NAKHON NAYOK, THAILAND – Die Polizei hat einen 27-jährigen Mann festgenommen, der eine 35-jährige Frau getötet haben soll. Der Verdächtige war zunächst mit einem Pickup geflohen, bevor das Fahrzeug stecken blieb. Zum Motiv gibt es unterschiedliche Angaben, die Ermittlungen laufen. Die Getötete hieß Korawika Wiwek.
Pickup bleibt im Schlamm stecken
Polizisten aus der Provinz Nakhon Nayok und dem Bezirk Ban Na nahmen den 27-jährigen Anonth S. am 12. August 2569 fest. Nach Angaben der Ermittler konnte er mit seinem Pickup nicht weiterfahren, weil das Fahrzeug im Schlamm stecken blieb.
Danach suchte der Verdächtige Unterschlupf bei einem Bekannten. Die Beamten brachten ihn später zum Tatort, um den Ablauf im Rahmen seiner Aussage nachzustellen.
Tödlicher Vorfall vor einer Autowerkstatt
Die Polizei war am späten Abend des 11. August 2569 zu einer Autowerkstatt im Bezirk Ban Na gerufen worden. Dort lag eine 35-jährige Frau aus dem Bezirk tot vor dem Betrieb. Die Behörden ließen den Leichnam zur rechtsmedizinischen Untersuchung in ein medizinisches Zentrum bringen.
Nach den bisherigen Angaben war der 27-Jährige zuvor mit einem Pickup zum Wohnort der Frau gefahren. Dort kam es zu einem Streit, bevor die Frau mit ihrer Tochter über die Straße zur Werkstatt ging, um Hilfe zu holen.
Tochter erlebt die Tat mit
Der Besitzer der Werkstatt sagte, er habe den Streit beenden wollen und die Frau aufgefordert, zurückzugehen. Kurz darauf sei die Frau tödlich verletzt gewesen; ihre kleine Tochter befand sich in der Nähe.
Die Familie erklärte gegenüber einem Reporter, der Mann sei zuvor mit einer Waffe in das Haus gekommen und habe die Frau zum Einsteigen in den Pickup zwingen wollen. Sie habe sich geweigert und um Hilfe gerufen. Der Ehemann der Frau arbeitet nach diesen Angaben als Straßenbauunternehmer in einer anderen Provinz und schickt Geld für seine Frau und das Kind.
Verdächtiger nennt Beleidigung als Auslöser
Bei der Tatortrekonstruktion erklärte der Verdächtige nach Polizeiangaben, die Frau habe ihn beleidigt und provoziert. Er sprach von einem Moment unkontrollierter Wut und bat um Entschuldigung.
In der Vernehmung behauptete der Mann außerdem, er sei wütend gewesen, weil die Frau anderen erzählt habe, er nehme Drogen und sei deshalb verwirrt. Nach seiner Darstellung habe ihn das geschädigt und den Streit ausgelöst.
Familie vermutet anderen Hintergrund
Die Angehörigen vermuten den Grund für den Konflikt in der Festnahme des früheren Ehemanns der Frau. Die beiden hatten sich vor mehreren Jahren getrennt, als die Tochter etwa ein Jahr alt war. Der Mann war rund eine Woche vor der Tat in einem Drogenverfahren festgenommen worden.
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Der Verdächtige soll geglaubt haben, die Frau habe der Polizei den entscheidenden Hinweis gegeben. Sie habe dies wiederholt bestritten, doch er habe ihr nicht geglaubt. Nach Angaben der Familie kam es zwischen beiden deshalb immer wieder zu Streit.
Polizei prüft die Aufnahmen
Die Ermittler halten die Darstellung des Verdächtigen bislang nicht für abschließend geklärt. Auf Aufnahmen einer Überwachungskamera sind nach Polizeiangaben Bilder und Gesprächsfetzen zu sehen, die auf einen Streit über die Festnahme des früheren Ehemanns hindeuten. Der Ton ist jedoch nicht vollständig verständlich.
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Die Polizei sammelt weitere Beweise und untersucht den Ablauf sowie das tatsächliche Motiv. Anschließend soll der Fall nach den gesetzlichen Vorgaben weiterverfolgt werden.
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