PHUKET, Thailand – Behörden haben in Karon neun Motorradverleiher kontrolliert, obwohl die Provinzregierung zuvor keine Hinweise auf verschleierte ausländische Eigentümer gemeldet hatte. Die Aktion ist Teil einer ausgeweiteten Kampagne in Phuket gegen Unternehmen mit möglichen thailändischen Strohaktionären.
Neun Verleiher ohne vorherigen Verdacht kontrolliert
Ein Team mehrerer Behörden unter Leitung des stellvertretenden Gouverneurs von Phuket, Khetarat Chansilp, besuchte am 17. August neun Motorradvermieter in Karon.
Im Bericht der Provinzregierung wird kein Betrieb als zuvor verdächtig bezeichnet. Beschwerden, Erkenntnisse oder andere Belege für thailändische Anteilseigner im Auftrag von Ausländern werden nicht genannt.
Behörden prüften Eigentümer und Geschäftsunterlagen
Die Beamten sahen sich die Geschäftsabläufe, die zuständigen Manager und verschiedene Dokumente an. Geprüft werden sollten auch Gesellschafterstrukturen, Finanzberichte, Buchhalter und die Herkunft der Investitionen.
Nach Angaben der Provinzregierung sollte verhindern und unterbinden, dass Unternehmen möglicherweise thailändische Staatsbürger als Strohleute einsetzen. Gleichzeitig prüften die Behörden, ob die Betriebe ihre Geschäfte gesetzeskonform führen.
Keine Festnahmen oder rechtlichen Schritte gemeldet
Der Bericht nennt nach den Kontrollen keine Festnahmen, Anklagen, Beschlagnahmungen oder andere rechtliche Schritte.
Stattdessen wiesen die Beamten die Betreiber auf die Einhaltung der Gesetze hin. Sie forderten sie außerdem auf, ihre Kunden zur Beachtung der Verkehrsregeln und zu sicherem Fahren anzuhalten.
Kontrollen gegen mögliche Strohaktionäre ausgeweitet
Die Aktion in Karon steht im Zusammenhang mit einer wachsenden Kampagne gegen Unternehmen mit ausländischen Verbindungen. Dabei geht es zunehmend auch um breite Kontrollen und nicht nur um Betriebe, gegen die bereits konkrete Vorwürfe vorliegen.
Eine landesweite Operation im Juni umfasste gerichtlich genehmigte Durchsuchungen bei Hotels, Autovermietungen, Reiseveranstaltern, Restaurants und weiteren Unternehmen in Phuket. Bei einer Aktion im April wurden acht Betriebe wegen des Verdachts auf solche Eigentümerstrukturen durchsucht.
Hunderte Unternehmen im Visier der Behörden
Die Behörden erklärten im Juni, in Phuket zehn Unternehmen als mutmaßliche Strohfirmen identifiziert zu haben. Bei weiteren 39 Unternehmen liefen Untersuchungen, weil deren Beteiligungsstrukturen auf eine mögliche tatsächliche Kontrolle durch Ausländer hindeuteten.
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Im Juli teilten Behörden mit, 361 Unternehmen für Untersuchungen wegen eines entsprechenden Verdachts erfasst worden. Die Provinz Phuket meldete außerdem, dass 11.078 von 32.024 registrierten juristischen Einheiten ausländische Anteilseigner haben – das entspricht 34,59 Prozent.
Auch Schulen und Landbesitz werden geprüft
Die Kampagne erfasst weitere Bereiche. Internationale Schulen wurden auf Hinweise zu Strohmann-Konstruktionen durchsucht, während Behörden auch Landbesitz von Unternehmen mit mutmaßlich ausländischer Kontrolle untersuchten.
Kritik entzündete sich an der Frage, ob die Behörden stärker gegen Personen und professionelle Netzwerke vorgehen sollten, die solche Konstruktionen angeblich ermöglichen, statt vor allem die betroffenen Unternehmen zu kontrollieren.
Phuket kündigt weitere Kontrollen an
Für die neun Motorradverleiher in Karon liefert der Bericht der Provinzregierung keinen Hinweis auf einen Gesetzesverstoß. Auch ein rechtswidriges Ergebnis der Kontrolle wird darin nicht genannt.
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Phuket will nach eigenen Angaben Unternehmen mit erhöhtem Risiko weiter überprüfen. Rechtliche Schritte sollen folgen, wenn Verstöße oder Strohmänner-Konstruktionen festgestellt werden.


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