BANGKOK – Thailands Tourismusminister Surasak Phancharoenworakul hat eine klare Ansage gemacht: Das Land will künftig nicht mehr jeden Besucher um jeden Preis, sondern setzt auf Qualität statt Quantität. Bei einem Treffen mit der Tourism Authority of Thailand (TAT) am Montag, 27. Juli, stellte er eine Sieben-Punkte-Strategie vor, die den Fokus auf höherwertige Erlebnisse und eine gleichmäßigere Verteilung der Einnahmen legt. Besonders brisant: Die TAT soll künftig dem Kulturministerium unterstellt werden.
Tomorrowland Thailand soll Mega-Festival 2026–2030 werden
Die Regierung drückt bei der Jagd nach globalen Großevents aufs Tempo. So soll zwischen 2026 und 2030 das weltberühmte Tomorrowland-Festival in Thailand stattfinden. Beamte rechnen mit einem wirtschaftlichen Nettowert von jährlich 3,458 bis 5,301 Milliarden Baht.
Mindestens 127.500 internationale Besucher und 22.500 thailändische Teilnehmer werden erwartet. Für ausländische Thailand-Reisende bedeutet der Festival-Schwerpunkt: Neben Stränden und Tempeln lockt künftig ein wachsender Kalender mit Entertainment der Superlative.
400.000 vergünstigte Flugtickets für den Inlandstourismus
Um steigende Reisekosten durch die globale Ölpreis-Volatilität abzufedern, startet die Kampagne „Fliege Thai, fühle alles“. Gemeinsam mit sechs einheimischen Airlines werden 400.000 ermäßigte Sitzplätze für thailändische Reisende angeboten. Das entlastet den Geldbeutel und kurbelt die Binnennachfrage an.
Parallel dazu soll das Projekt „Thailand Air Connect“ die Kapazitäten für Linien- und Charterflüge ins Land erhöhen. Die TAT arbeitet dafür enger mit Fluggesellschaften und Marketingpartnern zusammen, um stabile Flugpläne zu sichern.
Touristengelder sollen in 55 lokale Gemeinden fließen
Weg von den Hotspots Bangkok, Phuket und Pattaya – die Regierung will Besucher gezielt in 55 designierte Gemeinden und Sekundärstädte lenken. So sollen die wirtschaftlichen Vorteile des Tourismus gleichmäßiger im Land ankommen. Das Projekt „Thai Tiew Thai Plus“ mit einem Co-pay-Modell soll dabei den Inlandstourismus anregen.
Für Reisende ändert sich an Visa oder Einreisebestimmungen vorerst nichts. Sie dürfen sich aber auf eine stärkere Bewerbung unbekannter Ziele und mehr internationale Flugverbindungen einstellen.
TAT wandert unters Kulturministerium
Organisatorisch steht ein Paukenschlag bevor: Die mächtige Tourismusbehörde TAT soll reibungslos vom Tourismus- ins Kulturministerium überführt werden. Der Minister wies die Führung an, einen Übergang ohne Unterbrechung sicherzustellen. Die TAT behält ihre Funktionen laut Tourism Authority of Thailand Act zwar bei, die künftige Aufgabenverteilung beider Ministerien muss aber noch ausgearbeitet werden. Die restlichen Punkte der Strategie zielen auf bessere Unternehmensführung und mehr Transparenz in der Behörde ab. So soll der Apparat krisenfester und für nachhaltiges Wachstum im ganzen Land aufgestellt werden.
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Es ist mir immer noch ein Rätsel, wie Thailand die Touristen sortieren will nach Qualität ( hohe Ausgaben) und „Nicht-Qualität“ (niedrige Ausgaben). Und das natürlich noch bevor Flug und Reise gebucht werden.
Durch ständiges Wiederholen von Unsinn wird der nicht weniger unsinnig.
Mehr Qualität statt Masse. Und dann werden erst mal wieder Zahlen in den Raum geworfen, was man mit dem Tomorrowland so nebenbei einnehmen kann. Passt schon mal nicht.
Dann die 400.000 ermäßigten Sitzplätze, gelten die für thailändische Reisende oder für alle, die innerhalb des Landes rumfliegen…und fühlen?
Und ob die TAT dem Kultur- oder dem Tourismusministerium angehört ist bestimmt egal, die Wahrsagereien werden weitergehen.
Genau,deshalb 30 Tage Visafreiheit für das indische Volk. Ein Tag Mombasa oder New Delhi darf nicht mehr kosten als 1 Tag Pattaya.
Bruno, genau auf den Punkt gebracht. Unglaublich!!!
Da fließen doch massenhaft Gelder
Ich kann in TH keinerlei Qualität feststellen!
Sogar die Stammtischbrüder sind fern von ihrer Qualität…