle, die in diesem Fall offensichtlich versagte.

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Thailändische Verbraucherschutzorganisationen empfehlen Fahrgästen, vor dem Einsteigen Fahrzeug und Fahrerfoto in der App abzugleichen und bei Abweichungen die Fahrt abzulehnen und den Kundendienst zu kontaktieren.

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Quelle: Thaiger

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