BANGKOK, Thailand – Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul hat die Behörden zu einem härteren Vorgehen gegen Ausländer aufgefordert, die in Thailand gegen Gesetze verstoßen oder Thais ausnutzen. Er verwies auf eine unterzeichnete Regelung zur Abschiebung und verlangte von den Provinzgouverneuren, solche Fälle rasch zu verfolgen. Betroffen sind auch Phuket, Surat Thani und weitere Provinzen. Die Aussagen fielen am 17. September im Innenministerium.
Abschiebung soll sofort möglich werden
Anutin erklärte, die neue Bekanntmachung des Innenministeriums schaffe einen Mechanismus für Abschiebungen. Gouverneure und Bezirksleiter sollten das Gesetz konsequent anwenden, wenn ausländische Personen sich aggressiv verhalten, andere bedrohen oder die thailändische Bevölkerung ausnutzen.
Die Behörden sollten sich nach seinen Worten nicht mit der Frage aufhalten, wer zunächst ein Flugticket bezahlt. Die Provinz solle die Kosten zunächst vorstrecken; die Erstattung könne später geklärt werden. Auch ein möglicher Einspruch gegen die Abschiebung solle die Maßnahmen nicht grundsätzlich stoppen.
Phuket und Surat Thani im Blick
Anutin lobte die bisherigen Einsätze gegen Ausländer, die sich nicht an die Regeln halten. Er nannte Phuket und Surat Thani als Zielprovinzen, verwies aber auch auf vergleichbare Fälle in anderen Landesteilen.
Wer in Thailand ehrlich arbeite, die Gesetze achte und die Bevölkerung nicht ausnutze, sei willkommen. Investitionen und Ausgaben ausländischer Besucher seien zwar wichtig, rechtfertigten aber keine Geschäfte oder Aktivitäten außerhalb des Gesetzes.
Kritik an religiösen Einrichtungen und Verbotsschildern
Der Premierminister kritisierte Vorhaben, bei denen Ausländer religiöse Einrichtungen ohne ausreichende Rücksicht auf die thailändische Gesellschaft und Kultur errichten wollten. Er verwies auch auf einen Antrag für einen privaten Friedhof sowie auf einen Fall, in dem ein als Restaurant genehmigter Ort zugleich als religiöse Einrichtung genutzt worden sein soll.
Besonders scharf wandte er sich gegen Schilder, die Thais den Zutritt verbieten. Gouverneure sollten solche Schilder nach seinen Worten selbst entfernen lassen. Ausnahmen könne es nur für private Wohnhäuser geben, wobei auch dort ein ausdrücklicher Ausschluss thailändischer Bürger nicht akzeptiert werden solle.
Nominierte Eigentümer und illegale Arbeit prüfen
Anutin forderte die Gouverneure auf, Verstöße ausländischer Personen genauer zu untersuchen. Dazu zählte er den Einsatz von thailändischen Strohmännern, den Besitz von Land, Geschäfte ohne Genehmigung und illegale Beschäftigung.
Auch die Nutzung Thailands als Ausgangspunkt für Straftaten müsse verfolgt werden. Die Maßnahmen sollten nach seinen Vorgaben fair, sorgfältig und konsequent umgesetzt werden.
Gouverneure sollen enger mit der Polizei arbeiten
Die Provinzverwaltungen sollen bei der Ordnungspolitik enger mit mehreren Behörden zusammenarbeiten. Anutin verlangte außerdem, dass die Gouverneure gemeinsam mit den Bezirksleitern auf Drogenverstöße prüfen.
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Er mahnte die Behörden zugleich zu mehr Zurückhaltung bei vertraulichen Informationen. Nach einem Informationsleck in der Vorwoche sollten der Staatssekretär des Innenministeriums und der Generaldirektor der Abteilung für Provinzverwaltung mit dem Polizeichef oder dem designierten Polizeichef einen gemeinsamen Arbeitsrahmen festlegen.
Thailand bleibt für gesetzestreue Ausländer offen
Anutin betonte, Thailand wolle Ausländer weiterhin willkommen heißen, wenn sie die Gesetze, Bräuche und die Kultur des Landes respektierten. Ein Zusammenleben ohne Trennung nach Herkunft oder Religion sei möglich, solange niemand die Bevölkerung ausnutze oder sich über thailändische Regeln stelle.
Die Gouverneure sollen nun Verstöße in ihren Provinzen konsequent prüfen und die neuen Möglichkeiten zur Abschiebung nutzen. Anutin forderte eine schnelle Zusammenarbeit des stellvertretenden Innenministers mit den Gouverneuren und mit Unterstützung der Abteilung für Provinzverwaltung.
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