BANGKOK – Thailands Sicherheitsrat gibt vorsichtige Entwarnung an der umstrittenen Grenze zu Kambodscha. Trotz neuer chinesischer Panzerlieferungen und martialischer Rhetorik aus Phnom Penh betont Generalsekretär Chatchai Bangchuad: Die Lage sei fragil, aber unter Kontrolle.
Alte Panzer, keine neue Gefahr
Verteidigungsminister Generalleutnant Adul Boonthumjaroen bestätigte, dass Thailand Kenntnis von neuer militärischer Ausrüstung in Kambodscha habe. Die gelieferten T-59D-Panzer bezeichnete er jedoch ausdrücklich als überholte ältere Modelle.
Geheimdienstberichten zufolge trafen die Fahrzeuge zwar in einem kambodschanischen Hafen ein, wurden aber nicht in Grenzgebiete verlegt. Minister Adul verwies auf das gemeinsame Rahmenabkommen, das die Stationierung von Truppen und Ausrüstung in Grenznähe für beide Länder regelt.
Hun Sens umstrittene Worte
Für Aufregung sorgten zuvor Äußerungen des kambodschanischen Senatspräsidenten Hun Sen. Der amtierende Staatsoberhaupt sprach von der Rückgewinnung umstrittenen Territoriums und entschuldigte sich bei seinen Landsleuten für mangelnde militärische Vorbereitung bei früheren Zusammenstößen mit Thailand.
Er habe Thailand zu sehr vertraut und deshalb keine weiteren Waffen gekauft, wurde Hun Sen zitiert. Sein Sprecher Chea Thyrith wies Berichte jedoch umgehend zurück, wonach eine militärische Lösung des Grenzstreits beabsichtigt sei. Die Darstellung sei falsch interpretiert worden.
Thailand bleibt gelassen
Premierminister Anutin Charnvirakul spielte die Panzerlieferung herunter. Die Angelegenheit betreffe Thailand nicht direkt, sagte er und fügte hinzu, das thailändische Militär bleibe einsatzbereit, um seine Pflichten zu erfüllen.
Auch NSC-Chef Chatchai Bangchuad zeigte Verständnis für Hun Sens Tonlage: „Ich verstehe, dass er auf eine solche Weise sprechen muss, aber Thailand wird einen angemessenen Ansatz verfolgen, wie vom Premierminister dargelegt.“
Diplomatischer Kraftakt im Hintergrund
Verteidigungsminister Adul verwies auf die Arbeit von Außenminister Sihasak Phuangketkeow, der nach seiner Einschätzung eine beispiellose diplomatische Anstrengung unternimmt und mehrere Länder besucht. Parallel dazu liefen die Sicherheitsbemühungen weiter.
Beide Nachbarstaaten seien an die gemeinsame Erklärung gebunden, die militärische Präsenz an der Grenze streng reguliert. Thailand werde alle Entwicklungen, die seine Sicherheitsinteressen beeinträchtigen könnten, genau beobachten.
„Sorgfältig nachdenken“
Ob Hun Sens Kommentare ernst gemeint waren, ließ der Verteidigungsminister offen. Er könne das nicht feststellen, sagte Generalleutnant Adul. Thailand werde sich jedoch nicht in Provokationen hineinziehen lassen.
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Er schloss sich der Mahnung von Premier Anutin an: Wer den Einsatz von Gewalt erwäge, solle „sorgfältig über die Konsequenzen nachdenken“.
Deutliche Beobachtung und Einhaltung der Vereinbarungen
Thailand beobachtet die Entwicklungen an der Grenze genau und fordert die Einhaltung des gemeinsamen Rahmenabkommens zur Truppen- und Ausrüstungsstationierung durch beide Länder. Die Situation bleibt fragil, doch die Behörden betonen, dass die Lage unter Kontrolle ist.
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Wenn’s nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich darüber lachen. Allein die Schlagzeile mit der „Panik an Grenze“ ist schon ein Knaller an sich. Noch dazu, dass ein paar alte chinesische Panzer wohl kaum die militärische Überlegenheit Thailands gefährden könnte. Insbesondere nicht nachdem laut gestrigen Artikel schon die gelieferten US Wunderwaffen nach kurzer Schulung einsatzfähig sein sollen. Siehe „FGM-148 Javelin: Thailands neue Wunderwaffe gegen Panzer-Bedrohung“.