Thailand – Das Innenministerium zieht im Kampf gegen ausländische Geschäftsleute ohne saubere Basis die Zügel an. Im Fokus stehen Fälle, in denen Ausländer thailändische Strohmänner nutzen, um Land, Immobilien und Unternehmen zu kontrollieren. Die Behörden sehen darin nicht nur ein Wirtschaftsproblem, sondern auch ein Risiko für organisierte Kriminalität und illegale Einflussnetzwerke.
Innenministerium macht Druck
Das Innenministerium verstärkt seine Maßnahmen gegen ausländische Staatsangehörige, die sich in Thailand niederlassen und mit Hilfe thailändischer Strohmänner lokale Unternehmen dominieren. Pasakorn Boonyalak, stellvertretender ständiger Sekretär des Ministeriums, leitete dazu am Dienstag ein Treffen mit mehreren Behörden.
Mit am Tisch saßen Vertreter der Königlich Thailändischen Polizei, des Einwanderungsbüros, des Board of Investment, des Anti-Geldwäsche-Büros und des Department of Special Investigation. Auch weitere zuständige Stellen waren eingebunden.
Kabinettsbeschluss vom 17. März als Grundlage
Die neue Linie geht auf einen Kabinettsbeschluss vom 17. März zurück. Damals wurde das Innenministerium als federführende Behörde bestimmt, um gegen Probleme rund um ausländische Ansiedlung und geschäftliche Dominanz in Thailand vorzugehen.
Pasakorn stellte klar, dass das Thema nicht liegen bleiben soll. Das Ministerium soll die Angelegenheit nun enger und koordinierter angehen.
Mehr Ausländer, mehr Kontrollen
Die Behörden beobachten einen deutlichen Anstieg von Ausländern, die in Thailand leben und Geschäfte betreiben. Als mögliche Gründe nennen sie weltweite Konflikte und Thailands Visumbefreiungspolitik.
Nach den bisherigen Untersuchungen nutzen manche Ausländer thailändische Staatsangehörige als Strohmänner, um Land und Eigentum zu erwerben oder Unternehmen zu führen. Genannt werden dabei Hotels, Krankenhäuser, Privatuniversitäten, Restaurants und andere Dienstleistungen.
Auch Arbeit ohne Erlaubnis im Visier
Die Behörden haben außerdem Fälle festgestellt, in denen ausländische Staatsangehörige ohne Arbeitserlaubnis tätig waren. Für das Innenministerium ist das nur ein Teil des größeren Problems.
Pasakorn stuft die Entwicklung als dringende nationale Priorität ein. Vorgesehen sind eine strengere Strafverfolgung und rechtliche Reformen.
Warnung vor kriminellen Netzwerken
Nach Einschätzung des Ministeriums kann die Entwicklung weit über einzelne Verstöße hinausgehen. Es warnt davor, dass daraus organisierte Kriminalität und illegale Einflussnetzwerke entstehen könnten.
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