Minister über Touristen: Geld kauft keine Sonderrechte – Benimm dich!

Nach den Dramen um chinesische und italienische Gäste fordert die Regierung Fairness und den Respekt vor lokalen Gesetzen.

Minister über Touristen: Geld kauft keine Sonderrechte - Benimm dich!
Nation

BANGKOK – Nach den Eklats mit ausländischen Touristen hat Thailands Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul jetzt eine klare Ansage gemacht: Das Land heißt respektvolle Gäste willkommen, zieht aber eine rote Linie bei Regelverstößen und Respektlosigkeiten. Die konkreten Streitfälle mit chinesischen und italienischen Besuchern sind beigelegt, wie der Minister am 28. Juli 2026 bestätigte.

Minister schmettert Länderkonflikt ab

Die jüngsten Vorfälle bei Fan-Meetings, bei denen ausländische Besucher gegen die Regeln privater Veranstalter verstoßen hatten, sind endgültig vom Tisch. Im Fall eines italienischen Touristen legten die Beteiligten den Streit nach einer Entschuldigung bei.

Bei den chinesischen Fans gab GMMTV wenige Stunden zuvor Entwarnung: Beide Parteien hätten sich verständigt, alle Beschwerden zurückgezogen. Niemand werde rechtliche Schritte einleiten.

"Keine Freude an Störenfrieden"

Surasak beließ es nicht bei der reinen Schadensmeldung. Er wählte deutliche Worte, was Thailand von seinen Gästen erwartet: Respekt für Gesetze, Ordnungsregeln und die Kultur des Landes sind die Grundvoraussetzung für ein Lächeln und guten Service.

Touristen, die stattdessen Ärger machen, andere stören oder Thailänder herabwürdigen, haben sich im Land ihrer Gastgeber schlicht disqualifiziert. Der Minister sprach von einem klaren Standpunkt der Regierung, die Bürger zu schützen und Fehlverhalten nicht durchgehen zu lassen – egal aus welchem Land die Störer kommen.

Geld kauft keine Freikarte für schlechtes Benehmen

Dabei wurde der Minister in seiner Botschaft unmissverständlich: Ausgaben von Reisenden mögen Waren und Dienstleistungen kaufen können. Privilegien, die über die Rechte der Thailänder hinausgehen, seien dagegen niemals zu haben.

Die Maßgabe ist simpel: Wer in Thailand zu Gast ist, muss sich an die gleichen Regeln halten wie die Einheimischen. Für das Fehlverhalten von Einzelpersonen machte Surasak keine Nationalität, sondern die Störer selbst verantwortlich.

GMMTV räumt Sicherheitslücken ein

Der Veranstalter der Fan-Meetings hat offenbar Lehren aus dem Tumult gezogen. Das Unternehmen kündigte an, seine Regeln, die Kommunikation mit den Besuchern und die Sicherheitsstandards bei künftigen Events klarer zu fassen und zu verbessern.

Konkrete Details, gegen welche Vorschriften die Touristen im Einzelfall verstoßen hatten, nannte weder der Minister noch GMMTV. Die grundsätzliche Marschroute für zukünftige Veranstaltungen steht nach dieser Ankündigung aber fest.

Keine Sippenhaft für ganze Nationen

Der Minister warnte ausdrücklich davor, das Verhalten von Einzelpersonen zu verallgemeinern oder zwischenstaatlichen Streit heraufzubeschwören. Das Engagement der chinesischen Botschaft für ihre Bürger sei normale Routine und kein Anlass, einen Keil zwischen Thailänder und Chinesen zu treiben.

Stört Sie die Werbung?
JETZT den Wochenblitz WERBEFREI lesen!
ZUM ANGEBOT

Lesen Sie auch: Thailand setzt auf Qualitätstouristen statt Masse

Thailand werde seine Bürger mit Gesetzen und Fakten schützen, nicht mit Vergeltung oder Hass. Für Ausländer, die ungerecht behandelt werden, gelte derselbe rechtsstaatliche Prüfstandard wie für jeden anderen. Die Ansage des Ministers soll das letzte Wort in dieser Angelegenheit sein.

Newsletter abonnieren

Newsletter auswählen:
Abonnieren Sie den täglichen Newsletter des Wochenblitz und erhalten Sie jeden Tag aktuelle Nachrichten und exklusive Inhalte direkt in Ihr Postfach.

Wir schützen Ihre Daten gemäß DSGVO. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.
Quelle: Thairath

4 Kommentare zu „Minister über Touristen: Geld kauft keine Sonderrechte – Benimm dich!

  1. Die Maßgabe ist simpel: Wer in Thailand zu Gast ist, muss sich an die gleichen Regeln halten wie die Einheimischen. Vollkommen in Ordnung.
    Dann sollten aber bei Regelverstößen auch die gleichen Maßnahmen angewendet werden…wäre doch auch ganz simpel.

    1. Genau, sag das mal auch den Einheimischen. Die Thai aus der Bahn hat auch gegen gültige Gesetze verstoßen , ganz unabhängig davon, dass sie den Streit bewusst gefördert hat.

  2. Sich den Thais anzupassen…kein Problem.
    Aber ich habe nicht damit angefangen die leeren Getränke und Essensverpackungen aus dem fahrenden Zug zu entsorgen.

  3. Sich den Thais anzupassen…kein Problem.
    Aber ich habe nicht damit angefangen die leeren Getränke und Essensverpackungen am Strassenrand oder aus dem fahrenden Zug zu entsorgen.

Wichtiger Hinweis für unsere Leser

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag! Bitte beachten Sie für ein freundliches Miteinander unsere Regeln:

  • Höflichkeit: Keine Beleidigungen, Kraftausdrücke oder Gewaltandrohungen.
  • Sorgfalt: Bitte achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Namen.
  • Quellen: Zitate nur mit Namensnennung (Internet-Links/URLs sind nicht erlaubt).
  • Themen: Bitte keine Kritik an der Regierung, der Monarchie oder Diskussionen zur Moderation.
Vorbehalt der Redaktion: Wir behalten uns das Recht vor, Kommentare nachträglich zu bearbeiten oder zu löschen, sollten diese gegen unsere Regeln oder geltendes Recht verstoßen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Daten bleiben 30 Tage lokal im Browser-Cookie.