Razzia in Pai: Behörden zerschlagen illegale Ausländer-Netzwerke

Drei Festnahmen nach Razzia: Ausländer sollen in Pai mit thailändischen Strohmännern gezielt lokale Händler verdrängt haben. Jetzt prüfen Ermittler, wie tief die illegalen Firmengeflechte wirklich in das System reichen.

Razzia in Pai: Behörden zerschlagen illegale Ausländer-Netzwerke
DailyNews

Pai, Thailand – Behörden haben in Pai eine groß angelegte Razzia gegen mutmaßliche ausländische Strohmänner gestartet: Drei ausländische Staatsangehörige wurden festgenommen und fünf Geschäftsräume durchsucht, während Ermittler Firmenunterlagen, Arbeitserlaubnisse und Grundbucheinträge prüfen. Die Aktion richtet sich gegen Netzwerke, denen vorgeworfen wird, Eigentumsstrukturen zu verschleiern und lokale Unternehmer zu benachteiligen.

Großaktion vor Ort begonnen

Gegen 09.30 Uhr am 5. Juni versammelten sich leitende Beamte vor der Polizeistation in Pai, um die Operation „Protect Pai, Crush Nominees“ zu starten.

An der Aktion beteiligten sich Polizeiführungskräfte der Provinzialpolizeiregion 5 und Vertreter der Provinzverwaltung; die Behörden sagten, die Maßnahme ziele gezielt auf angebliche Nominee-Geschäfte.

Viele Behörden gemeinsam im Einsatz

Beamte von Einwanderung, Touristenpolizei, Bezirksverwaltung, Arbeitsbehörde, Handels- und Grundbuchamt sowie Sicherheitsbehörden arbeiteten zusammen mit der Provinzialpolizei.

Die Einsatzkräfte durchsuchten fünf Standorte und prüften systematisch Arbeitserlaubnisse, Firmenregistrierungen und Eigentumsunterlagen.

Drei Ausländer in Gewahrsam

Drei ausländische Staatsangehörige wurden festgenommen: ein Israeli mit Namen Goren, ein US-Bürger, genannt Frank, und eine Spanierin namens Natalia.

Goren war nach Angaben der Behörden bereits am Vortag befragt worden und stand wegen eines Haftbefehls der Zweigstelle Pai des Provinzgerichts Mae Hong Son im Fokus; ihm werden unter anderem Falschangaben gegenüber Beamten und Verstöße gegen das Foreign Business Act B.E. 2542 (1999) vorgeworfen.

Vorwürfe gegen zwei Firmen

Die Ermittler führen konkrete Prüfungen gegen die Galco Co., Ltd. und die Pai Kiang Fah Co., Ltd. durch, weil beide Firmen angeblich über Nominee-Strukturen betrieben wurden.

Den Behörden zufolge stehen bei Galco zwei thailändische Aktionäre, Jinda Chitrat und Nattanon Chitrat, im Blickfeld der Ermittlungen; auch Pai Kiang Fah wird auf ähnliche Eigentümer- und Visanutzungsfragen geprüft.

Arbeitserlaubnisse, Visa und Landgeschäfte unter der Lupe

Die Ermittler prüfen, ob ausländische Beteiligte ohne gültige Arbeitserlaubnis tätig waren und ob Unternehmen Non-Immigrant-B-Visen missbraucht, gegenüber Behörden falsche Angaben gemacht oder Landregelungen umgangen haben.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Bei den Durchsuchungen stellten die Behörden Beweismaterial sicher, das nun genutzt werden soll, um Ermittlungen auf verbundene Personen und Unternehmen auszuweiten.

Ermittlungsstand und nächste Schritte

Die Provinzialpolizei Mae Hong Son und Partnerbehörden wollen alle Aspekte des mutmaßlichen Netzwerks weiter prüfen und rechtliche Schritte einleiten, wenn Verstöße festgestellt werden; momentan sind drei Verdächtige fest, Beweismaterial gesichert und weitere Prüfungen laufen.

Die Behörden planen, die Ermittlungen auf weitere Personen und Unternehmen auszudehnen, um die gesamte Struktur der mutmaßlichen Strohmänner-Netzwerke aufzudecken und die Einhaltung des Foreign Business Act sowie anderer relevanter Gesetze sicherzustellen.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: DailyNews

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.