Phuket startet Sicherheitsoffensive nach Bootsunfällen mit Touristen

Immer mehr Touristen verunglücken vor Thailands Urlaubsparadies. Erschreckende Unfallzahlen zwingen die Behörden nun zum schnellen Handeln. Ob das neue Notfalltraining auf den Booten für sicherere Reisen ausreicht, bleibt abzuwarten.

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facebook / Fire and Rescue Thailand

PHUKET, THAILAND – Phuket hat ein neues Sicherheitstrainingsprogramm für Bootsbesatzungen und Rettungspersonal gestartet, um Notfallreaktionen im Meerestourismus zu stärken. Das praktische Trainingsprogramm begann am 24. Mai im NH Boat Lagoon Phuket Resort und läuft unter dem Projektnamen „Phuket Safety Destination“. Für Urlauber sollen so schneller Hilfe, weniger tödliche Unfälle und ein besseres Tourismus-Image erreicht werden.

Eröffnung im NH Boat Lagoon Resort

Der stellvertretende Gouverneur Suwit Phansengiam eröffnete den ersten Workshop am 24. Mai im NH Boat Lagoon Phuket Resort. Das Training ist Teil des Projekts „Phuket Safety Destination“ und richtet sich an Personal aus dem maritimen Tourismussektor.

Ziel ist es, die Sicherheitsstandards bei Seeausflügen zu erhöhen und das Vertrauen der Besucher in Phukets Bootstouren zurückzugewinnen. Behörden sprechen von einer schnellen, praxisorientierten Ausbildung vor Ort.

Zwei getrennte Kurse für unterschiedliche Gruppen

Der erste Kurs richtet sich an Betreiber, Kapitäne, Besatzungsmitglieder und Reiseleiter und läuft vom 24. bis 26. Mai in drei eintägigen Sitzungen mit jeweils 50 Teilnehmern am NH Boat Lagoon Resort. Insgesamt sind drei Sessions geplant.

Der zweite Kurs richtet sich an Rettungsschwimmer und weiteres Hilfspersonal und findet vom 5. bis 28. Juni im Sirinat-Nationalpark in Thalang statt. Dort sind sechs dreitägige Sitzungen mit jeweils 30 Teilnehmern vorgesehen.

Wachsende Unfallzahlen und Image-Ängste

Somchai Semmanee vom Phuket Provincial Tourism and Sports Office nannte steigende Zahlen bei wasserbezogenen Unfällen mit Touristen als treibenden Faktor für das Programm. Er warnte vor möglichen Folgen für das Tourismusimage der Provinz.

Die Finanzierung stammt aus dem Notfallreservebudget der Zentralregierung, das unter der Leitung des stellvertretenden Premierministers Phiphat Ratchakitprakarn bereitgestellt wurde. Behörden betonen damit die Dringlichkeit der Maßnahme.

Lebensrettende Fähigkeiten statt Theorie

Teilnehmer werden praktische Erste-Hilfe-Maßnahmen und den Umgang mit lebensrettender Ausrüstung gelernt, darunter die korrekte Anwendung automatisierter externer Defibrillatoren (AED). Das Training legt Wert auf handfeste Fertigkeiten statt auf theoretische Lehrsätze.

Mit besserer Erstversorgung vor dem Transport ins Krankenhaus soll die Zahl der Todesfälle sinken und die Versorgung von Unfallopfern verbessert werden. Absolventen sollen die Reaktionszeit auf See spürbar verkürzen.

Ausbilder von Polizei bis Life Saving School

Als Ausbilder sind Spezialisten des Phuket Regional Marine Office, der Marine Police Station 3 (Abteilung 8 des Marinepolizeikommandos) und der Life Saving School of Thailand beteiligt. Die Trainings sind damit behördenübergreifend aufgestellt.

Die Behörden nennen die Zusammenarbeit als Mittel, um die Sicherheitsstandards dauerhaft anzuheben, das Image der Insel zu verbessern und damit wiederholte Besuche sowie langfristiges Wachstum der Tourismuseinnahmen zu fördern.

Konkreter Nutzen für Gäste und Branche

Behörden erwarten, dass besser geschultes Personal das Vertrauen von Urlaubern stärkt, Wasserunfälle effektiver behandelt werden und so langfristig die Tourismuseinnahmen gesichert werden. Die Maßnahme setzt auf Praxistraining und behördliche Kooperation als direkte Reaktion auf die steigenden Unfallzahlen.

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Quelle: Phuket News

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