BANGKOK – Das Tsunami-Warnsystem bleibt nach Angaben des stellvertretenden Innenministers Jetsat Thaiset voll einsatzfähig, obwohl eine Messboje in der Andamanensee keine Daten überträgt. Die Behörden stützen Warnungen nicht allein auf Bojen, sondern auch auf Erdbebenmessungen, Meeresspiegelstationen und internationale Netzwerke.
Ausfall der Boje beeinträchtigt Warnsystem nicht
Jetsat reagierte auf Beiträge in sozialen Medien, die Sorgen über den Zustand der Tsunami-Messbojen ausgelöst hatten. Nach seinen Angaben nutzt Thailand mehrere Informationsquellen und Prüfungen, bevor eine Warnung an die Bevölkerung ausgegeben wird.
Er erklärte, das System sei „100 Prozent genau“, und rief die Menschen auf, nicht in Panik zu geraten. Eine Warnung kann bei erkannter Gefahr auch über Cell Broadcast direkt an Mobiltelefone in betroffenen Gebieten gesendet werden.
Behörden überwachen Position der Messboje
Das Nationale Katastrophenwarnzentrum der Abteilung für Katastrophenschutz und Schadensbegrenzung überprüft nach Angaben von Generaldirektor Theerapat Kachamat laufend den technischen Zustand der Boje und ihr GPS-Signal.
Die letzte bekannte Position lag rund 111 Kilometer von Koh Phayam im Bezirk Mueang Ranong entfernt. Vom Nationalpark Mu Ko Surin in der Provinz Phang Nga lag sie etwa 44 Kilometer entfernt.
Starke Wellen als mögliche Ursache
Die Behörden vermuten, dass starke Wellen und Winde während des Südwestmonsuns in der Andamanensee die Ursache für die Probleme sein könnten.
Die Abteilung für Katastrophenschutz und Schadensbegrenzung sowie die Königlich Thailändische Marine haben deshalb die Bergung der Boje geplant. Anschließend soll eine Ersatzboje zur Überwachung von Tsunami-Wellen installiert werden.
Ersatzboje soll 2026 installiert werden
Die Installation ist für November 2026 vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich die Bedingungen auf See ausreichend beruhigt haben, damit ein großes ozeanografisches Forschungsschiff sicher eingesetzt werden kann.
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Die Abteilung für Katastrophenschutz und Schadensbegrenzung erklärte, dass die derzeit fehlende Datenübertragung der Boje die Wirksamkeit der thailändischen Tsunami-Überwachung und Warnungen nicht beeinträchtigt. Auch Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul sowie Jetsat äußerten ihre Besorgnis gegenüber der Öffentlichkeit.
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