BANGKOK – Die thailändische Regierung hat während der Fußball-WM 2026 einen massiven Schlag gegen illegale Online-Wettbüros gelandet. In nur 18 Tagen wurden fast 14.000 URLs und Social-Media-Seiten gesperrt. Gleichzeitig droht die Regierung mit harten Strafen für das unerlaubte Streamen der Spiele.
13.888 illegale Seiten in 18 Tagen gekippt
Vom 1. bis 18. Juni 2026 stürmte das Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft durch die Netz-Undergrounds. Auf gerichtliche Anordnung hin nahmen die Beamten 13.888 Glücksspiel-Adressen, Facebook-Seiten und andere Online-Kanäle vom Netz.
Was früher wochenlange Handarbeit war, übernahm diesmal KI-Technologie. Sie spürte automatisiert verdächtige Wetten- und Glücksspielinhalte auf, so Ploythale Laksameesangchan, die stellvertretende Sprecherin des Büros des Premierministers.
Premier Anutin persönlich gab den Befehl
Der Druck kommt direkt von ganz oben. Premierminister Anutin Charnvirakul ordnete einen proaktiven Kampf gegen Online-Glücksspiel an. Kein Reagieren im Nachhinein, sondern Zuschlagen, sobald die ersten WM-Tipps im Netz auftauchen.
Seine klare Ansage beschleunigte die Zusammenarbeit der Behörden. Das Ministerium handelte schneller als je zuvor – und die 13.888 Sperrungen zeigen, dass die Offensive wirkt.
Bis zu 4 Jahre Haft für WM-Piraterie
Die stellvertretende Sprecherin Ploythale Laksameesangchan wies auf ein weiteres wichtiges Thema hin: illegale Livestreams. Das unbefugte Verbreiten von Live-Übertragungen der Fußballweltmeisterschaft kann als Urheberrechtsverletzung geahndet werden.
Wer das Signal einer Live-Übertragung ohne Genehmigung nutzt oder weiterverbreitet – sei es durch Aufzeichnung, erneutes Streamen oder kommerzielle Nutzung – kann mit Freiheitsentzug von 6 Monaten bis 4 Jahren oder Geldstrafen zwischen 100.000 und 800.000 Baht bestraft werden.
Regierungsappell: Fair feiern, nicht zocken
Neben den Drohungen setzt die Regierung auch auf einen Aufruf an die Fanseele. Fußballbegeisterte und Unternehmer sollen die WM 2026 in einer „kreativen und rechtmäßigen Atmosphäre“ verfolgen.
Geistiges Eigentum respektieren und das Sportbusiness nachhaltig fördern – das ist die Botschaft, die Bangkok mitten im WM-Fieber aussendet. Dabei gehe es nicht nur um Glücksspiel, sondern auch um Respekt vor den Medien, die die Übertragungsrechte teuer bezahlt haben.
Die Jagd auf Wettseiten geht weiter
Das Ministerium stellt klar: Der KI-Einsatz und die enge Koordination mit Plattformen werden nicht nachlassen. Nach dem ersten WM-Schub peilt man nun weiter wachsende Sperrwellen an, sobald neue illegale Seiten entstehen.
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Die Sperrungen erfolgen auf gerichtliche Anordnung und sollen die Verbreitung illegaler Glücksspielangebote dauerhaft eindämmen. Die Behörden behalten die Lage auch nach der WM genau im Blick.



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