Israelische Hintermänner bei Schönheits-Abzocke?

Betroffene erstatteten Anzeige und wandten sich an die Verbraucherschutzbehörde. Eine betroffene Person zahlte 225.800 Baht, weitere meldeten 84.000 und 48.000 Baht.

Israelische Hintermänner bei Schönheits-Abzocke?
Matichon

BANGKOK, Thailand – Mehrere Betroffene haben in Thailand Anzeige gegen Kosmetik- und Schönheitsgeschäfte erstattet und sich bei der Verbraucherschutzbehörde beschwert. Nach Angaben der Betroffenen sollen einzelne Läden nach Problemen geschlossen und unter einem neuen Namen in anderen Einkaufszentren wieder eröffnet haben. Im Mittelpunkt stehen hohe Zahlungen, verweigerte Rückerstattungen und der Verdacht auf verbundene Firmen.

Geschäfte sollen nach Beschwerden unter neuem Namen öffnen

Die Betroffenen berichten, dass die beanstandeten Kosmetik- und Schönheitsgeschäfte in mehreren Einkaufszentren tätig waren. Nach ihren Recherchen liefen sie über mehrere Unternehmen, deren Geschäftsführer teilweise miteinander verbunden sein sollen.

Eine Gruppe israelischer Geschäftsleute soll 49 Prozent der Anteile halten. Die Betroffenen fordern nun eine Prüfung der Geschäftsstruktur und vermuten, dass weitere Kunden auf ähnliche Weise geschädigt worden sein könnten.

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Betroffene Person zahlt 225.800 Baht für sechs Produkte und Leistungen

Eine betroffene Person kaufte am 8. August insgesamt sechs Produkte und Leistungen für 225.800 Baht. Für den 14. August war ein Fadenlifting vereinbart, das nach Angaben des Geschäfts ein Arzt durchführen sollte.

Als der Kunde zum Termin erschien, erklärte das Geschäft jedoch, der Arzt sei bereits abgereist. Stattdessen sei ein Behandler eingewiesen worden. Nach der Behandlung wurden drei weitere Kosmetikprodukte für 70.000 Baht angeboten, die die betroffene Person bezahlte.

Rückgabe unbenutzter Ware scheitert

Als die betroffene Person die noch nicht verwendeten Produkte zurückgeben wollte, verwies das Geschäft an eine Firma. Die angegebene Telefonnummer war jedoch noch nicht freigeschaltet.

Auf Nachfrage zur Qualifikation des Mitarbeiters, der die Behandlung durchgeführt hatte, erhielt die betroffene Person die Auskunft, es habe sich um einen „Therapeuten“ gehandelt. Das Geschäft soll erklärt haben, es sei ein Fadenlifting mit natürlichem Kollagen gewesen. Die betroffene Person bezweifelte daraufhin, ob die Behandlung von der richtigen Fachkraft vorgenommen worden sei. Inzwischen ist der Laden geschlossen.

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Betroffene Person fühlt sich beim Verkauf unter Druck gesetzt

Eine weitere betroffene Person wurde in einem Einkaufszentrum von Mitarbeitern angesprochen und zum Testen einer Creme eingeladen. Danach sollen Produkte mit Preisen im sechsstelligen Baht-Bereich und einer angeblich hautstraffenden Wirkung angeboten worden sein.

Anschließend wurde ihm ein Gesichtsmassage-Kurs für 150.000 Baht angeboten. Obwohl die betroffene Person zunächst ablehnte, soll das Personal weiterverhandelt, einen Rabatt und kostenlose Zugaben angeboten und der betroffenen Person die Kreditkarte aus der Hand genommen haben. Schließlich zahlte die betroffene Person 70.000 Baht.

Quittung weist Zahlung als Ware aus

Das Geschäft erklärte, die 70.000 Baht seien die Kosten für 36 Gesichtsmassagen. Auf der Quittung stand nach Angaben des Betroffenen jedoch, dass es sich um den Kauf von Waren handelte. Die Dienstleistungen wurden als Zugabe aufgeführt.

Am folgenden Tag wandte sich der Kunde an seine Bank und bat darum, die Zahlung zu stoppen. Außerdem beschwerte er sich bei der Verbraucherschutzbehörde und beim Einkaufszentrum.

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Rückzahlung trotz Vereinbarung nicht erfolgt

Das Geschäft erklärte sich später bereit, eine Vereinbarung über die Rückzahlung zu unterzeichnen. Nach Angaben der betroffenen Person enthielt das Dokument jedoch die Bedingung, dass er sich nicht bei der Verbraucherschutzbehörde und dem Einkaufszentrum beschweren dürfe.

Nach Ablauf von 30 Tagen war das Geld noch nicht zurückgezahlt. Die Bank konnte das Geschäft nicht erreichen, schloss die betreffende Filiale. Zwei weitere Betroffene meldeten Zahlungen von 84.000 und 48.000 Baht, insgesamt 132.000 Baht. Auch ihnen soll eine Rückerstattung verweigert worden sein.

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Quelle: Matichon

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