BANGKOK, Thailand – Die Stadt Bangkok bereitet sich mit Sandsäcken und Zusatzpumpen auf ein mögliches Hochwasser vor. Eine Warnung der thailändischen Katastrophenschutzbehörde (DDPM) vor einer Kombination aus extrem hohen Gezeiten und großen Wassermengen aus dem Norden gilt noch bis zum 20. Juni 2026. Besonders Gemeinden außerhalb der Deichlinie sind gefährdet.
DDPM warnt vor Flut von Meer und Norden
Am 16. Juni informierte Narong Ruangsri, stellvertretender Gouverneur von Bangkok, über die koordinierten Maßnahmen. Die DDPM-Warnung betrifft neben Bangkok sechs weitere Provinzen in Zentralthailand.
Grund ist der gleichzeitige Anstieg des Meeresspiegels im Golf von Thailand und das eintreffende Wasser aus dem Norden. Die kritische Phase erstreckt sich vom 14. bis 20. Juni, wie die Behörden mitteilten.
Schutzwälle erreichen bis zu 2,70 Meter Höhe
Die BMA hat mit der Verstärkung der Deichanlagen entlang des Chao Phraya, des Khlong Bangkok Noi und Khlong Mahasawat begonnen. Lücken und Baustellen werden mit Sandsäcken geschlossen, um die Höhe auf +2,40 bis +2,70 Meter über Meeresspiegel zu bringen.
Damit soll verhindert werden, dass das steigende Flusswasser in die inneren Gebiete der Stadt eindringt. Die Arbeiten laufen unter Hochdruck, wie die Stadtverwaltung betont.
Zusätzliche Pumpen und gezeitengesteuerte Schleusen
An kritischen Punkten installiert die Stadt weitere Wasserpumpen. Gleichzeitig werden die Schleusentore so gesteuert, dass sie bei Ebbe geöffnet und bei Flut geschlossen werden, um das Wasser in den Golf von Thailand abzuleiten.
Die Koordination mit der Königlichen Bewässerungsbehörde und der Hydrographischen Abteilung der Königlich Thailändischen Marine gewährleistet eine Echtzeitüberwachung der Wasserstände und Gezeiten.
Elf Gemeinden in sechs Bezirken besonders gefährdet
Außerhalb der schützenden Deichlinie liegen insgesamt elf Gemeinschaften. Sie befinden sich in den Bezirken Dusit, Phra Nakhon, Bang Kho Laem, Yan Nawa, Bangkok Noi und Khlong San und sind dem Hochwasser direkt ausgesetzt.
Die BMA hat Personal in diese Risikogebiete entsandt. Besonders während der täglichen Hochwasser-Scheitelpunkte wird die Lage in den tiefliegenden Abschnitten nahe des Flusses intensiv kontrolliert.
Bürger sollen Hab und Gut rechtzeitig sichern
Die Behörden fordern Anwohner und Geschäftsleute entlang der Flussufer auf, sich auf mögliche Überschwemmungen vorzubereiten. Wertvollen Besitz und mobile Gegenstände sollten in höher gelegene Stockwerke oder Bereiche gebracht werden.
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Die Stadtverwaltung betont, dass alle Vorkehrungen getroffen seien, um Schäden so gering wie möglich zu halten. Die Maßnahmen umfassen die Erhöhung der Schutzwälle, den Einsatz von zusätzlichem Pump-Equipment sowie die Anpassung der Schleusenöffnungszeiten an die Gezeiten.



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