BANGKOK, THAILAND – Thaksin Shinawatra steht vor einem Wendepunkt. Der ehemalige Premierminister, 76, hat die Mindestzeit für eine Bewährung hinter Gittern abgesessen. Nur noch eine letzte Hürde trennt ihn von der Freiheit am 11. Mai.
Familie bangt vor dem Knast-Tor
Der Montag brachte den 59. Besuch der Familie im Zentralgefängnis Klong Prem. Angeführt von Bhanapoj Damapong, drängten sich die Angehörigen um den 76-Jährigen – mit dabei auch sein Rechtsanwalt Winyat Chatmontree.
Der Jurist spricht von einer „Wendepunkt“-Situation. Offen ist noch, ob Thaksin wegen seines Alters eine elektronische Fußfessel tragen muss. Die Entscheidung darüber steht noch aus.
Sieben Monate und 18 Tage weggesperrt
Seit dem 9. September 2025 sitzt der Politiker ein. Das Oberste Gericht hatte kassiert, dass ein sechsmonatiger Krankenhausaufenthalt nicht als Haftzeit zählt. Thaksin wanderte direkt in die Zelle.
Jetzt hat er zwei Drittel seiner Ein-Jahres-Strafe verbüßt – das absolute Minimum für eine vorzeitige Entlassung. Er gehört zu rund 500 Häftlingen, die für den großen Bewährungstermin infrage kommen.
Der 29. April bringt die Entscheidung
Ein Unterausschuss des Justizministeriums trifft sich an diesem Tag. Sie prüfen den Fall Thaksin und entscheiden endgültig über seine Freiheit. Der Bewährungsausschuss soll bereits grünes Licht gegeben haben.
Bei einem Ja würde Thaksin am Morgen des 11. Mai aus dem Gefängnis spazieren. Danach bleibt er vier Monate auf Bewährung – bis zum 9. September, dann ist die Strafe komplett getilgt.
„Er ist stabil" – Anwalt kämpft für Fairness
Thaksins Gesundheitszustand macht seinem Rechtsbeistand keine großen Sorgen. Der 76-Jährige nehme regelmäßig Medikamente, die Grunderkrankungen seien unter Kontrolle. Auch seine mentale Verfassung sei positiv.
Zu den Berichten über die bereits erfolgte Zustimmung des Bewährungsausschusses schwieg der Anwalt taktisch. Er forderte die Behörden aber auf, den Fall streng nach Fakten und ohne Ansehen der Person zu prüfen.
Ein alter Mann vor der Freiheit – was schulden wir ihm?
Hier geht es nicht nur um Paragrafen und Fristen. Ein 76-Jähriger mit angegriffener Gesundheit kommt nach sieben Monaten Haft frei – auf Bewährung. Wer entscheidet, ob das fair ist gegenüber all den anderen 500 Gefangenen, die ebenfalls hoffen?
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