BANGKOK, Thailand – Das geplante Solarprogramm für Haushalte sieht einen Zuschuss von 50.000 Baht für eine Million Familien vor. Nach Angaben des Abgeordneten Thanakorn Wangboonkongchana von der Partei Bhumjaithai, der früher Industrieminister war, soll das Programm Stromkosten senken, zusätzliche Einnahmen ermöglichen und langfristig den Ausbau sauberer Energie in Thailand vorantreiben.
50.000 Baht für eine Million Haushalte
Die Regierung unter Premierminister Anutin Charnvirakul will die Installation von Solaranlagen auf Hausdächern mit jeweils 50.000 Baht unterstützen. Für eine Million Haushalte wird mit einem Finanzierungsbedarf von rund 75 Milliarden Baht gerechnet.
Thanakorn bezeichnete das Vorhaben als Teil der Regierungspolitik, die Ausgaben der Bevölkerung zu senken und ihre Einnahmen zu erhöhen. Das Programm soll die Bevölkerung angesichts der schwankenden Wirtschaftslage entlasten.
Solaranlage soll monatlich 750 Kilowattstunden liefern
Für jeden Haushalt ist eine Anlage mit einer Leistung von 5 Kilowatt vorgesehen. Sie soll im Durchschnitt 25 Kilowattstunden Strom am Tag und rund 750 Kilowattstunden im Monat erzeugen.
Bei einer Vergütung von 2,20 Baht je Kilowattstunde könnten daraus Einnahmen von etwa 1.650 Baht im Monat entstehen. Die erwarteten Werte beruhen auf einer Berechnung mit 30 Tagen pro Monat.
Verkauf von Strom soll Haushalte entlasten
Die Regierung will mit dem Programm die Erzeugung von sauberem Strom in Privathaushalten fördern. Nach den Angaben soll der selbst produzierte Strom die Haushaltsausgaben senken und zusätzliche Einnahmen bringen.
Die Solarmodule sollen 25 bis 30 Jahre genutzt werden können. Für die Wechselrichter wird eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren angegeben.
Zugang zunächst an mehrere Bedingungen geknüpft
Zu den grundlegenden Voraussetzungen gehört zunächst, dass Antragsteller Landwirte sind, die Kunden der Bank für Landwirtschaft und landwirtschaftliche Genossenschaften sind und die Vorgaben des Programms erfüllen. Außerdem müssen sie Stromkunden im Bereich Wohnen sein.
Erforderlich sind auch ein Stromzähler und die Möglichkeit, am System zum Ankauf des erzeugten Stroms teilzunehmen. Der vorgesehene Installationsort muss geeignet sein und den geltenden Standards entsprechen.
Anutin verlangt sorgfältige Umsetzung
Premierminister Anutin habe die zuständigen Stellen angewiesen, das Solarprogramm schnell, aber sorgfältig voranzutreiben, sagte Thanakorn am 13. September 2569. Langfristig solle das Vorhaben der Bevölkerung große Vorteile bringen.
Thanakorn stellte das Programm zugleich als Umsetzung eines Wahlversprechens der Partei Bhumjaithai dar. Die Partei habe angekündigt, ihre Zusagen einzuhalten und für die Bevölkerung zu handeln.
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Programm nur für Landwirte? Was wollen die denn damit erreichen? Und andere Privathaushalte können dann an diesem Programm nicht teilnehmen!?
Es ist vermutlich der falsche Weg, auf Netzeinspeisung zu setzen, denn das erfordert gigantischen Aufwand zur Netzregulierung und Netzstabilisierung. Europa ist da abschreckendes Beispiel dafür.
Viel sinnvoller wäre es vermutlich, auf möglichst jeweils 100% Selbstversorgung zu setzen, indem entsprechende Batterien mit installiert werden.
die Batterien kosten aber zusätzlich einen guten Batzen Geld, gerade wenn sie den Haushalt stromautark halten sollen. Bei der Netzeinspeisung gibt es im Gegenzug schon 2,2 THB pro kwh, was den Leuten hilft, die Amortisationszeit der Anlage zu verkürzen. Ich denke, da sollten die Bedürfnisse der Leute größere Berücksichtigung finden als die Netzstabilisierung und Netzregulierung. Ganz davon abgesehen dauert es ja einige Zeit, bis diese 1 Mio Haushalte ans Netz angeschlossen werden können. Ich persönliche habe meine 5 kwp Anlage heute vor 3 Monate in Betrieb genommen. Ich warte heute noch auf den Zähler und die Netzeinspeisung, weil die örtliche PEA extrem langsam arbeitet!
Der Enpal Chef hat ein in einem Gespräch im FOCUS auf Grund der Daten die seine Firma hat mitgeteilt, das diese Behauptung falsch ist. Der Strom von Hausdachanlagen wird von den Nachbarn verbraucht. Er hat das ausfühlich beschrieben ( Link zum Artikel nicht möglich ) und auf die Frage warum dies immer wieder so behauptet wird auf die wirtschaftlichen Interessen der Netzbetreiber hingewiesen. Sehr aufschlussreich. Mit Suchmanschine sollte das zu finden sein.