BANGKOK, Thailand – Die thailändische Regierung hat Vermögen im Wert von rund 20 Milliarden Baht beschlagnahmt und eingefroren. Die Maßnahme richtet sich gegen das Netzwerk „Yim Liak–Ben Smith“ und ist Teil einer landesweiten Kampagne gegen Strohleute, graues Kapital und den illegalen Gebrauch von Personalausweisen.
20,392 Milliarden Baht im Visier der Ermittler
Nach Angaben von Regierungssprecher Ekkaphop Phianphiset wurde das Vermögen des Netzwerks „Yim Liak–Ben Smith“ über die Verfolgung von Finanzströmen ermittelt. Insgesamt geht es um rund 20,392 Milliarden Baht.
Die Behörden weiten die Ermittlungen dabei von einzelnen Verdächtigen auf deren Finanznetzwerke und Vermögenswerte aus. Regierungschef Anutin Charnvirakul hat eine enge Zusammenarbeit der Behörden und eine konsequente Anwendung der Gesetze angeordnet.
2.100 Firmen gelten als Strohfirma
Bei der Überprüfung von Beteiligungsstrukturen stießen die Behörden auf rund 2.100 Unternehmen, die als mögliche Strohfirma eingestuft werden. Mehr als 10.000 weitere Unternehmen müssen nach den vorliegenden Daten noch genauer geprüft werden.
Die Informationen wurden an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Nach dem Abgleich von Anteilseignern, Finanzdaten und weiteren Angaben ging die Zahl der Registrierungsanträge aus der Risikogruppe um etwa 70 Prozent zurück.
Grundbesitz im Wert von mehr als 80 Milliarden Baht
Das Innenministerium fand Unternehmen, bei denen Belege für einen möglichen Landbesitz über Strohleute vorliegen. Der Gesamtwert der betroffenen Grundstücke wird mit mehr als 80 Milliarden Baht angegeben.
Gegen die Unternehmen wurden rechtliche Schritte eingeleitet. Ziel ist der zwangsweise Verkauf der Grundstücke nach den gesetzlichen Vorgaben.

27 Festnahmen in Surat Thani
Bei der Ausweitung der Ermittlungen gegen Netzwerke rund um den illegalen Gebrauch von Personalausweisen stießen die Behörden auf Verbindungen in mehreren Gebieten. Bei der Operation „Closing the shadow 2“ in der Provinz Surat Thani erließ ein Gericht Haftbefehle gegen 33 Personen.
27 dieser Personen wurden festgenommen. Die Ermittlungen bezogen sich auf ein Netzwerk, das an der unrechtmäßigen Ausstellung von Ausweisen für Menschen ohne registrierten Personenstatus beteiligt war.
Daten aus mehreren Behörden werden verknüpft
Die Regierung gleicht Informationen zu Finanztransaktionen, Personen, Unternehmen, Anteilseignern und Landbesitz ab. So sollen Auffälligkeiten bei Finanzkonten verfolgt und sogenannte Strohkonten bekämpft werden.
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Die Prüfung richtet sich gegen die Nutzung von Strohleuten für Landbesitz, gegen illegale Geschäfte und gegen den Einsatz Thailands als Basis für Straftaten. Ausländer, die rechtmäßig investieren und Geschäfte betreiben, sollen weiterhin willkommen sein.
Auch Politiker sollen überprüft werden
Regierungssprecher Ekkaphop Phianphiset forderte die Parteien zur Zusammenarbeit auf. Falls Mitglieder oder politische Amtsträger wegen Strohleuten oder grauem Kapital unter Verdacht geraten, sollen sie wie jede andere Person überprüft und gegebenenfalls strafrechtlich verfolgt werden.
Die Regierung will die Datenverknüpfung fortsetzen und Ermittlungen von den Finanzströmen über Beteiligungsstrukturen und beteiligte Personen bis zu den Vermögenswerten ausweiten. Ein Schutz oder Eingriff in die Prüfungen solle nicht stattfinden, die Verfahren müssten sich nach Beweisen und geltendem Recht richten.

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