PHUKET, THAILAND – Ein junger Mann schleppt ein geschütztes Plumplori an Thailands Strände. Touristen sollen für Fotos zahlen. Als Beamte ihn am 27. April abends in Karon stellen, zückt er zwei Messer und einen Haizahn-Schlagring!
Das süße Geschäft mit der Angst
Khao Phra Thaeo, das Wildschutzgebiet auf Phuket, bekommt immer wieder Hinweise. Ein Mann bietet Urlaubern ein sogenanntes „Nang Aye“ zum Knipsen an – einen Plumplori mit riesigen, verängstigten Augen.
Gemeinsam mit Polizisten der Station Karon, Verwaltungsbeamten und dem Abgeordneten Chalermpong Saengdee von der Volkspartei rücken Tierschützer am Abend an. Sie finden den Mann in der Unterbezirk Karon – das Tier in einer Umhängetasche gepfercht.
Messer raus, Schlagring gezückt!
Die Beamten geben sich zu erkennen. Der Mann rastet aus! Er reißt zwei Messer aus der Tasche und greift nach einem eisernen Schlagring in Hai-Zahn-Form.
Er will die Beamten attackieren – doch die bleiben ruhig, sichern die Situation und nehmen den wilden Tierschmuggler fest. Keiner der Einsatzkräfte wird verletzt.
Ein Leben in der Tasche
Das verstörte Plumplori überlebt den Albtraum. Beamte bringen es sofort in die Aufzuchtstation der Provinz Phang Nga.
Dort päppeln Pfleger das geschützte Tier auf. Später soll es zurück in den Dschungel – weit weg von Selfie-Sticks und Kamera-Blitzen.
Bis zu fünf Jahre Knast
Der Mann besitzt das Wildtier ohne Genehmigung. Das verstößt gegen das Artenschutzgesetz von 2019 und das Reservatgesetz von 1992.
Die Höchststrafe: 500.000 Baht oder fünf Jahre Gefängnis. Die Behörden betonen, dass sie bei Wildtier-Kriminalität keine Milde mehr zeigen.
Wer schützt die Wehrlosen?
Ein winziges Plumplori, das für ein paar Baht durch Koffer und Taschen geschleppt wird – wer das sieht, spürt Wut und Mitleid zugleich. Der Kerl hat keine Skrupel, zieht sogar Messer gegen Beamte, die das Tier retten wollen.
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