8 Mio. Meth-Pillen in Chiang Rai beschlagnahmt

Drogenboss in Laos hat seine Finger im Spiel: Ermittler vermuten "Loong Sae Lee" hinter dem Mega-Fund. Jetzt sollen die Drahtzieher gefasst werden.

8 Mio. Meth-Pillen in Chiang Rai beschlagnahmt
ThaiRath

CHIANG RAI – Auf einem Friedhof im Bezirk Thoeng haben Sicherheitskräfte einen der größten Drogenfunde der Region gemacht: 8 Millionen Methamphetamin-Tabletten, versteckt in 27 Säcken. Die Pillen mit dem Stempel „999“ sollen für den Weitertransport ins Landesinnere bestimmt gewesen sein. Die Behörden vermuten das Netzwerk eines Mannes dahinter, der sich in Laos versteckt hält.

27 Säcke voller Yaba auf dem Friedhof versteckt

Am 31. Juli 2026 schlugen Beamte der Drogenfahndung (NSB 3) gemeinsam mit einer Ranger-Einheit zu. Auf dem Friedhof von Ban Sao Wa, einem Dorf im Bezirk Thoeng, wurden sie fündig.

Die Drogen vom Typ 1, im Straßenjargon als Yaba bekannt, lagerten in 27 Säcken. Die Gesamtmenge beläuft sich nach offiziellen Angaben auf rund 8 Millionen Tabletten.

Der mutmaßliche Kopf: „Long Sae-Lee“

Nach Erkenntnissen der Nachrichtendienste soll das Netzwerk von einem Mann namens „Long Sae-Lee“ gesteuert werden. Er ist hmongischer Abstammung und hält sich nach Behördenangaben auf der laotischen Seite des Mekong versteckt.

Die Ermittler gehen davon aus, dass er für den Transport Kurier-Netzwerke aus ethnischen Minderheiten einsetzt. Diese „Kurzstrecken-Piloten“ sind für den illegalen Grenzübertritt zuständig.

Produktion im Shan-Staat – Schmuggel über den Mekong

Die Lieferung stammt laut Ermittlungen aus Produktionsstätten im Gebiet Ban Pu Na Ko im Shan-Staat von Myanmar. Von dort wurde die Ware zunächst ins laotische Muang Pong gebracht.

Der Schmuggelweg führte weiter über Ton Pheung und Ban Huay Xai in der laotischen Provinz Bokeo. Über natürliche Grenzpfade bei Ban Huay Luek im Bezirk Wiang Kaen gelangte die Ladung schließlich illegal nach Thailand.

Transportroute durch vier Bezirke in Chiang Rai

Innerhalb Thailands zog sich die Route durch die Bezirke Wiang Kaen, Chiang Khong, Khun Tan und Phaya Mengrai. Das Ziel war das Zwischenlager auf dem Friedhof in Thoeng.

Dort warteten die Drogen auf den Weitertransport. Die Behörden kamen dem jedoch zuvor und stellten die gesamte Lieferung sicher.

Das Zeichen „999“ als Markenzeichen

Alle sichergestellten Tabletten tragen die Prägung „999“. Die Beamten vermuten dahinter einen Stempel aus Tablettier-Werkstätten in den Grenzdörfern.

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Das Yaba-Pulver dafür soll aus Ban Pu Na Ko in Myanmar stammen. Das Muster passt zu früheren Sicherstellungen.

Fahndung nach weiteren Beteiligten läuft

Die Behörden weiten die Ermittlungen nun aus. Ziel ist es, alle Mitglieder des Schmugglernetzwerks zu identifizieren und festzunehmen.

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Zu möglichen „Langstrecken-Piloten“, die den Transport ins Landesinnere übernehmen sollten, gibt es derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse.

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Quelle: Thairath

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