NAKHON PHANOM, Thailand – Heftige Regenfälle haben am Sonntag Straßen, Wohnhäuser und Geschäfte in der nordostthailändischen Grenzprovinz Nakhon Phanom überflutet. Während Einsatzkräfte das Wasser abpumpten, wurden die Gouverneure aller 14 südlichen Provinzen angewiesen, ihre Vorbereitungen gegen Überschwemmungen zu verstärken.
Nakhon Phanom: 107,9 Millimeter Regen überfluten die Stadt
Ein Monsuntrog über dem oberen Norden Thailands und Laos brachte seit den frühen Morgenstunden starken Regen. Ab etwa 5 Uhr fiel der Regen ununterbrochen, insgesamt wurden 107,9 Millimeter gemessen.
Die Entwässerungssysteme konnten die Wassermassen nicht aufnehmen. Haupt- und Nebenstraßen standen unter Wasser, das in Häuser, Geschäfte und Restaurants eindrang. Waschmaschinen, Kühlschränke, Gasherde, Matratzen und weitere Gegenstände wurden beschädigt.
Wasser auf Straßen bremst Verkehr in Nakhon Phanom
Auf einigen Straßen der Stadt stand das Wasser 30 bis 40 Zentimeter hoch. Autos und Motorräder blieben beim Durchfahren überfluteter Straßen liegen. Einsatzkräfte halfen, die Fahrzeuge zu bergen, und regelten den Verkehr.
Bewohner mehrerer Gemeinden forderten Sandsäcke an, um ihre Häuser zu schützen. Die Behörden warnten, dass weiterer Starkregen in gefährdeten Gebieten erneut Überschwemmungen auslösen könnte.
Mekong steigt auf 10,78 Meter
Der Pegel des Mekong stieg im Vergleich zum Samstag um 20 Zentimeter auf 10,78 Meter. Damit lag der Fluss noch 1,22 Meter unter der Warnmarke von zwölf Metern, ab der ein Überlaufen droht.
Der höhere Wasserstand verlangsamte jedoch den Abfluss aus Nebenflüssen und aus dem Entwässerungssystem der Stadt in den Mekong. Gouverneur Adisak Noisuwan und Bürgermeister Niwat Jiawiriyaboonma ordneten deshalb einen dringenden Einsatz mehrerer Behörden an.
Acht Pumpen leiten Wasser in den Mekong
Mindestens acht große Wasserpumpen liefen an wichtigen Abflussstellen am Mekong. Sie sollten das Wasser aus den überfluteten Stadtgebieten schneller ableiten. Mitarbeiter des Katastrophenschutzes verteilten mit Unterstützung von Soldaten Sandsäcke und überwachten die Lage rund um die Uhr.
Einsatzteams kontrollierten gefährdete Bereiche, entfernten Müll aus verstopften Abflussgittern und halfen den Bewohnern. Für die Flussbezirke Ban Phaeng, Tha Uthen, Muang Nakhon Phanom und That Phanom sowie für Gemeinden an Nebenflüssen galt die Aufforderung, die Lage genau zu beobachten. Bei anhaltendem Starkregen sollten Wertsachen höher gelagert und Nutztiere an sichere Orte gebracht werden.
Südthailand soll sich auf Hochwasser vorbereiten
Ministerpräsident Anutin Charnvirakul beauftragte Vizeregierungschef Phiphat Ratchakitprakarn mit der Vorbereitung und Reaktion auf mögliche Überschwemmungen in allen 14 südlichen Provinzen. Nach Angaben der stellvertretenden Regierungssprecherin Ploytalay Laksmeesangchan sollen sofortige und langfristige Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung umgesetzt werden.
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Phiphat wies die Gouverneure an, Übungen für den Katastrophenschutz abzuhalten, Evakuierungsunterkünfte und hochwassersichere Parkflächen festzulegen sowie die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen, Kommunen und Freiwilligen zu organisieren. Die Bewässerungsbehörden sollen Wasserabgaben an die örtlichen Bedingungen anpassen. An der Andamanensee dauert die Regenzeit gewöhnlich von Mai bis Oktober, an der Küste des Golfs von Thailand von Oktober bis Januar.
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