PATTAYA – Das Provinzgericht Pattaya hat am Sonntag einen chinesischen Staatsbürger zu 46 Jahren Haft verurteilt. Mingchen Sun hatte sich in allen Punkten schuldig bekannt, ein illegales Depot mit Waffen in Militärqualität, C4-Sprengstoff und Störsendern unterhalten zu haben. Das Gericht wertete den Fund als ernste Bedrohung für die öffentliche und nationale Sicherheit.
46 Jahre Haft nach Geständnis
Das Strafgericht setzte die Gesamtstrafe auf 44 Jahre und 24 Monate fest – umgerechnet genau 46 Jahre. Zuvor hatte Sun während des Prozesses sämtliche Anklagepunkte eingeräumt.
Sein Schuldbekenntnis brachte ihm ein Drittel Straferlass ein. Das Gericht ließ sich davon aber nicht täuschen: Art und Umfang des Waffenarsenals stellten nach Überzeugung der Richter eine konkrete Gefahr für jedermann dar.
Arsenal mit M16, C4 und Störsendern
Bereits am 8. Mai stießen Ermittler auf das Waffenlager. Sichergestellt wurden Glock-9‑mm-Pistolen, M4- und M16-Gewehre samt Munition und Magazinen.
Hinzu kam hochexplosiver C4-Sprengstoff, Komponenten für Bomben sowie kugelsichere Westen. Die Beamten beschlagnahmten außerdem Funksignalstörer, Chemikalienschutzmasken und Fernbedienungssender.
Geständnis sicherte Strafrabatt
Mingchen Sun bestritt keine der Taten. Er legte vor Gericht ein umfassendes Geständnis ab und ersparte dem Verfahren damit langwierige Beweisaufnahmen.
Die Richter sahen darin einen strafmildernden Umstand. Weil gleich mehrere Gesetze verletzt waren – vom Waffengesetz bis zur Funkkommunikationskontrolle – fiel die Strafe dennoch drastisch aus.


Zweiter Angeklagter muss in Haft warten
Ein weiterer Beschuldigter wies alle Vorwürfe zurück. Das Gericht trennte sein Verfahren ab und gab der Staatsanwaltschaft 15 Tage Zeit, eine neue Anklage einzureichen.
Bis dahin bleibt der Mann in Untersuchungshaft. Ob er mit dem Waffenlager in Verbindung stand, muss nun in einem eigenen Prozess geklärt werden.
Sämtliche Waffen werden eingezogen
Das Urteil verfügt die Einziehung aller beschlagnahmten Gegenstände. Schusswaffen, Munition, Sprengstoff und Schutzausrüstung gehen damit dauerhaft in staatliche Verwahrung.
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Das Gericht will so sicherstellen, dass das gefährliche Arsenal nicht erneut in Umlauf kommt. Schon in der Urteilsbegründung hatte es die akute Gefahr für die innere Sicherheit hervorgehoben.


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