Schwere Vorwürfe gegen Polizei in Bangkok: Wertsachen nach Razzia weg

Polizisten sollen bei einer Razzia Schmuck und Bargeld gestohlen haben. Als die Bestohlene Anzeige erstattet, beginnt ein gefährliches Spiel. Jetzt schaltet sich die Behörde ein – Reicht der Schutz für die Frau?

Schwere Vorwürfe gegen Polizei in Bangkok: Wertsachen nach Razzia weg
Facebook/ ทุบข่าวนนท์

BANGKOK, Thailand – Eine 27‑jährige Frau wirft Polizisten der Khlong Tan Police Station vor, bei einer Razzia in ihrer Eigentumswohnung Wertgegenstände entwendet und sie später eingeschüchtert zu haben. Chaniporn „Manao“ Charoenphum sagt, die Beamten hätten am 25. Juni in ihrer Wohnung in Soi Phatthanakan 20 beschlagnahmt – bei der Rückgabe fehlten und passten mehrere Stücke nicht. Die Metropolitan Police Division 5 plant, Manao am 5. Juni zu befragen.

Razzia und Festnahme

Am 25. Juni durchsuchten Beamte der Khlong Tan Police Station die Eigentumswohnung in Soi Phatthanakan 20 und nahmen den 42‑jährigen Ehemann Wattanapong „Auan“ Boonprakob wegen mutmaßlicher Drogenvergehen fest.

Chaniporn erklärt, bei der Durchsuchung seien keine illegalen Gegenstände gefunden worden, sie aber dennoch die beschlagnahmten Wertsachen der Familie sehen musste.

Welche Wertsachen fehlen laut Frau Charoenphum?

Sie nennt eine Goldkette mit einem Wert von mehr als 340.000 Baht, ein Goldarmband im Wert von mehr als 200.000 Baht – das ihr gehören soll –, mehr als zehn Uhren, darunter eine Tag Heuer, sowie Bargeld in Höhe von 60.000 Baht und weitere persönliche Gegenstände.

Laut offizieller Inventarliste wurden dagegen eine Goldkette, ein Goldarmband, ein Tablet, mehrere Uhren und nur 10.000 Baht in bar vermerkt; Manao bemängelt außerdem, dass die Tag Heuer fehlt und dass ihr zurückgegebenes Armband im Design und Gewicht abwich und nach ihrer Einschätzung kein echtes Gold war.

Ehemann verurteilt, Berufung läuft

Wattanapong wurde nach der Razzia gegen Kaution freigelassen und später zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt; sein Berufungsverfahren läuft weiterhin.

Trotz der Verurteilung betont Chaniporn, die beschlagnahmten Gegenstände stünden nicht in Verbindung mit mutmaßlichen kriminellen Erlösen.

Beschwerden und angebliche Drohungen

Wegen der fehlenden und veränderten Gegenstände hat Chaniporn Beschwerden bei mehreren Regierungsbehörden eingereicht, um die Wertsachen zurückzuerhalten.

Sie gibt an, nach ihren Beschwerden telefonisch von Beamten der Khlong Tan Police Station gewarnt worden zu sein; die Anrufer hätten sie gebeten, die Sache aus Sicherheitsgründen nicht weiterzuverfolgen.

Anwalt übergibt Beschwerde an Polizei

Chaniporn suchte rechtlichen Beistand bei Anwalt Ronnarong Kaewphet, der die Beschwerde beim Metropolitan Police Bureau einreichte.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Dem Bericht zufolge planen Beamte der Metropolitan Police Division 5, Manao am 5. Juni ausführlich zu vernehmen.

Keine öffentliche Reaktion der Khlong Tan Police Station

Es gibt keine öffentliche Stellungnahme der Khlong Tan Police Station zu den Anschuldigungen und den behaupteten Unterschieden in der Inventarliste.

Die Behörde hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen des Diebstahls und der Einschüchterung geäußert, was die Unsicherheit über den Verbleib der beschlagnahmten Gegenstände verstärkt.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thaiger

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.