NONTHABURI, THAILAND – Thailands Nationaler Ausschuss für übertragbare Krankheiten hat den Entwurf für ein landesweit verknüpftes Meldesystem für Impfdaten gebilligt. Staatliche und private medizinische Einrichtungen sollen ihre Impfungen in das gemeinsame System eintragen. Gleichzeitig sollen vier weitere Krankheiten unter Beobachtung gestellt werden.
Impfmeldungen aus staatlichen und privaten Einrichtungen
Der Entwurf des Gesundheitsministeriums sieht vor, Impfdaten aus staatlichen Krankenhäusern und Einrichtungen außerhalb des Ministeriums, von Kommunalverwaltungen sowie aus privaten Krankenhäusern und Kliniken miteinander zu verbinden.Die Sitzung fand am 18. September in Nonthaburi unter dem Vorsitz von Gesundheitsminister Phatthana Phromphat statt.
Alle medizinischen Einrichtungen werden um Meldungen gebeten. Für private Anbieter gilt dies besonders. Die Daten sollen den Einrichtungen bei der Planung und Verwaltung helfen
Vier Krankheiten kommen auf die Beobachtungsliste
Der Ausschuss befasste sich außerdem mit dem Entwurf für die Bezeichnungen und die wichtigsten Symptome von Krankheiten, die unter Beobachtung stehen. Neu aufgenommen werden Legionärskrankheit, das schwere Fieber mit niedriger Blutplättchenzahl (SFTS), RSV-Infektionen der Atemwege und Gürtelrose.
Für die Umsetzung des nationalen Impfprogramms soll ein Unterausschuss eingesetzt werden. Er soll die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Behörden koordinieren.
Atemwegsinfektionen treffen vor allem Kinder
Bei den Atemwegsinfektionen werden Covid-19 und RSV derzeit häufig bei Kindern im Alter von null bis vier Jahren festgestellt. Grippe tritt laut den Gesundheitsbehörden besonders bei Kindern zwischen fünf und neun Jahren auf.
Eltern und andere Betroffene sollen auf Symptome achten und die Hygiene beachten. Wer krank ist, soll engen Kontakt zu anderen meiden, eine Maske tragen und sich untersuchen lassen oder einen Arzt aufsuchen.
Polio bleibt in Grenzregionen unter Beobachtung
In Thailand gibt es derzeit keine Poliofälle. Im August wurde jedoch ein Ausbruch in einem Nachbarland festgestellt, weshalb die Behörden die Lage weiter verfolgen.
Eltern von Kindern unter einem Jahr sollen die Impfungen nach dem vorgesehenen Impfplan vollständig durchführen lassen. Das gilt besonders für Familien in Grenzprovinzen, wo die Impfquote weiter verbessert werden soll.
Fast 26.000 Dengue-Fälle im laufenden Jahr
In diesem Jahr wurden bisher 25.948 Dengue-Fälle und 39 Todesfälle gemeldet. Als wichtige Risikofaktoren gelten Vorerkrankungen und ein verspäteter Gang ins Krankenhaus.
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Bei Fieber über 38,5 Grad, das länger als zwei Tage anhält, sowie Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, einem geröteten Gesicht, starkem Durst oder kleinen Blutungspunkten unter der Haut an Armen, Beinen und am Rumpf soll sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden. Die Behörden raten davon ab, Medikamente eigenständig einzunehmen.
Mpox und Ebola-Entscheidung
Bei Mpox wurden in diesem Jahr 338 Erkrankungen und zwei Todesfälle registriert. Die Gesundheitsbehörden empfehlen, riskantes Verhalten zu vermeiden und den eigenen Gesundheitszustand regelmäßig zu beobachten.
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Bei möglichen Symptomen oder einer Ansteckungsgefahr soll schnell eine Untersuchung erfolgen. Der Ausschuss nahm außerdem zur Kenntnis, dass Uganda nicht mehr als Gebiet mit gefährlicher Ebola-Infektionskrankheit eingestuft wird. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte Uganda am 27. August für Ebola-frei, nachdem 42 Tage lang kein neuer Fall seit dem letzten Patienten festgestellt worden war.Der zuständige Fachausschuss hatte am 25. August der Aufhebung dieser Einstufung Ugandas zugestimmt.

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