PHUKET, THAILAND – Die thailändische Einwanderungsbehörde hat eine schwedische Staatsangehörige festgenommen, die wegen Betrugs mit einem Schaden von mehr als 60 Millionen Baht international gesucht wurde. Felicia soll gemeinsam mit 14 Mittätern Opfer zu 163 Geldüberweisungen verleitet haben. Nun wurde ihre Aufenthaltserlaubnis widerrufen und die Abschiebung nach Schweden eingeleitet.
Festnahme nach internationaler Fahndung
Ermittler der Immigration Division 6 und der Einwanderungsbehörde Phuket spürten Felicia am 4. August in der Provinz Phuket auf. Gegen sie lag eine internationale Fahndung von Interpol unter der Nummer A-9962/6-2026 vor.
Die Fahndungsnotiz war wegen Betrugs veröffentlicht worden. Nach der Überprüfung ihrer Daten im biometrischen System nahmen die Beamten die Schwedin fest und brachten sie zur Immigration Phuket.
Opfer zu 163 Überweisungen gebracht
Felicia soll Anfang 2022 gemeinsam mit 14 mutmaßlichen Mittätern als Mitarbeiter eines Finanzunternehmens und einer Bank aufgetreten sein. Nach Angaben der Ermittler brachten sie die Opfer telefonisch dazu, insgesamt 163 Überweisungen auszuführen.
Der dabei entstandene Schaden soll mehr als 60 Millionen Baht betragen. Die Ermittlungen liefen nach Angaben der Einwanderungsbehörde in Zusammenarbeit mit dem Nordic Police Liaison Office und der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten der thailändischen Polizei.
Einreise über Ranong mit Touristenvisum
Felicia war am 31. Januar über den Grenzübergang Ranong nach Thailand eingereist. Sie erhielt zunächst ein Touristenvisum und durfte bis zum 31. März im Land bleiben.
Die Einwanderungsbehörde Phuket verlängerte ihren Aufenthalt anschließend bis zum 31. August. Nach der Festnahme widerrief der Kommandeur der Immigration Division 6 diese Erlaubnis.
Abschiebung nach Schweden eingeleitet
Die Beschuldigte befindet sich nun im Gewahrsam der Immigration Phuket. Die Behörde leitete die Abschiebung nach Schweden nach den Einwanderungsvorschriften ein.
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Immigrationschef Pol. Lt. Gen. Panumas Boonlum erklärte, Thailand werde weiter mit Sicherheitsbehörden im In- und Ausland nach Personen mit internationalen Haftbefehlen suchen. Das Land werde kein Zufluchtsort für Flüchtige oder grenzüberschreitend tätige Kriminelle sein.
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