Höhlen-Showdown: Polizei erschießt bewaffneten Ausländer

Nach zwei Wochen Terror und Drogenfunden trieb die Polizei den gesuchten Karen-Kämpfer in eine Falle. In der Höhle kam es zum tödlichen Feuergefecht.

Höhlen-Showdown: Polizei erschießt bewaffneten Ausländer
SiamRath

SAWI, CHUMPHON – Schüsse in einer dunklen Höhle! Ein von der Polizei gejagter Ausländer lieferte sich ein tödliches Feuergefecht mit Sicherheitskräften und starb.

Die Höllenjagd: Tödliches Feuergefecht in der Höhle

Es war 12.30 Uhr am Mittag des 28. April, als sich die Tragödie in der Provinz Chumphon ereignete. Zahlreiche Beamte, darunter Polizeioberstleutnant Somchai Bunkoet, riegelten eine Höhle im Bezirk Sawi ab.

Drinnen versteckte sich ein etwa 30 bis 35 Jahre alter Mann. Er hatte zuvor Dörfer terrorisiert und wurde per Haftbefehl gesucht. Die Höhle wurde zur tödlichen Falle.

Machete, Drogen und eine selbstgebaute Waffe

Am Höhleneingang entdeckten die Einsatzkräfte eine schwarze Tasche, eine Machete, eine Pfanne, einen Hut, eine Stirnlampe und ein Handy. Dazu kamen drei Drogenpillen und eine kurzläufige, selbstgebaute Pistole.

Die Waffe war geladen. Eine leere Hülse steckte noch im Lauf – der tödliche Schuss hatte sich bereits gelöst und einen Menschen das Leben gekostet.

Tränengas und 20 Minuten Kampf um die Bergung

Die Aktion zur Festnahme war dramatisch. Zuerst versuchten die Beamten stundenlang, den Mann zur Aufgabe zu überreden. Als er nicht reagierte, setzten sie Tränengas ein.

Der verzweifelte Täter feuerte plötzlich einen Schuss auf die Polizisten ab. Die Beamten schossen zurück – der Mann wurde tödlich getroffen. Die Bergung aus der acht Meter tiefen, engen Höhle dauerte wegen des beißenden Tränengasgeruchs über 20 Minuten.

Zwei Wochen Terror – ein ganzes Dorf in Angst

Der erschossene Mann, ein Angehöriger der Karen-Volksgruppe aus Myanmar, war kein Unbekannter. Schon vor 14 Tagen hatte er im Dorf Nummer sechs mehrere Einbrüche begangen und die Besitzer verletzt.

In seinem Unterschlupf fand der Gemeindevorsteher später 170 Drogenpillen und weitere sieben Schuss Munition. Über soziale Medien warnten die Dorfchefs die Bevölkerung und machten tagelang Jagd auf den ständig bewaffneten Flüchtigen.

Ein Dorf atmet auf, doch Gewalt hinterlässt Narben

Nach dem Tod des Kriminellen kehrt in den Dörfern vier und sechs von Thung Raya endlich wieder Ruhe ein. Kein bewaffneter Verbrecher streift mehr durch die Straßen und versetzt die Menschen in panische Angst.

Doch der Knall des tödlichen Schusses wird bei vielen Beteiligten noch lange nachhallen. Ein Leben wurde ausgelöscht – auch wenn es das eines Schwerverbrechers war. Der Schrecken für das Dorf ist vorbei, zurück bleibt die bittere Gewissheit, dass der Rechtsstaat auch mit härtesten Mitteln verteidigt wird.

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Quelle: SiamRath

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