Atomkraft-Boom in Südostasien: Russland sichert sich Großaufträge

Russlands Staatskonzern Rosatom drängt massiv nach Südostasien: Während der Energiehunger explodiert, sichert sich Putin weitreichende Deals. Droht eine gefährliche Abhängigkeit oder ein klimafreundlicher Aufbruch?

Atomkraft-Boom in Südostasien: Russland sichert sich Großaufträge
Nation

JAKARTA, INDONESIEN – Russland drängt mit Rosatom in Südostasien auf den Ausbau der Kernenergie: Rosatom-Chef Alexey Likhachev traf Mitte Mai Präsident Prabowo Subianto in Jakarta, Indonesien plant zwei Kernkraftwerke mit geplanter Inbetriebnahme 2032–2033, und Vietnam unterzeichnete bereits ein Abkommen für Reaktoren aus Russland.

Treffen in Jakarta

Alexey Likhachev reiste Mitte Mai nach Jakarta und sprach mit Präsident Prabowo Subianto über eine Zusammenarbeit im Bereich Kernkraft.

Likhachev sagte, „wir diskutieren nicht nur Technologien, sondern auch den Aufbau einer langfristigen Partnerschaft“, die Ausbildung von Personal und weitere Bereiche einschließen soll.

Indonesiens Plan: Zwei Kraftwerke

Indonesien plant den Bau von zwei Kernkraftwerken; der Betrieb ist für 2032–2033 vorgesehen.

Die Gespräche mit Russland deuten darauf hin, dass Jakarta bei der Beschaffung zunehmend auf Reaktoren aus Moskau setzt.

Vietnam unterschreibt mit Rosatom

Im März unterzeichnete Vietnam ein zwischenstaatliches Abkommen mit Russland über den Bau von Kernkraftwerken mit Rosatom-Reaktoren.

Rosatom teilte mit, dass die geplanten neuen Reaktoren in Vietnam zusammen eine Leistung von 2,4 Millionen Kilowatt haben sollen.

Warum Kernkraft jetzt?

Der Strombedarf in Südostasien wächst stark, unter anderem wegen zahlreicher neuer Rechenzentren, und die Region ist derzeit auf fossile Brennstoffe angewiesen.

Die Lage im Nahen Osten hat Sorgen über Lieferunterbrechungen geschürt und treibt die Preise für Rohöl und Flüssigerdgas, weshalb Kernkraft als strategische Option zur Energiesicherheit an Bedeutung gewinnt.

ADB, USA und die Öffnung der Finanzierung

Die Asian Development Bank hob 2025 ihr Finanzierungsverbot für den Bau von Kernkraftwerken auf, nachdem die US-Regierung dies angeregt hatte.

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Diese Entscheidung wird als Erleichterung für den Export von Kernkrafttechnologie gewertet und könnte US-Unternehmen den Marktzugang nach Südostasien erleichtern.

SMRs und das Interesse westlicher Firmen

Hitachi und GE Vernova unterzeichneten im März eine Absichtserklärung, um kleine modulare Reaktoren (SMRs) in Südostasien gemeinsam zu vermarkten; bei der Zeremonie waren Vertreter Japans und der USA anwesend.

Kenji Kimura vom Institute of Energy Economics, Japan, warnte, „über einen langen Zeitraum gab es keine Projekte zum Bau neuer Kernkraftwerke in Japan, daher geht relevantes Fachwissen und Erfahrung verloren“, und er fügte hinzu, dass Japan künftig mit den USA zusammenarbeiten müsse, um das Fundament seiner Nuklearindustrie zu stärken.

Konkreter Zeitplan und Bedeutung für die Region

Konkret plant Indonesien zwei Kraftwerke mit angestrebtem Betriebsbeginn 2032–2033; parallel treibt Rosatom Projekte in Vietnam mit insgesamt 2,4 Millionen Kilowatt voran.

Die geplanten Kernkraftwerke könnten die Energiepartnerschaft zwischen Indonesien und Russland stärken und die Energieversorgung in Südostasien langfristig sichern.

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Quelle: Nation Thailand

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