Lustige Thailand-Momente – sowas kann man sich nicht ausdenken

Ein Affe klaut den Toast. Ein Taxifahrer fährt einfach weiter. Und dann ist da noch die Frau, die keine war. Echte Geschichten aus Thailand – und wir wollen mehr davon.

Lustige Thailand-Momente – sowas kann man sich nicht ausdenken
KI generiertes Symbolbild

Thailand hat eine Begabung für Momente, die man so nicht plant. Der Affe, der einen bestohlen hat. Der Taxifahrer, der einfach weitergefahren ist. Die Hochzeit im Dorf, zu der man nicht eingeladen war und trotzdem blieb. Wir haben in unserer Redaktion ein paar dieser Geschichten gesammelt, von Lesern, von Bekannten, von Stammgästen. Keine Erfindungen. Keine Übertreibungen. Einfach Thailand, wie es wirklich ist.

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Der Affe, der recht hatte

Ein Leser aus Köln, seit drei Jahren in Hua Hin, wollte am frühen Morgen in Ruhe frühstücken. Auf dem Balkon, Meerblick, Kaffee, Zeitung. Dann kam der Affe. Kein schleichender Annäherungsversuch – direkt drüber, ein geübter Griff, und der Toast war weg. Unser Leser saß da, leere Hand, und der Affe hockte drei Meter entfernt und aß.

„Ich hab ihn dann angeschaut und gedacht: Eigentlich hat er recht“, schrieb er uns. „Er lebt hier. Ich nicht.“ Wer in Hua Hin wohnt, lernt das früh: Balkonfrühstück mit offenem Fenster ist eine Einladung.

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Taxifahrer, der nicht halten wollte

Bangkok, Hauptverkehrszeit, ein Ehepaar aus Wien im Taxi. Der Fahrer fuhr. Und fuhr. Und fuhr. Das Hotel war längst im Rückspiegel verschwunden. Die Frau tippte den Namen auf Google Maps, hielt es dem Fahrer hin – er nickte freundlich und fuhr weiter. Ihr Mann versuchte es auf Englisch, dann auf lautem Deutsch.

Nach zwanzig Minuten hielt der Fahrer an, drehte sich um und zeigte stolz auf einen Tempel. „Very beautiful!“ Er hatte keine Ahnung von der Adresse, wollte aber keinesfalls zugeben, dass er den Weg nicht kannte. Das Paar stieg aus, zahlte, fotografierte den Tempel. „War eigentlich schön“, schrieb die Frau. „Nur hätten wir ihn gerne selbst ausgesucht.“

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Die Frau, die keine war

Ein Leser aus Düsseldorf, erste Woche in Pattaya, Abend an der Bar. Er kommt ins Gespräch mit einer jungen Frau, gut aussehend, freundlich, charmant. Seine Freunde tuscheln. Er versteht es zunächst nicht. Erst nach einer Weile, als er genauer hinsieht, dämmert es ihm. Die Frau ist ein Mann. Biologisch jedenfalls. Er bestellt noch ein Bier und denkt nach.

In Thailand nennt man sie Kathoey – im Volksmund auch Ladyboys. Das Spektrum ist weit: von Männern, die sich feminin kleiden und schminken, über hormonell behandelte Frauen, die kaum von gebürtigen zu unterscheiden sind, bis hin zu Frauen nach vollständiger geschlechtsangleichender Operation. All das gibt es, alles offen, alles ohne gesellschaftliche Ächtung. Thailand ist in dieser Hinsicht entspannter als die meisten Länder, die sich für modern halten. Wer das nicht weiß, erlebt eben seinen Moment. Unser Leser schrieb: „Ich war nicht schockiert. Eher beeindruckt. Und ein bisschen verlegen wegen der Verlegenheit.“

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Songkran und das neue Handy

Wer zum ersten Mal Songkran erlebt, unterschätzt den Ernst der Lage. Ein Leser aus Hamburg, gerade frisch in Chiang Mai angekommen, wollte „kurz rausgucken, was das Getöse ist“. Kein Wasserschutz, frisch ausgepacktes Smartphone, Sandalen. Er machte drei Schritte aus dem Hosteleingang.

Sechs Schüler, zwei Wasserpistolen, ein Kübel. In zehn Sekunden war das Gerät erledigt. „Das Handy war neu“, schrieb er. „Die Kinder haben mich angegrinst wie Profis.“ Ersetzt hat er es drei Tage später. Den Kindern hat er eine Wasserpistole geschenkt. Thailand ist kein Kampf, den man gewinnt – man kann nur mitmachen.

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Die Hochzeit, zu der niemand eingeladen war

Ein Rentner-Paar aus der Schweiz machte Urlaub in der Nähe von Khon Kaen. Spaziergang durch ein Dorf, plötzlich Musik, bunte Girlanden, Dutzende Menschen in festlicher Kleidung. Eine ältere Frau winkte sie mit Nachdruck heran – nicht als Bitte, eher als Befehl. Fünf Minuten später saßen sie am Hochzeitstisch.

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Drei Stunden blieben sie. Essen, Musik, Fotos mit der Familie. Kein Wort Thai von ihrer Seite, kein Wort Deutsch von deren Seite. Trotzdem haben sie bis heute ein Hochzeitsfoto an der Wand hängen. Freundschaft braucht keine Sprache – manchmal reicht ein energisches Winken.

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Das Gespräch mit dem Elefanten

Im Norden Thailands, ein Sanctuary außerhalb von Chiang Mai. Ein Leser, eigentlich eher städtisch und technikaffin, beschrieb den Moment so: „Ich stand da, und das Tier hat mich angeschaut. Richtig angeschaut. Nicht durch mich durch, nicht gelangweilt – einfach angeschaut.“ Kein dramatischer Zwischenfall, keine Action-Story.

Nur dieser Moment. Er schrieb: „Ich hab keine Ahnung, was der Elefant gedacht hat. Aber ich hab eine halbe Stunde lang nicht an mein Büro, meinen Kalender oder meine Mails gedacht. Das passiert mir sonst nie.“ Thailand lässt einen manchmal einfach stehen – und das ist gut so.

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Wenn das Navi im Dschungel aufgibt

Zwei Freunde, Motorräder, Isaan. Sie folgten Google Maps auf eine Straße, die auf dem Satellitenbild breit und geteert aussah. Was sie fanden: Schotter, dann Matsch, dann Kühe. Das Navi zeigte weiter geradeaus. Die Kühe nicht. Ein Bauer kam mit seinem Pickup, betrachtete die Situation und lachte ausgiebig.

Er zog beide Motorräder mit einem Seil aus dem Schlamm, lud sie auf Tee ein, zeigte ihnen den richtigen Weg. Zwei Stunden Umweg, eine Stunde Tee, eine Geschichte für immer. Wer im Isaan unterwegs ist, sollte wissen: Karten lügen. Menschen helfen. Und wer ein bisschen Thailändisch kann, kommt noch weiter.

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Muay Thai, erster Versuch

Ein 58-jähriger Leser aus München beschloss in Pattaya, „mal was auszuprobieren“. Muay-Thai-Training, Anfängerkurs, eine Stunde. Der Trainer war höflich, die Mitschüler jung, die Handschuhe zu groß. Nach vierzig Minuten saß unser Leser auf der Bank und konnte sich nicht erinnern, wann er zuletzt so aus der Puste war.

Am nächsten Tag konnte er die Treppe nicht runtergehen ohne Geländer. Am übernächsten war er wieder im Gym. „Ich weiß nicht, ob das Sucht ist“, schrieb er. „Aber der Trainer hat mich irgendwie überredet.“ Thailand kann das: Man geht für einen Tag hin und bleibt drei Wochen.

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Die Katze vom 7-Eleven

Jeder 7-Eleven in Thailand hat eine Katze. Das ist keine offizielle Regel, aber es stimmt trotzdem meistens. Eine Leserin aus Berlin hat das in drei Wochen Urlaub überprüft. Zwölf Filialen, neun Katzen. Die drei ohne Katze hatten dafür Hunde. Sie hat jede fotografiert und uns eine Bildergalerie geschickt.

Ihren Liebling fand sie in Koh Samui: eine dicke, orangefarbene Katze, die auf dem Bonbonregal schlief. Die Kassiererin sagte nur: „His name is Tiger.“ Thailand ist manchmal genau so, wie man es sich vorgestellt hat. Nur besser.

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Wo bin ich hier eigentlich gelandet?

Ein Auswanderer, Rentner, seit acht Jahren in Phuket, erzählte uns von seinem ersten Monat. Er hatte alles geplant: Wohnung, Konto, Visum. Was er nicht geplant hatte: sein Nachbar tauchte am dritten Tag mit einer riesigen Schüssel Essen auf, sagte nichts, stellte sie ab und ging. Am vierten Tag wieder. Am fünften auch.

Nach zwei Wochen konnte er den Namen des Gerichts. Nach einem Monat aßen sie gemeinsam. „Ich hab mein erstes Wort Thailändisch von ihm gelernt“, sagte er. „Aroi. Lecker.“ Wer in Thailand ankommt, wird früher oder später angenommen – man muss nur die Tür aufmachen.

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Jetzt sind Sie dran

Thailand hat Millionen solcher Momente – und die meisten davon landen nirgendwo. Wir wollen das ändern. Schicken Sie uns Ihre Geschichte: lustig, kurios, rührend, seltsam. Egal ob Sie seit zwanzig Jahren im Land leben oder gerade für zwei Wochen da waren. Egal ob der Held ein Affe war, ein Taxifahrer oder eine verschlafene Convenience-Katze.

Lesen Sie auch: Erster Monat in Thailand: Jetlag, Behörden und Glücksmomente

Lesen Sie auch: Deutscher Tourist stürzt in Pattaya von Hotelbalkon – schwer verletzt

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7 Kommentare zu „Lustige Thailand-Momente – sowas kann man sich nicht ausdenken“

  1. Das lustigste was ich erlebt habe war als ein junges Paar asiatische Touristen mit ihrem Roller in der Nähe eines Tempels anhielten um wilde Affen zu füttern. Da kam ein Affe daher und zog einfach den Zündschlüssel des Rollers ab, kreischte lachend und verschwand auf nimmer Wiedersehen im Wald mit dem Schlüssel. Und das mitten in der Pampa. Das junge Pärchen schaute nur verdutzt. Sie mussten den Vermieter des Rolles anrufen, der dann wahrscheinlich erst Stunden später mit einem Ersatzschlüssel gekommen ist.

  2. Ich bin einmal mit meinem Roller gestürzt hatte keine schlimmen Verletzungen nur ein paar Schrammen habe den Roller wieder aufgestellt und bin nach Hause gefahren. Kurz darauf kam ein Thai zu meinem Haus und überreichte mir mein Feuerzeug dass ich bei dem Sturz verloren hatte , er ist mir einfach so lange nachgefahren bis ich zu Hause war !!!!

  3. Zwar nicht unbedingt lustig, als es geschah – im Rückblick schon eher zum Schmunzeln; der Beginn meines dritten Thailandurlaubs:
    Geplant war dieser Urlaub mit meinem Freund, aber bereits beim Hinflug hakte es: Er wollte unbedingt mit Emirates fliegen, aber für mich gabs kein Ticket mehr – also flog ich am gleichen Tag mit Etihad. Etihad wiederum landete in BKK 3 Stunden früher als Emirates. Das Hotel in Bangkok war besprochen; wir waren beide nicht zum ersten Mal dort.
    Ich kam im Hotel an; er würde drei Stunden später eintreffen. Aber er kam nicht und meldete sich auch nicht. Ich versuchte, ihn per SMS oder per EMail zu erreichen; aber auch hier: Fehlanzeige – keine Reaktion. Langsam begann ich mir Sorgen zu machen und irgendwann meldete ich mich bei seinem Vater, ob der irgendetwas wüsste – auch hier Fehlanzeige.
    Am vierten Tag seines Verschwindens führte mich der Weg aufs Polizeirevier Thong Lo um dort evtl. irgendetwas zu erfahren oder anzuleiern. Der Beamte war höflich, aber merkbar desinteressiert. Mir war klar: Der würde mir nicht weiterhelfen. So wars denn dann auch; er machte sich Notizen und beim Hinausgehen bekam ich gleich mit, dass er den Zettel zerknüllte und in den Papierkorb warf.
    Also beschloss ich, meine „Ermittlungen“ in der deutschen Botschaft weiterzuführen .
    Auf der Straße vor dem Polizeirevier hielt ich das nächste Taxi an und fragte den Fahrer, ob er frei sei für eine Fahrt zur „Embassy of Germany“ – er war bereit und er wusste auch, wo die denn sei (was ich so in etwa auch wusste). Der Fahrpreis war kein Problem; ich stieg ein – er fuhr los – er griff zum Mobiltelefon – redete mit irgendjemanden und reichte mir das Telefon. Der am anderen Ende frug mich, wo ich denn hin wolle und ich wiederholte das. Er ließ sich das noch einmal bestätigen und ich reichte das Telefon zurück an den Fahrer. Die beiden redeten noch ein paar Sätze und danach bestätigte der Fahrer mir noch einmal, dass er jetzt genau wisse, wo die deutsche Botschaft sei.
    Ich wusste es auch so ungefähr und das Taxi fuhr auch so, wie ich es für richtig hielt. Jedenfalls bis … er an einer Kreuzung links abbog, wo ich wusste, er muss rechts abbiegen. Bevor ich mich aber mit ihm verständigen konnte, hielt er an und verkündete voller Stolz „Sie haben ihr Ziel erreicht; das Ziel befindet sich auf der rechten Seite“ – ich sah aus dem Fenster und zögerte mit dem Aussteigen; dort war ein größerer Gebäudekomplex an dem deutlich zu lesen war „Embassy of the United States of America“ – das teilte ich dem Fahrer auch mit „Das ist nicht das deutsche Konsulat, sondern das der USA!“; doch der Fahrer bestand darauf „Embassy of Germany“- resignierend stieg ich aus und ging zur Pforte dieses Komplexes. Die Dame hinter dem Fenster öffnete, ich fragte nach der deutschen Botschaft – konnte ja vielleicht doch sein, dass der Ort nicht ganz verkehrt war. Die Frau begann mich rundzuerneuern, ob ich nicht lesen könnte oder überhaupt doof sei und und und. Konnte keine Thailänderin sein bei ihrem Gemeckere.
    Nachdem ich letztlich wusste, wo ich so ungefähr hinmusste, bin ich zu Fuß weiter: Zurück zur Kreuzung, über diese drüber, die Straße entlang und nach 100 Metern kam dann auch die Botschaft. Das Pförtnerhaus war besetzt; ich trug mein Anliegen vor: „Ich brauche Unterstützung bei einem Notfall“. Der Pförtner blickte auf seine Uhr und der nächste Satz von ihm bestätigte mir, dass das wirklich die deutsche Botschaft ist: „Es ist 11:35 Uhr; die Botschaft ist seit 5 Minuten geschlossen und öffnet wieder am nächsten Montag!“
    Ich fuhr zurück zum Hotel und siehe da: Mein Freund hatte eine Mail geschickt; also letztendlich viel Lärm um Nichts.

    .

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