CHIANG MAI, Thailand – Behörden haben in einem nicht zugelassenen Hotel ein zwei bis drei Monate altes weißes Löwenjunges entdeckt. Eine 40-jährige chinesische Staatsangehörige wurde festgehalten, nachdem sie keine Genehmigung für die Haltung des Tieres vorlegen konnte.
Löwenjunges ohne Chip und Genehmigung entdeckt
Beamte fanden das Tier im zweiten Stock eines Gebäudes an der Charoensuk Road im Stadtteil Chang Phueak. Das Löwenjunge hatte keinen Mikrochip, außerdem lag keine Erlaubnis für seine Haltung vor.
Die Behörden beschlagnahmten das Tier zur weiteren Untersuchung. Die Frau konnte keine Unterlagen vorlegen, die einen legalen Besitz belegt hätten. Im Gebäude fanden die Beamten auch Fotos, die das Wachstum des Löwen seit seiner frühen Zeit zeigten.
Anwohner hörten seit Tagen lautes Brüllen
Die Durchsuchung begann gegen 15 Uhr. Beteiligt waren Beamte der Abteilung zur Bekämpfung von Umwelt- und Naturverbrechen, Vertreter des Bezirks Mueang Chiang Mai sowie Mitarbeiter der Naturschutzbehörde.
Auslöser waren Beschwerden von Anwohnern. Sie berichteten, seit dem 5. September laute Brüllgeräusche aus dem Gebäude zu hören und ein gefährliches Tier darin vermutet zu haben.
Gebäude offenbar als Hotel ohne Lizenz genutzt
Nach Angaben der Behörden war das Gebäude renoviert und in eine Unterkunft für Touristen umgewandelt worden. Das Angebot soll sich ausschließlich an chinesische Besucher gerichtet haben.
Der stellvertretende Bezirkschef Nattakorn Chum-intharachak erklärte, für das Gebäude sei bereits eine Hotelregistrierung beantragt worden. Der Antrag sei jedoch nicht genehmigt worden, trotzdem soll die Unterkunft weiter ohne Lizenz betrieben worden sein.
Frau zur Polizeistation gebracht
Die 40-jährige Chinesin Wang erklärte den Beamten, sie arbeite als Hausangestellte des Gebäudes. Sie wurde zur Polizeistation Mueang Chiang Mai gebracht und muss sich wegen des Besitzes geschützter Wildtiere ohne Genehmigung sowie wegen des Betriebs eines Hotels ohne Lizenz verantworten.
Die Behörden wollen außerdem mögliche Geldgeber hinter dem Gebäude und thailändische Staatsangehörige prüfen, die an dessen Erwerb beteiligt gewesen sein könnten.
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