Unfall mit zwei Toten: Betrunkener Dorfvorsteher soll Amt verlieren

In Kamphaeng Phet starben ein 14-jähriges Mädchen und ein 19-jähriger Mann nach mehreren Kollisionen. Der alkoholisierte Dorfvorsteher wurde angeklagt; der Gouverneur ordnete eine Disziplinaruntersuchung an.

Unfall mit zwei Toten: Betrunkener Dorfvorsteher soll Amt verlieren
KhaoSod

KAMPHAENG PHET, Thailand – Bei einem Unfall im Bezirk Khanu Woralaksaburi sind zwei Menschen gestorben. Ein 14-jähriges Mädchen starb noch am Unfallort, ein 19-jähriger Mann erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der mutmaßlich alkoholisierte Fahrer, ein Dorfvorsteher, wurde angeklagt; inzwischen ordnete der Gouverneur eine Untersuchung wegen eines schweren Disziplinarverstoßes an und ordnete an, dass er sein Amt verlassen soll.

Pick-up fährt nach Kollision weiter

Der Unfall ereignete sich am 10. August um 20.10 Uhr auf der Straße zwischen Pa Phutsa und Saen To sowie auf der dortigen Brücke in der Provinz Kamphaeng Phet. Nach Angaben der Polizei stieß der 45-jährige Fahrer zunächst nahe einem 7-Eleven mit einem entgegenkommenden Pick-up zusammen.

Statt anzuhalten, fuhr er über die Brücke weiter und prallte anschließend gegen das Motorrad, auf dem die beiden späteren Opfer unterwegs waren. Danach kollidierte der Pick-up noch mit einem Strommast und verfehlte nur knapp einen Nudelstand am Straßenrand.

Zwei junge Menschen sterben

Das 14-jährige Mädchen aus dem Bezirk Khanu Woralaksaburi starb am Unfallort. Sie erlitt bei dem Zusammenstoß tödliche Verletzungen. Der 19-jährige Mann wurde zunächst verletzt in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort aber später seinen Verletzungen.

Die beiden Jugendlichen wollten nach Angaben der Familie zu einer Bildungsfahrt nach Suphan Buri aufbrechen. Das Mädchen sollte den jungen Mann mit dem Motorrad abholen und war erst wenige Minuten unterwegs, als sich der Unfall ereignete.

Fahrer soll unter Alkoholeinfluss gestanden haben

Der Fahrer des silbernen Mitsubishi Triton soll nach dem Unfall verwirrt und wie betrunken gewirkt haben. Später stellte sich heraus, dass er Dorfvorsteher im Bezirk Khanu Woralaksaburi ist.

Die Polizei nahm ihn nicht auf freien Fuß, sondern überstellte ihn zunächst dem Provinzgericht Kamphaeng Phet zur Untersuchungshaft. Eine Blutuntersuchung auf Alkohol wurde durchgeführt, das Ergebnis lag zunächst noch nicht vor.

Polizei erhebt drei schwere Vorwürfe

Die Ermittler werfen dem Dorfvorsteher fahrlässiges Fahren mit Todesfolge vor. Hinzu kommen der Vorwurf, durch das Fahren Schäden an Menschen oder Eigentum verursacht zu haben, sowie der Vorwurf, nach dem Unfall nicht angehalten und keine Hilfe geleistet zu haben.

Nach der Untersuchungshaft kam der 45-Jährige später gegen Kaution aus dem Gericht frei. Gegenüber Medien wollte er sich nach Angaben des Berichts nicht äußern.

Angehörige verlangen ein faires Verfahren

Die Familien der beiden Verstorbenen wandten sich an Medien und forderten ein faires Verfahren. In sozialen Netzwerken wurde die Frage aufgeworfen, ob örtliche Politiker versucht haben könnten, den Fall zu verschweigen. Die Angehörigen äußerten außerdem die Sorge, dass einflussreiche Personen hinter dem Beschuldigten stehen könnten.

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ZUM ANGEBOT

Die Familie des 19-Jährigen erklärte, sie habe bislang lediglich 10.000 Baht für die Bestattung erhalten. Die Großmutter, die den jungen Mann seit seiner Kindheit betreut hatte, forderte die Polizei auf, die Ermittlungen ohne Einflussnahme zu führen.

Familien kämpfen mit den Bestattungskosten

Die Angehörigen des 14-jährigen Mädchens trauern im Wat Pho Si im Bezirk Khanu Woralaksaburi. Die Familie ist finanziell schlecht gestellt; der Vater des Mädchens ist gehörlos und kann sich nur schwer verständigen.

Eine 67-jährige Angehörige sagte, die Familie habe zunächst geglaubt, das Mädchen sei nur unterwegs, um etwas zu kaufen. Erst später erfuhr sie, dass es mit Freunden zu der Bildungsfahrt aufbrechen wollte.

Gouverneur ordnet Disziplinarverfahren an

Am 12. August setzte der Gouverneur von Kamphaeng Phet, Chatip Rujanaseri, eine Untersuchungskommission wegen eines schweren Disziplinarverstoßes ein. Der Bezirkschef von Khanu Woralaksaburi wurde angewiesen, den Dorfvorsteher sofort vom Dienst zu suspendieren.

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Der Dorfvorsteher soll sein Amt unmittelbar verlassen. Für die frei gewordene Position ist anschließend eine Neuwahl vorgesehen.

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Quelle: Khaosod Thai
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