BANGKOK – Das thailändische Kabinett hat eine 30-tägige Visumbefreiung für indische Staatsangehörige genehmigt. Sie ersetzt das zuvor vorgeschlagene „Visa on Arrival“ und soll den Tourismus aus dem boomenden Markt weiter ankurbeln.
Visumfrei statt nur bei Ankunft
Die neue Regelung erlaubt Indern einen Aufenthalt von 30 Tagen ohne vorherige Visumspflicht. Die Kabinettsentscheidung tritt in Kraft, sobald sie im Royal Gazette veröffentlicht ist.
Einen konkreten Zeitpunkt für die Veröffentlichung nannten die Behörden bisher nicht. Für Reisende bedeutet die Änderung weniger Papierkram und Planungssicherheit.
Rekordprognose von 2,7 Millionen Besuchern
Die Tourism Authority of Thailand (TAT) rechnet mit einem deutlichen Sprung bei den Ankünften. Für das Jahr 2027 peilt sie 2,7 Millionen indische Besucher an.
Zum Vergleich: Bis Mitte Juli 2026 waren bereits 1,3 Millionen Inder eingereist. Für das Gesamtjahr 2026 werden 2,55 Millionen erwartet.
Indien stemmt sich gegen Abwärtstrend
Thailand verzeichnete bis zum 18. Juli 17,3 Millionen ausländische Gäste. Das ist ein Rückgang von mehr als drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der indische Markt hält dagegen und bleibt einer der stärksten Pfeiler. Indien ist damit Thailands drittgrößter Quellmarkt.
Indien als unverzichtbarer Kernmarkt
Patsee Permvongsenee, TAT-Direktorin für die Region, sieht den indischen Tourismus trotz globaler Schwankungen als widerstandsfähig. Die Gäste vom Subkontinent zählen zu den ausgabefreudigsten.
Im Schnitt lassen indische Besucher täglich 6.200 Baht in Thailand. Pro Reise summiert sich das auf über 36.000 Baht.
Wechselkurse als Hemmschuh
Khajornrit Khwanmongkol vom TAT-Büro in Neu-Delhi bewertet die schwache Rupie gegenüber dem Dollar als potenzielle Bremse. Vor allem Reisende mit mittlerem Einkommen könnten zögern.
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Dennoch stuft er die Nachfrage als stabil ein. Der asiatische Markt gilt in Thailand als krisenfest.
Visa-Chaos verunsicherte Reisegruppen
Laut Khajornrit hat die monatelange Ungewissheit über die Visapolitik mehr Schaden angerichtet als Währungsschwankungen. Die zeitweise Umstellung auf „Visa on Arrival“ sorgte für Verwirrung.
Die Verunsicherung habe die Reisenachfrage spürbar gedämpft. Geschäfts- und Urlaubsreisen wurden verschoben oder storniert.
Gruppenreisen wanderten nach Vietnam ab
Nattachit Oonsiam vom TAT-Büro in Mumbai meldet konkrete Verluste. Einige Tagungs- und Incentive-Gruppen entschieden sich wegen der unklaren Visalage für Vietnam.
Solche Reisen brauchen oft mehr als einen Monat Vorlauf. Auf der Insel Phu Quoc können Inder visumfrei einreisen, für andere Teile Vietnams besteht Visumzwang.
Mehr Flüge aus Indiens Provinz
Die TAT setzt auf ausgebaute Verbindungen aus Städten der zweiten und dritten Kategorie. Wöchentlich stehen derzeit rund 66.000 Flugsitze zwischen beiden Ländern bereit.
Airlines, die Strecken wegen des Nahostkonflikts und hoher Treibstoffkosten stilllegten, bereiten die Wiederaufnahme vor. Neue indische Flughäfen und mehr Flugzeuge sollen den Boom befeuern.
50 Millionen Inder bis 2030 auf Reisen
Indiens Auslandsreisemarkt wächst rasant. 2025 zählte man 32,7 Millionen Auslandsreisen, für 2030 werden rund 50 Millionen prognostiziert.
Thailand liegt auf Platz drei der beliebtesten Überseeziele. Viele Inder sehen Urlaub im Königreich preislich auf Augenhöhe mit gehobenen Inlandsreisen.
TAT empfiehlt mehr Hindi und vegetarische Küche
Um den Markt besser zu bedienen, rät die TAT thailändischen Betreibern zu Anpassungen. Gefordert sind Informationen auf Hindi, vegetarische und Halal-Gerichte sowie digitale Bezahlwege.
Flexible Buchungsrichtlinien sollen zusätzliches Vertrauen schaffen. Der indische Gast von morgen soll sich vom ersten Klick an willkommen fühlen.
Ansturm ab 2027 erwartet
Mit der Visumbefreiung entfällt ein zentrales Reisehindernis. Branchenexperten erwarten ab 2027 einen sprunghaften Anstieg der Gästezahlen. Thailand positioniert sich frühzeitig im Wettstreit um den boomenden indischen Reisemarkt.
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Ist ja prima, dass dann 2,7 Mio „Qualitätsttouristen“ aus Indien jeweils Unmengen Geld ausgeben werden….
Wie das dann dazu passt, weiß vermutlich nur die TAT:
„Viele Inder sehen Urlaub im Königreich preislich auf Augenhöhe mit gehobenen Inlandsreisen.“
In welche Glaskugel hat da wieder jemand geschaut? Die Inder als Qualitätstouristen, dieser Witz ist wirklich gut.
Diese Reisegruppe kauft im 7 Eleven ein und möchte dort noch um den Preis verhandeln und dann Essen sie ihre Instant Nudelsuppe im Hotlezimmer und machen diese im Wasserkocher! Sitzen im Restaurant und bestellen für 4 Personen ein Wasser oder Cola und sitzen 1 Stunde dort und nippen daran. Lasse mich gerne belehren, das sind die neuen Qualitätstouristen? 555
Der Plan , nur noch reiche Qualitätstouristen und Expats scheint nicht zu funktionieren. Warum nicht gleich 30 Tage, freie Unterkunft und ein 7eleven Gutschein/täglich über 100 Bath.
Geld stinkt nicht