Tödlicher Unfall in Thailand: Müllwagen-Fahrer stirbt nach Sekundenschlaf

Rettungskräfte kämpften verzweifelt mit schwerem Gerät um das Leben des 63-Jährigen, nachdem er in seinem Müllwagen ungebremst gegen einen abgestellten Zehn-Tonner krachte. War es wirklich nur Übermüdung oder steckt mehr dahinter?

Tödlicher Unfall in Thailand: Müllwagen-Fahrer stirbt nach Sekundenschlaf
ThaiRath

SAI NOI – Ein Müllwagenfahrer ist am frühen Morgen auf der Bang Kruai-Sai Noi-Straße mit voller Wucht in das Heck eines geparkten Zehnrad-Lastwagens gekracht. Der 63-Jährige wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt. Rettungskräfte kämpften mit hydraulischem Gerät um sein Leben, doch der Mann starb wenig später im Krankenhaus.

Müllwagen prallt ungebremst auf Lkw-Heck

Gegen 04:30 Uhr ging bei der Polizeistation Sai Noi der Notruf ein. Auf der Straße nahe der Abzweigung zum Bezirksamt war ein Sechsrad-Müllwagen auf einen am Fahrbahnrand stehenden gelben Hino-Lkw aufgefahren. Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass der Fahrer sofort eingeklemmt wurde.

Der Fahrer des Zehnrad-Lasters war zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort. Er war mit einem Pickup unterwegs, während Kollegen in der Nähe an Stromleitungen arbeiteten. Sie hörten einen lauten Knall und hielten das Geräusch zunächst für einen umstürzenden Wagen.

Hydraulisches Rettungsgerät im Einsatz

Als die Helfer der Poh-Teck-Tung-Stiftung eintrafen, bot sich ihnen ein schlimmes Bild. Der 63-jährige Saman saß bewusstlos im zerstörten Führerhaus des Müllwagens. Mit Schneid- und Spreizwerkzeug mussten die Retter das Metall auseinanderdrücken, um an den Schwerverletzten heranzukommen.

Unter Hochdruck befreiten sie den Mann und brachten ihn ins Krankenhaus von Sai Noi. Die Verletzungen waren jedoch zu schwer. Die Ärzte konnten sein Leben nicht retten, Saman erlag wenig später seinen inneren Verletzungen.

„Unser Kollege war auf dem Weg zur Deponie“

Arbeitskollegen des Verstorbenen standen unter Schock. Sie berichteten der Polizei, dass Saman die Mannschaft zuvor nach Hause gefahren hatte. Danach war er allein mit dem Müllwagen unterwegs, um die Ladung zur Deponie im Bezirk Sai Noi zu bringen.

Zu dem folgenschweren Aufprall kam es, bevor er die Deponie erreichte. Der Fahrer des Zehnrad-Lastwagens, Somyot, erklärte, er habe seinen Wagen ordnungsgemäß mit orangefarbenen Warn-Pylonen am Straßenrand gesichert. Das sei an dieser Stelle gängige Praxis.

Ermittler gehen von Sekundenschlaf aus

Polizeimajor Natthawut Mingmuang nahm die Ermittlungen auf und sicherte die Spuren an der Unfallstelle. Auf Grundlage der ersten Aussagen und der Wucht des Aufpralls deutet vieles auf einen klassischen Sekundenschlaf des Müllwagenfahrers hin. Brems- oder Ausweichspuren scheint es nicht gegeben zu haben.

Um letzte Zweifel auszuräumen, will die Polizei nun die Aufnahmen von Überwachungskameras entlang der Bang Kruai-Sai Noi-Straße auswerten. Die Videoüberprüfung soll den genauen Unfallhergang klären und die These der Ermüdung am Steuer bestätigen.

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Quelle: Thairath

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