Abzock-Masche in Pattaya: Indischer Wahrsager festgenommen

Mit perfiden Flüchen erpressten Betrüger Touristen am Strand. Wer nicht zahlte, wurde bedrängt. Jetzt schlug die Polizei zu – doch wie kommen die Täter ihre Opfer aus, wenn diese den Geldbeutel geschlossen halten?

Abzock-Masche in Pattaya: Indischer Wahrsager festgenommen
Pattaya News

PATTAYA – Ein indischer Wahrsager soll in Pattaya Touristen mit einer dreisten Betrugsmasche unter Druck gesetzt und ihnen Geld für angebliche Rituale aus der Tasche gezogen haben. Die thailändische Touristenpolizei nahm den 36-jährigen Mr. Singh am 16. Juli 2026 in einem Café fest. Die Beamten warnen jetzt eindringlich vor der Masche.

Zugriff im Café

Gegen 13:20 Uhr schlugen Ermittler der Touristenpolizei zu. In einem Café in Pattaya ertappten sie Mr. Singh, einen 36-jährigen Inder, auf frischer Tat, als er ahnungslosen Gästen aus der Hand und dem Gesicht las.

Die Überprüfung seiner Papiere ergab schnell: Der Mann besaß keine Arbeitserlaubnis. Die Festnahme war Teil der landesweiten Kampagne „X-ray, Surge, Sweep“, die sich gegen illegale ausländische Arbeitskräfte und grenzüberschreitende Kriminalität richtet.

Die perfide Masche

Der Ablauf folgte laut Polizei einem eingeübten Schema. Die Männer, oft in mönchsähnlicher Kleidung oder mit Kopfbedeckungen, sprechen Touristen an Stränden, Restaurants und Cafés an und behaupten, die Opfer hätten „Pech“ oder ein drohendes Unglück stünde bevor.

Sie bauen Vertrauen auf, indem sie gesegnete Schnüre oder Yantra-Tücher verteilen und „Glückszahlen“ notieren. Dann fordern sie Geld für ihre Dienste. Zuerst sind es kleinere Beträge ab 199 Baht, doch schnell steigt der Druck auf die Opfer, Tausende Baht für zusätzliche Rituale zu zahlen.

Von 200 auf 1.900 Baht in wenigen Minuten

Genau so schilderte es auch ein Opfer den Beamten. Mr. Singh sprach den Touristen und dessen Freund an, konfrontierte sie mit der angeblichen Pechsträhne und verlangte nach der kurzen Lesung 199 Baht – das Opfer zahlte 200 Baht.

Doch damit nicht genug: Sofort versuchte der Wahrsager, weitere 1.900 Baht für ein Glücksritual zu kassieren. Als das Opfer ablehnte, wurde die Situation unangenehm. Der Verdächtige räumte die Handleserei später ein.

Anzeige und nächste Schritte

Die Beamten leiteten unmittelbar rechtliche Schritte ein. Mr. Singh wird vorgeworfen, als Ausländer ohne Erlaubnis gearbeitet zu haben, und das ohne die dafür nötige Arbeitserlaubnis.

Die Anklage stützt sich auf den Immigration Act B.E. 2522 und das Foreigners’ Working Management Decree B.E. 2560. Der Mann wurde nach seiner Festnahme an die Polizeistation der Stadt Pattaya überstellt.

Polizei mahnt zur Vorsicht

Die Touristenpolizei nutzt den Fall, um eine dringende Warnung auszusprechen. Wer von jemandem angesprochen wird, der von angeblichem Pech redet und Rituale oder Wahrsagerei anbietet, sollte sofort weggehen und sich auf kein Gespräch einlassen.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Die Betrüger können aggressiv und einschüchternd werden, um ihre Opfer zur Zahlung zu drängen. Wer verdächtige Personen bemerkt oder selbst betroffen ist, erreicht die Touristenpolizei rund um die Uhr über die Hotline 1155, die Website oder die mobile App.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Pattaya News

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.