Polizist fordert Lösegeld von Ausländern

Drei weitere Männer wurden ebenfalls festgenommen. In Sa Kaeo sollen fünf Polizisten und ein Zivilist versucht haben, von fünf Chinesen 300.000 Baht zu erpressen.

Polizist fordert Lösegeld von Ausländern
Facebook/ สำนักงานตำรวจแห่งชาติ

San Kamphaeng, Chiang Mai – Ein Polizeioberstleutnant und drei weitere Männer sind am 15. September festgenommen worden. Sie sollen von einem chinesischen Staatsangehörigen 200.000 Baht für dessen Freilassung verlangt haben. Der Fall reiht sich in weitere Vorwürfe gegen Personen ein, die Chinesen in Thailand Geld abgenommen haben sollen.

200.000 Baht für die Freilassung

Beamte der Polizeistation San Kamphaeng nahmen den Polizeioberstleutnant fest. Er war als Inspektor bei einer Spezialeinheit der Provinzpolizei-Region 5 tätig, sein Name wurde bisher nicht veröffentlicht.

Die Gruppe soll den chinesischen Mann aus einem Unterhaltungslokal gebracht und anschließend 200.000 Baht für seine Freilassung gefordert haben. Die drei weiteren Festgenommenen wurden als der 28-jährige Serksak, der 39-jährige Narakorn und der 38-jährige Siraphob identifiziert.

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Vorwurf nach Razzia im August

Der chinesische Staatsangehörige berichtete den Ermittlern, dass Polizeibeamte, ihnen unterstellte Kräfte und Zivilpersonen im August Unterhaltungslokale in San Kamphaeng kontrolliert hätten. Die Aktion soll Teil eines Vorgehens gegen Drogen gewesen sein.

In einem der Lokale soll die Gruppe auf den Chinesen getroffen sein. Die Beamten und die anderen Beteiligten sollen ihn anschließend aus dem Lokal gebracht und Geld verlangt haben.

Beschwerde führte zu den Festnahmen

Der Betroffene meldete den Vorfall der chinesischen Botschaft und der Polizeistation San Kamphaeng. Weitere Ermittlungen führten laut den Angaben zur Identifizierung der mutmaßlich Beteiligten.

Der Polizeioberstleutnant und die anderen beteiligten Polizisten wurden wegen Amtsverfehlung und des Vorwurfs angeklagt, ihre Position zur Erpressung von Vermögen genutzt zu haben. Der Festnahmebericht nennt keine weiteren Einzelheiten und macht auch keine Angaben zu den Strafen für die einzelnen Beschuldigten.

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Ähnlicher Fall in Sa Kaeo

Bereits im Mai war in Sa Kaeo ein ähnlicher Fall bekannt geworden. Fünf Polizisten und ein Zivilist sollen versucht haben, von fünf chinesischen Staatsangehörigen 300.000 Baht zu erpressen.

Die Betroffenen sollen während ihrer Festhaltung die Einwanderungsbehörde kontaktiert haben. Sie erklärten, die Polizisten hätten ihnen eine illegale Einreise nach Thailand vorgeworfen und jeweils 300.000 Baht für ihre Freilassung verlangt.

Einwanderungsbehörde befreite fünf Chinesen

Beamte der Einwanderungsbehörde durchsuchten daraufhin das Gebäude, in dem die fünf chinesischen Staatsangehörigen festgehalten worden sein sollen. Die beteiligten Polizisten wurden festgenommen.

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Die fünf Chinesen wurden aus der Situation befreit.

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Weiterer Vorwurf in Rayong

Im August forderte ein Wohnprojekt in Rayong Ermittlungen, nachdem chinesische Bewohner von Männern erpresst worden sein sollen. Die Männer gaben sich demnach als Einwanderungsbeamte aus.

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Nach Angaben des Projektbetreibers sollen sie chinesische Bewohner zu Zahlungen von 2.000 Baht für eine Spendenaktion bewegt haben. Ihnen wurde außerdem vorgeworfen, aus Wohnungen chinesischer Bewohner gestohlen zu haben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag kein öffentlicher Zwischenstand der Ermittlungen vor.

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Quelle: Thaiger

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