BANGKOK – Das Handelsministerium hält an der Preisaufsicht für 66 lebenswichtige Waren und Dienstleistungen fest. Das zuständige Zentralkomitee verlängerte die Kontrollliste am Montag um ein weiteres Jahr. Gleichzeitig werden die Daumenschrauben bei einigen Agrarprodukten angezogen, während Corona-Artikel von den strengen Regeln befreit werden.
66 Produkte bleiben unter strenger Beobachtung
Die Liste der kontrollierten Güter wird nicht angetastet. Das Zentralkomitee für Waren- und Dienstleistungspreise entschied, die 66 Posten für ein weiteres Jahr unter Aufsicht zu halten.
Dazu zählen Grundnahrungsmittel ebenso wie wichtige Industrierohstoffe. Das Ziel: Verbraucher schützen, extreme Preissprünge verhindern und die Versorgung im Land sichern.
Schärfere Kontrollen bei Zwiebeln, Knoblauch und jungen Kokosnüssen
Für eine Reihe von Artikeln zieht der Staat die Zügel an. Junge Kokosnüsse und Sojaschrot unterliegen künftig einer Buchführungspflicht, damit Behörden Preise, Handelsströme und Lagerbestände lückenlos verfolgen können.
Bei Futtermittelmais greifen Transportkontrollen. Zwiebeln und Knoblauch müssen zudem Importmeldungen und Warenkontobücher vorweisen, um Schmuggel und Handelspraktiken zu unterbinden, die Bauern und heimische Preise gefährden.
Lockerungen für Desinfektionsmittel, Gummi und Masken
Bei alkoholbasierten Handdesinfektionsmitteln, Kautschuk, Gesichtsmasken und ATK-Testkits fährt das Ministerium die Überwachung zurück. Mengen und Preise haben sich normalisiert.
Die Aufsichtsmaßnahmen werden an die aktuelle Marktlage angeglichen, so die Behörde. Der grundlegende Verbraucherschutz bleibt jedoch gewährleistet.
Die Kontrollliste ist ein Überwachungsmechanismus, kein Preisdiktat
Ministerin Suphajee Suthumpun betonte, dass die Einstufung als kontrollierte Ware nicht automatisch einen staatlichen Preiseingriff bedeutet. „Es ist ein Mechanismus zur Überwachung und Sicherstellung von Fairness für alle Sektoren“, stellte sie klar.
Das Ministerium werde weiter mit der Öffentlichkeit kommunizieren, um Verständnis zu schaffen. Je nach Produktart und Marktlage kämen ganz unterschiedliche Aufsichtsinstrumente zum Einsatz.
Gesetz von 1999 als jährliches Prüfritual
Basis für die Entscheidung ist der Price of Goods and Services Act von 1999. Das Komitee zieht jährlich Behörden, Privatwirtschaft, Verbände und Betreiber hinzu.
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Produktionszahlen, Handelsbedingungen und Kosten fließen in die Bewertung ein. So sollen die Maßnahmen möglichst passgenau bleiben.
Sorge vor den Auswirkungen des Nahost-Konflikts
Das Handelsministerium behält auch die globalen wirtschaftlichen Risiken im Blick. Als einen zentralen Unsicherheitsfaktor nannte Ministerin Suphajee den anhaltenden Konflikt im Nahen Osten.
Er beeinflusse die Weltwirtschaft und damit indirekt auch Produktionskosten und Warenpreise in Thailand. Die Behörde will gegensteuern, um Bevölkerung, Händler und Landwirte nicht zu belasten.
Preisauszeichnungspflicht bleibt in Kraft
Unabhängig von den Einzelanpassungen bleibt die Pflicht zur Preisauszeichnung für alle 66 kontrollierten Artikel bestehen. Das gilt für Online-Shops genauso wie für Ladengeschäfte. Die Regierung setzt auf Transparenz als erste Verteidigungslinie gegen überzogene Preisforderungen.
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